29.10.2021 | 11:59

Meet the Hungarian Hulk Robin Horvath

Frederike Reichert
Frederike Reichert

Long Drive Professinnal. Er zählt zu den „Längsten“ seiner Zunft, hat dabei die Bodenhaftung nicht verloren. Wir haben Robin Horvath etwas genauer unter die Lupe genommen.


Pandemiebedingt ist es etwas ruhig geworden rund um das Lager der Long Driver. 2020 fand europaweit praktisch kein Turnier statt und auch 2021 sah es bislang nicht viel besser aus. Wir haben uns mit Robin Horvath, siebenfacher Long-Drive-Sieger mit ungarischen Wurzeln und einem Faible für die Farbe Grün, über sein Leben rund um das Thema Long Drive unterhalten. Seine persönlichen Highlights: Spitzenreiter im European Ranking 2019 und mit 405 Metern Rekordhalter der einstigen Long Drivers European Tour (LDET).

Herr Horvath, wie sind Sie zum Long Drive gekommen?

Ich habe meine Bachelorarbeit über das Thema Schlagweite und Krafttraining geschrieben. Ich habe untersucht, wie trainiert werden muss, um die Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erhöhen. Später las ich dann einen Artikel hier in der GOLF TIME über Joe Miller (Ausgabe 5/2017, Anm. d. Red.). Was eine Maschine, dachte ich mir und begann, mich mehr mit der Thematik Long Drive zu beschäftigen.

In Aktion: Sieben Siege hat Robin Horvath bislang erzielt
In Aktion: Sieben Siege hat Robin Horvath bislang erzielt

Ich kaufte einen Long Driver und fing an zu trainieren. Am Anfang lief erst einmal gar nichts, aber dann klappte es immer besser. Nach zwei Amateurturnier-Teilnahmen meldete ich mich 2018 als Profi an. Und dann nahm es seinen Lauf: Ich konnte mein erstes Turnier in Frankreich direkt gewinnen und bin seither voller Leidenschaft dabei.

Erster Sieg als Profi: 2018 in Frankreich
Erster Sieg als Profi: 2018 in Frankreich

Wie läuft so ein Wettbewerb ab?

Das kann sehr unterschiedlich sein, aber grundsätzlich gibt es eine Art Vorrunde: Jeder schlägt sechs Bälle in ein bis drei Durchgängen. Der weiteste Ball im Grid (Korridor, in dem der Ball landen muss, ca. 50 bis 60 Yards; Anm. d. Red.) zählt. Dadurch erhält man eine Art Ranking.

Wer da nicht unter den besten 16 ist, fliegt raus. Danach geht es meist in die K.o.-Runde auf dem Weg vom Achtelfinale bis ins Finale. Da hat man dann immer einen direkten Gegner. Den muss man letztlich ausdriven, um weiterzukommen.

Thema „Long Drive“ läuft nebenberuflich

Was war Ihr größter Erfolg?

Sicherlich der Sieg bei der German Long Drive Championship 2019. Emotional betrachtet war es aber mein erster Sieg in Frankreich 2018. Als Newcomer direkt zu gewinnen, war sehr emotional.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade Bälle in die Umlaufbahn schicken?

Das Thema Long Drive läuft nebenberuflich. Ich duelliere mich bei den Wettbewerben, mache aber auch viele Long Drive Shows oder Workshops. Mit „DeinDrivecoach“ (www.drive-coach.de) decke ich diesen Bereich ab und gebe quasi Driver-Unterricht.

Das macht sehr viel Spaß und jeder ist glücklich über mehr Schlagweite. Hauptberuflich bin ich Personal Trainer und Ernährungsberater. Habe auch schon einige Fußballprofis betreut und auch schon in mehreren Projekten für den Deutschen Golf Verband gearbeitet.

Ihre höchste gemessene Schlägerkopfgeschwindigkeit beträgt 145 mph. Was ist Ihr „heißester“ Tipp für unsere Leser?

Locker bleiben! Fast jeder hat in der Ansprechposition zu viel Spannung! Viel zu viel! Man denkt mit mehr Spannung kann man den Golfschlag „kontrollieren“. Aber das Gegenteil ist der Fall: Man schwingt gegen seinen eigenen Körper und blockiert dabei die Bewegungen.

Die Bewegung muss flüssig und natürlich sein. Kein technischer Gedanke, sondern ein Bewegungsgefühl. Beim Training mit Kunden arbeite ich viel mit verschiedenen Tools, die man schleudern oder werfen muss. Und dann macht es meist „Klick“.

Info: www.hungarianhulk.com

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