Erster Sieg der Engländerin beim 210. Turnierstart
VP Bank Swiss Ladies Open 2026: Givens top, Försterling T2.
Eleanor Givens feiert bei der VP Bank Swiss Ladies Open 2026 ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour vor u. a. Alexandra Försterling. Im Golfpark Holzhäusern sorgt zugleich Christine Wolf für einen emotionalen Moment: Die Österreicherin beendet nach 14 Jahren ihre Profikarriere.
Eleanor Givens (Foto: Oliver Brady/LET) hat lange auf diesen Moment warten müssen. Die Engländerin startete mit vier Schlägen Rückstand in die Schlussrunde der VP Bank Swiss Ladies 2026, spielte mit einer 66 (-5) jedoch die alles entscheidende Runde.
Am Ende setzte sich die 37-Jährige mit insgesamt 13 unter Par mit einem Schlag Vorsprung gegen Alexandra Försterling, die Irin Anna Foster und die Australierin Whitney Hillier durch.
Für Givens ist es der erste Sieg beim 210. Start auf der Ladies European Tour, der sie seit 2012 angehört. Mehrfach war sie einem Erfolg nahegekommen, Verletzungen warfen sie immer wieder zurück. Erst im Dezember musste sie über die Qualifying School ihre Tourkarte sichern.
„Ich kann es kaum glauben. Ich bin unglaublich glücklich und stolz auf mich“, sagte Givens. „Im vergangenen Jahr habe ich noch darüber nachgedacht, ob ich überhaupt weiterspielen möchte. Aber ich wusste, dass ich die Fähigkeiten habe, weiterhin auf diesem Niveau mitzuhalten. Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel.“
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VP Bank Swiss Ladies Open 2026: Entscheidung an der 17
Die Schwedin Kajsa Arwefjall war mit drei Schlägen Vorsprung in den Finaltag gestartet, verlor ihre Führung jedoch mit drei Bogeys auf den ersten zehn Löchern. Givens und die Australierin Whitney Hillier nutzten die Gelegenheit und lagen nach neun Löchern gemeinsam vorne.
Die Vorentscheidung fiel am kurzen Par 5 der 17. Givens erreichte das Grün mit zwei Schlägen und sicherte sich souverän das Birdie. Hillier geriet dagegen nach ihrem Abschlag in Schwierigkeiten und verpasste anschließend ihren Birdie-Putt.
Nach einem Par von Givens auf der 18 begann das Warten. Hillier konnte das benötigte Birdie am Schlussloch nicht mehr erzielen – und machte damit den Premierensieg der Engländerin perfekt.
„Beim 210. Versuch hat es also geklappt“, sagte Givens. „Ich wusste immer, dass ich gewinnen kann. Manche brauchen dafür eben etwas länger.“
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Drei Spielerinnen auf Rang zwei – darunter Alexandra Försterling
Hillier teilte sich mit der Deutschen Alexandra Försterling und der Irin Anna Foster bei zwölf unter Par den zweiten Platz. Für Foster bedeutete das zugleich ihr bislang bestes Ergebnis auf der LET. Arwefjall fiel nach einer abschließenden 72 (+1) auf Rang fünf zurück.
Die Spanierin Amaia Latorre wurde bei zehn unter Par Sechste, während Harang Lee und Lydia Hall mit neun unter Par Rang sieben belegten.
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Christine Wolf beendet ihre Karriere
Besonders emotional verlief die Turnierwoche für Christine Wolf. Die Österreicherin bestritt in der Schweiz ihr letztes Turnier als Tourspielerin und beendete nach 14 Jahren ihre Profikarriere.
Die Tirolerin gehörte über viele Jahre zu den prägenden österreichischen Spielerinnen auf der Ladies European Tour. Ihren größten Erfolg feierte sie 2019 mit dem Sieg bei der Hero Women’s Indian Open. In Holzhäusern schloss sich nun der Kreis ihrer langen Tourkarriere.
Auch Givens erinnerte nach ihrem Triumph an ihre langjährige Weggefährtin: „Liz Young hat dieses Turnier ebenfalls gewonnen, Christine Wolf hat in Indien gewonnen und hier in dieser Woche ihr letztes Turnier gespielt. Zu sehen, wie sehr sich meine Freunde für mich freuen, macht mich sehr emotional.“
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Moa Svedenskiold überzeugt beim LET-Debüt
Während Wolf ihre Karriere beendete, steht Moa Svedenskiold erst am Anfang. Die 22-jährige Schwedin hatte sich ihren Startplatz in der Schweiz im Juni bei der Ladies German Challenge powered by VcG auf der LET Access Series (LETAS) erspielt. Dort gewann sie bei erst ihrem dritten Turnier als Profi ihren ersten Titel.
Nur eine Woche vor dem Auftritt in der Schweiz folgte in Tschechien bereits der nächste Sieg. Ihre starke Form bestätigte Svedenskiold nun auch bei ihrem LET-Debüt: Mit acht unter Par belegte sie den geteilten neunten Platz und schaffte damit auf Anhieb den Sprung in die Top Ten.
Givens verbessert sich durch ihren Sieg mit 500 Punkten auf Rang 23 der LET Order of Merit. An der Spitze bleibt die Südafrikanerin Casandra Alexander.
Nach einer turnierfreien Woche geht es für die LET ab dem 27. August bei der KPMG Women’s Irish Open im K Club weiter.


