25.05.2021 | 11:49

Go ask … Sophia Popov

Markus Scheck
Markus Scheck

Fun Talk: Sophia Popov im Interview über ihren „perfekten Schlag“ während der Women’s British Open 2020, ihren Wunsch nach übernatürlicher mentaler Stärke und warum sie das Reisen als Tour-Proette so sehr schätzt.


Sie schrieb 2020 mit dem Sieg bei der AIG Women’s British Open in Royal Troon deutsche Sportgeschichte und sorgte auch international auf der LPGA Tour für die „Feelgood“-Story des Jahres.

Sophia Popov, Majorsiegerin

Sophia Popov, 28, im US-Bundesstaat Massachusetts geboren, ist damit nicht nur die erste deutsche Golfproette, die jemals ein Majorturnier gewinnen konnte. Sie schaffte dieses Kunststück als krasser Underdog und eroberte mit ihrer sympathischen, offenen Art die Herzen der Fans im Sturm.

Vor allem die Arbeit an ihrer, wie sie sagt, bislang größten Schwäche, dem mentalen Aspekt, zeigte in kürzester Zeit Wirkung.

Dein Leben steht auf dem Spiel und es gilt, einen Downhill-Putt mit starkem Break aus drei Metern zu lochen. Du darfst den Putt nicht ausführen – wen wählst du für diese Aufgabe?

Inbee Park.


Deine Top-3-Golfer (tot oder lebendig)?

Annika Sörenstam, Tiger Woods, Jack Nicklaus.


Dein Lieblingsschläger im Bag?

8er Eisen.


Im Foursome spielst du gegen Sørenstam/Ochoa in ihren besten Tagen. Wen würdest du dir als Partner wünschen?

Ich glaube, weil sie auch meine beste Freundin ist: Anne van Dam.


Was wärst du geworden, wenn nicht Golf-Pro?

Hoffentlich Skiläuferin – oder Sportjournalistin.


Welcher Sieg bedeutet dir am meisten?

Ganz klar: der Sieg bei den Women’s British Open.


Dein „Best Buddy“ auf der Tour?

AvD – Anne van Dam.


Dein emotionalster Moment auf dem Platz?

Das war sicher auch bei den Women’s British Open, auf der 18, kurz bevor ich den letzten Putt rein gemacht habe.


Dein emotionalster Moment abseits des Platzes?

Wahrscheinlich als mein Opa gestorben ist, da er viel mit meiner Sportkarriere zu tun hatte.


Gibt es einen Schlag in deiner Karriere, auf den du besonders stolz bist?

Bei den Women’s British Open, der Drive auf Loch 6, nicht nur weil er perfekt ausgeführt war, sondern mit dem Eagle auch zum perfekten Resultat führte.


Gibt es einen Schlag in deiner Karriere, den du gerne noch mal spielen würdest?

Ja, das war vor zwei Jahren beim Meijer LPGA-Classic in Grand Rapids. Ich spielte mit Caro Masson in der letzten Runde und lag in den Top 10. Auf der 18 habe ich aus dem Grünbunker einen „Home Run“ gehauen, also voll über das Grün, was in einem Doppel-Bogey mündete. Den Schlag mache ich so nie und würde ihn direkt gerne wieder zurückhaben wollen (lacht).


Fisch, Fleisch oder vegetarisch?

Vegetarisch.


Hund oder Katze?

Hund.


Wir nehmen dich auf eine Faschingsparty mit. Als was verkleidest du dich?

Wahrscheinlich als irgendein Tier, im Normalfall als Biene oder ähnliches.


Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?

Eine unfassbare mentale Stärke, wo es nicht möglich ist, einen negativen Gedanken zu haben.


Was ist deine Stärke auf dem Platz?

Mein Kampfgeist.


Gibt es Schwächen? Woran arbeitest du am meisten?

Am meisten arbeite ich am mentalen Aspekt, das war meine größte Schwäche. Und am kurzen Spiel.


Was ist das Schönste am Leben als Tour-Pro?

Das Reisen. Nicht so sehr im Sinne des „aus dem Koffer leben“, das finde ich furchtbar. Aber jede Woche einen neuen Ort zu sehen oder eine neue Stadt kennenzulernen – das finde ich cool.

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