22019
Coverstory: Francesco Molinari HOLY MOLI
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"Ich bin kein Politiker" 30.01.2019

Neben Rose spielen u.a. auch Garcia, Stenson, Johnson und Koepka das umstrittene Turnier
Neben Rose spielen u.a. auch Garcia, Stenson, Johnson und Koepka das umstrittene Turnier
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Seit Wochen wird die European Tour für die Austragung der Saudi International kritisiert. Das saudische Regime wird aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Verstrickungen in den Tod des Journalisten Khashoggi von der internationalen Gemeinschaft geächtet. 



Der Umgang mit den Menschenrechten im Königreich Saudi-Arabien wird bereits seit längerem moniert. Die mittlerweile als gesichert geltende Involvierung der saudischen Regierung in den Tod des regierungskritischen Journalisten Khashoggi in der Türkei hat den Unmut aber weiter verschärft. 

Die Austragung des Saudi International powered by SBIA in der so lyrisch klingenden King Abdullah Economic City ist von daher vielen auch im an sich unpolitischen Golfsport ein Dorn im Auge. Internationale Medien hatten die Visite der European Tour in den saudischen Wüstenstaat von vorne herein als "absolutes Bogey" bezeichnet. 

Medienberichten des Guardian zufolge sollen Starspieler wie eben Justin Rose bis zu einer Million Dollar dafür erhalten haben, dass sie überhaupt abschlagen. Das Turnierpreisgeld beläuft sich auf weitere 3,5 Millionen Dollar. Kritiker beanstanden, dass Spieler wie Rose, der durch den Sieg bei der Farmers Insurance Open in der vergangenen Woche die Marke von 50 Millionen Dollar an Preisgeld allein auf der PGA Tour geknackt hat, so etwas nicht nötig hätten. 

Justin Rose, die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste, hat nun im Vorfeld des am 31. Januar beginnenden Turniers seine Entscheidung zu starten, gerechtfertigt: "Ich bin kein Politiker", so Rose. "Ich bin Profigolfer und es gibt andere Gründe, um hier zu spielen". 

In der Tat ist das Turnier aus rein sportlicher Sicht prominent besetzt. Neben Rose spielen unter anderem auch Brooks Koepka, Dustin Johnson und Bryson DeChambeau auf dem Royal Greens G&CC. Die Deutschen Maximilian Kieffer und Bernd Ritthammer sind ebenfalls mit von der Partie. 


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