22.08.2026 | 10:41

Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Der Backswing

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 2, der Backswing
Golftimer
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Tommy Fleetwoods 5 beste Tipps. Welche Elemente seines Schwungs Sie übernehmen können, um mehr Länge und Kontrolle in ihr eigenes Spiel zu bringen. Im zweiten Teil geht es um den Backswing.


Wir alle würden den Golfschläger gerne so schwingen wie Tommy Fleetwood. Seine kompakte, kraftvolle Bewegung vermittelt den Eindruck, Golftechnik in ihrer reinsten Form zu erleben – ein Schwung, reduziert auf das Wesentliche.

Enorme Schlagkraft, ein sanfter Draw und beeindruckende Konstanz – all das vereint Fleetwood, obwohl er mit 1,80 Metern Körpergröße und knapp 76 Kilogramm Gewicht keineswegs zu den körperlich imposantesten Spielern auf der Tour gehört.

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Doch wie gelingt ihm das? Welche Elemente seines Schwungs können ganz normale Golfer übernehmen, um mehr Länge und Kontrolle in ihr eigenes Spiel zu bringen?

Elite-Coach und YouTube-Experte Chris Ryan liefert die Antworten. „Wenn ich mir seinen Schwung anschaue, sehe ich vor allem grundlegende Prinzipien, die auch für durchschnittliche Golfer absolut erreichbar sind.“

Hier erfahren Sie, welche das sind und wie Sie sie Schritt für Schritt in Ihren eigenen Schwung integrieren.

+++Zum Thema: Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Das Set-up+++

Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Der Backswing

Werfen wir einen Blick darauf, wie Tommy Fleetwood die Grundlage für seinen außergewöhnlich konstanten Schwung bereits im Rückschwung schafft.

Tommy Fleetwoods Schwung geht auf eine Trainingsübung zurück, die sich als so effektiv erwies, dass sie schließlich fester Bestandteil seines Spiels wurde.

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 2, der Backswing (Foto: picture-alliance)
Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 2, der Backswing (Foto: picture-alliance)

Die sogenannte Windmill-Übung wird mit nahezu gestreckten Armen ausgeführt. Ellenbogen, Hände und Handgelenke bleiben möglichst stabil, sodass die Rotation des Oberkörpers die Bewegung bestimmt.

Natürlich besteht Fleetwoods Schwung nicht ausschließlich aus Körperrotation – auch die Arme spielen eine wichtige Rolle.

Doch der etwas kürzere Armschwung und die dynamische Körperbewegung, die er durch die Windmill-Übung entwickelt hat, prägen seinen kompakten, hervorragend verbundenen Dreiviertel- Rückschwung bis heute.

Schauen wir uns genauer an, warum genau diese Bewegung die Grundlage für seinen außergewöhnlich konstanten Ballkontakt bildet.

Betrachten wir darüber hinaus, welche technische Anpassung Sie vornehmen können, um ein ähnliches Schwunggefühl in Ihr eigenes Spiel zu integrieren.

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Das Problem mit dem einklappenden rechten Arm

Tommy‘s Schwung ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil dessen, was man bei vielen Amateurgolfern beobachtet.

Während er seinen Oberkörper aktiv rotieren lässt und die Arme vergleichsweise ruhig führt, verlassen sich viele Clubgolfer zu stark auf ihre Arme und bewegen den Körper zu wenig.

Bei vielen Amateuren knickt der hintere Arm zu früh ein
Bei vielen Amateuren knickt der hintere Arm zu früh ein

Die Folge ist eine mangelnde Verbindung zwischen Armen und Oberkörper. Das ist ein Problem, das sich im Abschwung oft in Form von inkonstanten Treffmomenten und Kontrollverlust bemerkbar macht.

Der größte Unterschied zeigt sich dabei im hinteren Arm. Während Tommy diesen im Rückschwung lange gestreckt und stabil hält, knickt er bei vielen Amateuren früh ein. Dadurch lösen sich die Arme vom Oberkörper, der Schwungradius wird kleiner und wichtige Spannung geht verloren.

Schauen wir uns nun an, wie wir es mit einer Reihe an einfachen Übungen schaffen können, eine stabile Verbindung zwischen Armen und Oberkörper herzustellen.

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Verbindung aufbauen, Schritt 1

Um zu spüren, welchen Unterschied ein länger gestreckter hinterer Arm im Rückschwung macht, probieren Sie diese Übung aus.

1. Nehmen Sie Ihr Set-up ohne Schläger ein. Greifen Sie mit der Führhand (bei Rechtshändern die linke Hand) den Unterarm des hinteren Arms.

Greifen Sie mit der Führhand (bei Rechtshändern die linke Hand) den Unterarm des hinteren Arms
Greifen Sie mit der Führhand (bei Rechtshändern die linke Hand) den Unterarm des hinteren Arms

2. Führen Sie nun den hinteren Arm bis zum höchsten Punkt des Rückschwungs nach hinten.

Führen Sie den hinteren Arm bis zum höchsten Punkt des Rückschwungs nach hinten
Führen Sie den hinteren Arm bis zum höchsten Punkt des Rückschwungs nach hinten

3. Die Führhand, der Führarm und die vordere Schulter werden dabei automatisch mitgenommen.

Die Führhand, der Führarm und die vordere Schulter werden automatisch mitgenommen
Die Führhand, der Führarm und die vordere Schulter werden automatisch mitgenommen

Achten Sie darauf, den hinteren Arm möglichst lang und gestreckt zu halten. Sie werden spüren, wie diese längere Armstruktur für mehr Schwungbreite sorgt, den Oberkörper automatisch stärker in die Rotation einbindet und den Armschwung verkürzt.

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Verbindung aufbauen, Schritt 2

Schritt 1 vermittelt ein ausgezeichnetes Gefühl dafür, wie ein langer beziehungsweise gestreckter hinterer Arm den Oberkörper aktiviert und Arme sowie Körper zu einer Einheit verbindet.

Im nächsten Schritt übertragen wir genau dieses Bewegungsgefühl auf den Golfschwung und kommen der tatsächlichen Schwungbewegung einen entscheidenden Schritt näher.

1. Nehmen Sie ein mittleres Eisen, beispielsweise ein Eisen 7. Gehen Sie in die Ansprechposition, greifen Sie den Schläger jedoch nur mit der hinteren Hand und etwa in der Mitte des Griffs. Das Griffende des Schlägers liegt dabei leicht am Bauch an.

Greifen Sie den Schläger nur mit der hinteren Hand und etwa in der Mitte des Griffs
Greifen Sie den Schläger nur mit der hinteren Hand und etwa in der Mitte des Griffs

2. Führen Sie den Schläger nun so weit in den Rückschwung, bis der Schaft waagerecht zum Boden steht. Achten Sie auf zwei Punkte:

  • Halten Sie den hinteren Arm während der gesamten Bewegung möglichst lang und gestreckt.
  • Lassen Sie das Griffende ständig in Kontakt mit Ihrem Oberkörper.
Führen Sie den Schläger so weit in den Rückschwung, bis der Schaft waagerecht zum Boden steht
Führen Sie den Schläger so weit in den Rückschwung, bis der Schaft waagerecht zum Boden steht

Wiederholen Sie die Übung einige Male. Sie werden feststellen, wie diese beiden Vorgaben Arme und Oberkörper vom ersten Moment des Rückschwungs an miteinander verbinden.

Genau diese enge Verbindung bildet dabei eine wesentliche Grundlage für einen kompakten, kraftvollen und konstanten Golfschwung.

3. Von dieser Position aus löst sich der Schläger nun vom Oberkörper. Führen Sie den Rückschwung bis zum höchsten Punkt fort. Achten Sie dabei darauf, dass der hintere Arm möglichst lang und gestreckt bleibt.

Achten Sie dabei darauf, dass der hintere Arm möglichst lang und gestreckt bleibt
Achten Sie dabei darauf, dass der hintere Arm möglichst lang und gestreckt bleibt

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Verbindung aufbauen, Schritt 3

Sollten die ersten beiden Übungen aus dem Schwungtraining mit Tommy Fleetwood für Sie noch nicht den gewünschten Effekt bringen, gibt es eine weitere wirkungsvolle Möglichkeit, das Gefühl für einen Rückschwung mit einem länger gestreckten hinteren Arm zu entwickeln.

Diese Übung vermittelt Ihnen nicht nur dieselbe Armstruktur, sondern verbessert gleichzeitig das Bewegungsgefühl für die richtige Reihenfolge im Rückschwung.

Dabei leitet zunächst die Rotation des Oberkörpers die Bewegung ein und bestimmt die erste Phase des Schwungs. Erst anschließend strecken und heben die Arme den Schläger kontrolliert bis zum höchsten Punkt des Rückschwungs.

1. Nehmen Sie zunächst Ihr Set-up ein. Winkeln Sie anschließend die Arme an und legen Sie den Schläger so auf die hintere Schulter, dass er dort locker aufliegt.

Legen Sie den Schläger so auf die hintere Schulter, dass er dort locker aufliegt
Legen Sie den Schläger so auf die hintere Schulter, dass er dort locker aufliegt

2. Lassen Sie die Arme weiterhin angewinkelt. Drehen Sie nun den Oberkörper aus der Körpermitte heraus, bis Ihr oberer Rücken in Richtung Ziel zeigt.

Drehen Sie den Oberkörper aus der Körpermitte heraus, bis Ihr oberer Rücken in Richtung Ziel zeigt
Drehen Sie den Oberkörper aus der Körpermitte heraus, bis Ihr oberer Rücken in Richtung Ziel zeigt

3. Strecken Sie nun beide Arme so weit wie möglich von Ihrem Körper weg. Der hintere Arm wird sich dabei zwar leicht beugen, dennoch werden Sie ein deutlich kompakteres Schwunggefühl wahrnehmen.

Strecken Sie nun beide Arme so weit wie möglich von Ihrem Körper weg
Strecken Sie nun beide Arme so weit wie möglich von Ihrem Körper weg

Arme und Oberkörper arbeiten wesentlich harmonischer zusammen und bewegen sich als geschlossene Einheit – genau das zeichnet auch Tommy Fleetwoods Schwung aus.

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Verbindung aufbauen: Das Wichtigste im Überblick

Üben Sie die drei beschriebenen Bewegungsphasen regelmäßig und entwickeln Sie ein Gefühl für einen möglichst langen, gestreckten hinteren Arm im Rückschwung.

Denken Sie daran: Knickt der hintere Arm zu früh ein, lösen sich die Arme häufig vom Oberkörper und arbeiten zunehmend unabhängig vom Körper.

Bleibt der Arm dagegen länger gestreckt, unterstützt er die hintere Schulter dabei, sich weiter nach hinten und um den Körper zu drehen.

Dadurch verbessert sich die Rotation des Oberkörpers. Zudem bleibt die Verbindung zwischen Armen und Körper erhalten und der gesamte Schwung wirkt deutlich harmonischer.

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Fazit

Nachdem wir uns im ersten Tipp mit dem Set-up beschäftigt haben, konnten wir in diesem zweiten Teil des Schwungtrainings mit Tommy Fleetwood den Rückschwung, der die Grundlage für seinen außergewöhnlich konstanten darstellt, genauer unter die Lupe nehmen.

Im dritten Teil unserer Serie widmen wir uns dann Tommys nahezu mustergültiger Bewegung zwischen dem Ende des Rückschwungs und dem Beginn des Abschwungs, der Transition.

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