10.09.2019 | 11:12

IAM der Golfer mit Behinderungen 2019: Vier Titelverteidigungen

Deutscher Meister 2019 in der Kategorie Rollstuhlfahrer ist Christian Nachtwey vom GC Rittergut Rothenberger Haus. (Foto: DGV/Wirtz)
Golftimer
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Die 3. Internationalen Amateurmeisterschaften (IAM) der Golfer mit Behinderungen finden im Baden Hills Golf and Country Club statt.


Bei der 3. Internationalen Amateurmeisterschaft (IAM) der Golfer mit Behinderungen 2019 im Baden Hills G&CC setzte sich in der Gesamtwertung (Bruttowertung) der Herren der Ire Brendan Lawlor durch. Er verwies Timo Klischan vom G&CC Motzener See auf Rang zwei.

Bei den Damen siegte die Niederländerin Daphne van Houten. Zweite wurde Jennifer Sräga vom GC Augsburg. In den acht Kategorien, die für die Deutschen Meisterschaften gewertet wurden, gelangen den Spielern vier Titelverteidigungen.

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„Die internationale Konkurrenz bei der IAM war stärker denn je, die Stimmung im Turnier war fantastisch.

Dass die Sieger der internationalen Wertung aus Irland und den Niederlanden kommen, deutet an, dass das Turnier auch über unsere Grenzen hinweg immer beliebter wird.

Besonders freut mich natürlich, dass es die deutschen Teilnehmer der internationalen Konkurrenz nicht leicht gemacht haben.

Der Ire Brendan Lawlor ist Internationaler Meister der Golfer mit Behinderungen 2019 (Foto: DGV/Wirtz)
Der Ire Brendan Lawlor ist Internationaler Meister der Golfer mit Behinderungen 2019 (Foto: DGV/Wirtz)

Ein großer Dank geht an den Baden-Hills G&CC. Hier hat man sich weit mehr als angestrengt, ein toller Gastgeber zu sein“, sagt Marcus Neumann, Vorstand Sport des DGV.

+++ DM der Jugend 2019 – Lang und Schiergen unter den Siegern +++

IAM der Golfer mit Behinderungen 2019: Brendan Lawlor sorgt für klare Verhältnisse

Der Weltranglistendritte Brendan Lawlor sorgte mit einer 69er Runde für klare Verhältnisse und siegte verdient mit insgesamt 144 Schlägen.

Damit hatte der Ire nach zwei Runden drei Schläge Vorsprung vor Timo Klischan (147), der ein positives Fazit zog.

„Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Am Ende war es nochmal sehr spannend. Brendan hat auf den Back Nine ganz schön Gas gegeben und wir haben uns gerade auf den letzten Bahnen ein richtiges Battle geliefert.“

Der Franzose Charles Henri Quelin (151), der das Turnier am ersten Tag noch angeführt hatte, musste sich am Ende mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Bei den Damen hatte sich Jennifer Sräga (GC Augsburg) mit dem Ergebnis der ersten Turnierrunde eine optimale Ausgangsbasis erarbeitet, um gegen die spielstarke Niederländerin Daphne van Houten bestehen zu können.

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Sräga lag nach der ersten Runde einen Schlag vor der amtierenden Europameisterin. Am zweiten Tag der Meisterschaften brachte van Houten dann allerdings ihre ganze spielerische Stärke ein und notierte eine Par-Runde.

Mit insgesamt 150 Schlägen stand die Niederländerin am Ende neun Zähler vor Sräga.

+++ Auch interessant: Caro Masson über Solheim Cup 2019 +++

Deutsche Meisterschaften vergeben

Zusätzlich zu den internationalen Meisterehren der Damen und Herren wurden Deutsche Meistertitel in acht Behinderungskategorien ausgespielt. Für diesen Wettbewerb waren ausschließlich die deutschen Teilnehmer qualifiziert. In insgesamt vier der acht Kategorien setzten sich die Titelverteidiger durch.

So hat Timo Klischan, der in der Kategorie „Arm“ geführt wird, 69 Brutto-Stablefordpunkte (BSP) erspielt. In der Kategorie „Bein“ setzte sich die Vorjahres-Vierte Katharina Pegau (GC München Valley) mit starken 61 BSP durch.

Bei den Rollstuhlfahrern überzeugte Christian Nachtwey (GC Rittergut Rothenberger Haus) mit einer starken zweiten Runde und insgesamt 19 BSP und holte sich den Titel des Deutschen Meisters von Jens Maspfuhl (GC Friedberg), der das Turnier mit 17 BSP auf Rang zwei beendete.

Deutscher Meister 2019 in der Kategorie Rollstuhlfahrer ist Christian Nachtwey vom GC Rittergut Rothenberger Haus. (Foto: DGV/Wirtz)
Deutscher Meister 2019 in der Kategorie Rollstuhlfahrer ist Christian Nachtwey vom GC Rittergut Rothenberger Haus. (Foto: DGV/Wirtz)

In der Kategorie „Mental“ spielte sich der Vorjahres-Dritte Lasse Zietzschmann (GC Trier) mit 41 BSP souverän zum Sieg. Und ließ Maxime Waldheim (GC Dillenburg) mit 15 BSP den zweiten Rang.

Bei den Spielern der Kategorie „Sonstige mit Einschränkung im Schwung“ blieb Jennifer Sräga (GC Augsburg) ihrer Serie treu. Sie holte auch in diesem Jahr den Titel.

IAM der Golfer mit Behinderungen 2019: Marco Ullmann top

Bei den Spielern der Kategorie „Sonstige ohne Einschränkungen im Schwung“ holte Marco Ullmann (GC Neuhof) mit insgesamt 66 BSP auch in diesem Jahr den Titel.

In der Kategorie „Blind“ stand mit Florian Kehr (GP Aschheim) lediglich ein Spieler im Aufgebot. Er sichert sich die Deutsche Meisterschaft ohne Konkurrenz mit 5 BSP.

Bei den Gehörlosen konnte Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin (GC St. Leon-Rot) ihre Führung vom ersten Wettkampftag verteidigen. Sie verwies Stefanie Mayer (Münchener GC), mit der sie im Jahr 2018 Team-Weltmeisterin bei der WM der Gehörlosen wurde, mit 70 zu 57 BSP auf Rang zwei.

Seit 2002 wird die Deutsche Meisterschaft der Golferinnen und Golfer mit Behinderungen bereits veranstaltet. Ausrichter war demnach bis 2006 der Behinderten Golf Club Deutschland, seit 2007 hat hierfür der DGV die Aufgabe übernommen.

Durch die Internationalisierung des Turniers ist die IAM der Golfer mit Behinderung auch Teil der Access Serie des Europäischen Behindertengolf-Verbandes (EDGA).

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