14.05.2018

“Werde niemals müde, dieses Loch zu spielen”

golftime
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Es ist nicht verwunderlich, dass der Ort seines großartigen Open-Sieges 1999 auch Paul Lawries Lieblingsloch ist.


Von Paul Lawrie

Mein Lieblingsloch ist die Nr. 18 in Carnoustie, auch „Home“ genannt. Jedes Mal, wenn ich dort spiele, werden fantastische Erinnerungen an 1999 und meinen ziemlich ereignisreichen Sieg bei der Open Championship geweckt. Bei allen anderen Erfolgen in meiner Karriere, dieser Sieg wird für immer der Höhepunkt sein. Ich habe an diesem Tag zweimal die 18 gespielt. Aber es war, als ob es zwei völlig verschiedene Löcher gewesen wären, da der Wind wechselte. Beim ersten Mal schlug ich ein Eisen vom Tee und ein weiteres aufs Grün. Aber im Playoff musste ich einen tollen Drive und ein ebenso gutes 4er-Eisen hinlegen. Egal, unter welchen Bedingungen man spielt, die Nummer 18 in Carnoustie ist ein Loch, das einen zum Nachdenken bringt.

“Schaffe ich es carry darüber?”

Man muss vieles beachten, aber spielt man mit dem Wind, kann man den Hindernissen entgehen. Allerdings ist der zweite Schlag kein Selbstläufer. Vor allem, wenn man – wie ich es in der ersten Runde 1999 getan habe – das Fairway verpasst. Da ist dann der Barry Burn vor dem Grün und es heißt: “Schaffe ich es carry darüber?” Zudem hat man den Aus-Zaun im Kopf, der sehr nah am linken Rand des Grüns ist. Ein Fehlschlag auf diese Seite und man muss viel Glück haben, nicht noch einen nachlegen zu „dürfen“. Alles in allem ein wirklich tolles Loch. Und das nicht nur wegen des hohen Schwierigkeitsgrads. Es sind vor allem die anspruchsvollen, vielfältigen Fragen, die man sowohl nervlich als auch technisch beantworten muss. Ich werde niemals müde, dieses Loch zu spielen.

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