17.08.2026 | 08:20

Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Das Set-up

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 1, das Set-Up
Golftimer
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Tommy Fleetwoods 5 beste Tipps. Welche Elemente seines Schwungs Sie übernehmen können, um mehr Länge und Kontrolle in ihr eigenes Spiel zu bringen. Den Anfang macht das Set-up.


Wir alle würden den Golfschläger gerne so schwingen wie Tommy Fleetwood. Seine kompakte, kraftvolle Bewegung vermittelt den Eindruck, Golftechnik in ihrer reinsten Form zu erleben – ein Schwung, reduziert auf das Wesentliche.

Enorme Schlagkraft, ein sanfter Draw und beeindruckende Konstanz – all das vereint Fleetwood, obwohl er mit 1,80 Metern Körpergröße und knapp 76 Kilogramm Gewicht keineswegs zu den körperlich imposantesten Spielern auf der Tour gehört.

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Doch wie gelingt ihm das? Und welche Elemente seines Schwungs können ganz normale Golfer übernehmen, um mehr Länge und Kontrolle in ihr eigenes Spiel zu bringen?

Elite-Coach und YouTube-Experte Chris Ryan liefert die Antworten. „Wenn ich mir seinen Schwung anschaue, sehe ich vor allem grundlegende Prinzipien, die auch für durchschnittliche Golfer absolut erreichbar sind.“

Hier erfahren Sie, welche das sind und wie Sie sie Schritt für Schritt in Ihren eigenen Schwung integrieren.

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Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Das Set-up

Beginnen wir ganz am Anfang und werfen einen Blick auf Tommys Ansprechposition. Denn genau hier legt er den Grundstein für alles, was im weiteren Schwung folgt.

Auf den ersten Blick wirkt Tommy Fleetwoods Set-up nicht gerade lehrbuchmäßig.

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 1, das Set-Up
Schwungtraining Tommy Fleetwood: Teil 1, das Set-Up

Die Grundlagen stimmen zwar – saubere Ausrichtung, perfekte Balance, die Hüften über den Sprunggelenken und der ideale Abstand zum Ball –, doch sein oberer Rücken ist deutlich stärker gerundet, als man es aus Lehrbüchern oder selbst von vielen Tour-Pros kennt.

Fleetwoods gerundeter oberer Rücken ist für ihn eine natürliche Position. Möglicherweise hat sie sich entwickelt, weil er als Jugendlicher für sein Alter sehr groß war und sich häufig etwas nach vorne beugte.

Wie auch immer – sie hindert ihn keineswegs daran, Weltklasse-Golf zu spielen. Im Gegenteil: Man kann sogar argumentieren, dass genau diese Haltung ihm Vorteile verschafft.

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Die Herangehensweise für ein besseres Set-up

Problem „Richtige Haltung“: Viele Golfer verbinden ein korrektes Set-up mit einem geraden Rücken, weit nach hinten geschobenem Gesäß und hoch erhobenem Kinn.

Ein zu gerader Rücken mit weit nach hinten geschobenem Gesäß wirkt oft verkrampft
Ein zu gerader Rücken mit weit nach hinten geschobenem Gesäß wirkt oft verkrampft

Wer diese Vorgaben jedoch zu konsequent umsetzt, landet schnell in einer Position wie dieser – und die wirkt eher verkrampft als athletisch. Beweglichkeit und Dynamik bleiben dabei auf der Strecke.

Kraftlos statt aufgeladen

Wer nicht über außergewöhnliche athletische Fähigkeiten verfügt, kann eine derart extreme Ansprechposition während des gesamten Schwungs kaum aufrechterhalten.

Die Folge: Viele Golfer verlieren unter dieser Belastung ihre Haltung und richten sich im Rückschwung unbewusst auf. Die Position am höchsten Punkt des Rückschwungs wirkt dadurch eng, kraftlos und wenig dynamisch.

Viele Golfer verlieren unter Belastung ihre Haltung und richten sich im Rückschwung unbewusst auf
Viele Golfer verlieren unter Belastung ihre Haltung und richten sich im Rückschwung unbewusst auf

Bei einem technisch sauberen Rückschwung – wie dem von Tommy Fleetwood – ist es genau umgekehrt: Der Körper baut Spannung auf, anstatt sie zu verlieren.

Entspannt und bereit

Viele Amateurgolfer würden davon profitieren, sich Tommy Fleetwood beim Schwungtraining zum Vorbild zu nehmen.

Statt eine vermeintlich besonders „athletische“ Ansprechposition erzwingen zu wollen, ist es oft sinnvoller, mit einer etwas natürlicheren, kompakteren Haltung zu starten.

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Oft ist es sinnvoll, mit einer etwas natürlicheren, kompakteren Haltung zu starten
Oft ist es sinnvoll, mit einer etwas natürlicheren, kompakteren Haltung zu starten

Achten Sie dabei auf folgende Grundprinzipien:

  • Die Hüften befinden sich über den Sprunggelenken.
  • Das Körpergewicht ruht gleichmäßig im Bereich der Schnürsenkel beider Füße.
  • Zwischen den Oberschenkeln und dem Griffende des Schlägers bleibt etwa eine Faustbreite Platz.

Alles andere sollte sich möglichst entspannt anfühlen. Lassen Sie die obere Wirbelsäule leicht gerundet, die Schultern locker nach unten hängen und vermeiden Sie unnötige Spannung.

Ziel ist es, sich wie ein leicht zusammengedrücktes Gummiband zu fühlen – bereit, sich im Rückschwung kontrolliert zu strecken und Spannung aufzubauen.

Mit Spannung bis zum höchsten Punkt: Machen Sie einige Probeschwünge aus diesem neuen Set-up.

Schwungtraining Tommy Fleetwood: Starten Sie aus einer Position, die es dem Körper erlaubt, sich natürlich zu strecken
Starten Sie aus einer Position, die es dem Körper erlaubt, sich natürlich zu strecken

Viele wichtige Elemente eines guten Rückschwungs gelingen deutlich leichter, wenn Sie aus einer Position starten, die es dem Körper erlaubt, sich bis zum höchsten Punkt des Rückschwungs natürlich zu strecken.

Zu diesen Elementen gehören ein großer Schwungradius, die richtige Oberkörperneigung, eine volle Streckung und eine stabile Haltung.

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Zwei weitere hilfreiche Markenzeichen von Tommy Fleetwood

Griffposition: Bei den meisten Schlägen greift Tommy den Schläger nicht ganz am oberen Ende des Griffs, sondern etwas weiter unten.

Dadurch wird der Schläger zwar effektiv etwas kürzer und theoretisch lässt sich damit weniger Schlägerkopfgeschwindigkeit erzeugen.

Ein etwas kürzer gegriffener Schläger lässt sich leichter kontrollieren
Ein etwas kürzer gegriffener Schläger lässt sich leichter kontrollieren

Doch Fleetwood beweist Woche für Woche, dass ein sauber getroffener Ball diesen vermeintlichen Nachteil mehr als ausgleichen kann.

Ein etwas kürzer gegriffener Schläger lässt sich leichter kontrollieren und erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Ball im Sweet Spot zu treffen.

Probieren Sie es selbst aus – vielleicht gewinnen Sie dadurch mehr Präzision, ohne nennenswert an Länge einzubüßen.

Schaft nach vorne neigen: Tommy spielt die meisten seiner Schläge mit einer ausgeprägten Schaftneigung noch vorne.

Das bedeutet, dass sich seine Hände im Treffmoment – und bereits im Set-up – weiter vor dem Schlägerkopf befinden als bei vielen anderen Tour-Profis.

Diese Position begünstigt eine stabile Schlagfläche im Treffmoment, einen komprimierten Ballkontakt und damit einen kraftvolleren Ballflug.

Eine ausgeprägte Schaftneigung noch vorne begünstigt eine stabile Schlagfläche im Treffmoment
Eine ausgeprägte Schaftneigung noch vorne begünstigt eine stabile Schlagfläche im Treffmoment

Gleichzeitig erleichtert sie eine leichte Draw-Flugkurve. Platzieren Sie den Ball leicht vor der Mitte Ihres Standes und positionieren Sie Ihre Hände etwa auf Höhe der Innenseite des vorderen Oberschenkels.

So schaffen Sie die idealen Voraussetzungen für einen druckvolleren Treffmoment.

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Fazit

Die richtige Ansprechposition ist der Grundstein für alles, was im weiteren Schwung folgt. Deshalb ist es so wichtig, bereits hier – genau wie Tommy Fleetwood – auf eine für sich ideale Haltung zu achten.

Im zweiten Tipp unserer Serie „Schwungtraining mit Tommy Fleetwood“ werfen wir dann einen Blick darauf, wie Tommy die Grundlage für seinen außergewöhnlich konstanten Schwung bereits im Rückschwung schafft.

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