Quick-Tipp: Matt Fitzpatrick
Matt Fitzpatrick: Eisen lang und flach spielen
Die meisten Amateure streben einen hohen Ballflug an, was grundsätzlich nicht verkehrt ist. Matt Fitzpatrick erklärt, welche Vorteile jedoch flache Schläge mit den Eisen mit sich bringen …
Ich habe von Natur aus einen flacheren Ballflug als viele meiner Tourkollegen – doch ich sehe das als einen Vorteil an.
Vor allem bei Wind kann ich den Ball besser kontrollieren, was so ziemlich bei allen Turnieren in Großbritannien der Fall ist. Zudem erziele ich dadurch einen dynamischen Ballflug mit viel Länge.
Ballposition
Bei den mittleren und kürzeren Eisen liegt der Ball im Setup am besten mittig. Bei den längeren Eisen 1 bis 2 cm weiter links (Rechtshänder).

Wenn ich den Ball höher schlagen möchte – oder einen Cut, verlagere ich die Ballposition im Stand weiter nach links. Bei flacheren Schlägen – oder einem Draw – wiederum weiter nach rechts.
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Matt Fitzpatrick: Eisen und Schaftwinkel
Ein weiterer Grund für meine flachen Schläge ist, dass ich meine Hände im Setup leicht vor dem Ball habe, den Schaftwinkel also aktiv verringere. Man nennt das „deloften“ und auch hier steuere ich den Abflugwinkel des Balles, indem ich die Hände weiter vor- oder zurücknehme.
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Von innen an den Ball kommen
Ausschlaggebend für einen dynamischen Ballflug ist die Qualität des Ballkontakts im Treffmoment. Viele Amateure haben hier Probleme, weil sie von außen an den Ball kommen, also oft zum Slice tendieren.

Um das zu verhindern, muss man den Schwung kompakt halten, was ich erreiche, indem ich meinen linken Oberarm im Abschwung eng am Körper halte und so von innen an den Ball komme.
Matt Fitzpatrick, 11 Toursiege, darunter 1 Major (U.S.-Open Championship 2022)

