24.08.2023 | 12:43

Was macht eigentlich … David Lynn

2013 holte David Lynn den Sieg beim Portugal Masters
Markus Scheck
Markus Scheck

Vor knapp einem Jahrzehnt sorgte der Engländer David Lynn auf der Tour für Furore. Bei der PGA. Championship 2012 musste er sich als völliger Außenseiter auf dem Ocean Course in Kiawah Island lediglich einem damals überlegenen Rory McIlroy geschlagen geben.


Kurz darauf wurde er auch Mitglied der PGA Tour, wo er bei der Wells Fargo Championship 2013 im Stechen Derek Ernst unterlag. Im Oktober 2013 holte er beim Portugal Masters dann nach der KLM Open 2004 seinen zweiten großen Titel auf der European Tour.

Doch das Karriere-Highlight besiegelte auch ein wenig den Abgesang von „Shoulders“, wie Lynn gerne wegen seiner breiten Schultern genannt wurde.

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Er war 2013 insgesamt 42 Wochen unterwegs, und als er im darauffolgenden Jahr körperlich und geistig erschöpft wieder loslegte, wusste er, dass er in Schwierigkeiten steckte.

Ende 2014 setzte David Lynn seiner Karriere ein abruptes Ende und nahm bis heute nie wieder an Profiwettkämpfen teil. Damals munkelte man, er habe eine chronische Sehnenentzündung im Ellenbogen.

+++ Zum Thema: Was macht eigentlich … Steven Jones +++

„Ich hatte zwar eine Sehnenentzündung, aber das war nicht der Grund, warum ich aufgehört habe“, gestand er vor zwei Jahren der Daily Mail.

„Die Wahrheit ist einfach, dass ich keine Leidenschaft mehr für das Spiel hatte. Es mag seltsam klingen, aber ich wollte einfach normal leben. Wir hatten unser erstes Kind bekommen und ich hatte das Gefühl, dass das Leben an mir vorbeizog.

Ich war neun Jahre lang ununterbrochen gereist und es war so verrückt in dem Laufrad, dass ich sogar vergessen hatte, wie das Wetter funktionierte. Ich kam nach Hause und fragte meine Partnerin Sally, wann in Großbritannien die Sonne herauskommt, weil ich mich nicht mehr erinnern konnte.“

David Lynn der Immobilien-Experte

Lynn hatte aber einen Backup-Plan und verfolgte ihn in den letzten Jahren voller Freude.

„Ich habe 2001 angefangen, mich mit Immobilien zu beschäftigen, und dafür bin ich sehr dankbar“, sagte er. Der heute 49-jährige Ex-Pro entwickelt nun Immobilien und sein jüngstes Projekt in Hull sieht den Verkauf von 38 Häusern vor, von denen einige nach Golfgrößen benannt sind.

„Bei diesem Geschäft wende ich ein wenig Golfphilosophie an. Wenn etwas nicht richtig läuft, betrachte ich es als einen verpassten Cut, also schüttelst du den Staub ab und machst mit dem nächsten Schritt weiter. Es gibt auch ein Risiko-Reward- Element, bei dem du deine Strategie abwägen und überlegen musst, ob es sich lohnt, sie anzunehmen.“

David Lynn ist zufrieden mit seinem „normalen“ Leben in Stoke-on-Trent und genießt die Zeit mit seiner Frau Sally und den beiden Töchtern Layla (9) und Lexi (7).

Hin und wieder greift „Shoulders“ dann aber doch noch zum Schläger, aber nur mehr zum Spaß, und auch auf Twitter kommentiert der für seinen Humor bekannte Engländer gerne noch das Tourgeschehen.

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