Fleetwood-Spezial: Tommy's 5 beste Tipps, Teil 4
Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Der Treffmoment
Tommy Fleetwoods 5 beste Tipps. Welche Elemente seines Schwungs Sie übernehmen können, um mehr Länge und Kontrolle in Ihr eigenes Spiel zu bringen. Im vierten Teil geht es um Fleetwoods Treffmoment.
Wir alle würden den Golfschläger gerne so schwingen wie Tommy Fleetwood. Seine kompakte, kraftvolle Bewegung vermittelt den Eindruck, Golftechnik in ihrer reinsten Form zu erleben – ein Schwung, reduziert auf das Wesentliche.
Enorme Schlagkraft, ein sanfter Draw und beeindruckende Konstanz – all das vereint Fleetwood, obwohl er mit 1,80 Metern Körpergröße und knapp 76 Kilogramm Gewicht keineswegs zu den körperlich imposantesten Spielern auf der Tour gehört.
Doch wie gelingt ihm das? Welche Elemente seines Schwungs können ganz normale Golfer übernehmen, um mehr Länge und Kontrolle in ihr eigenes Spiel zu bringen?
Elite-Coach und YouTube-Experte Chris Ryan liefert die Antworten. „Wenn ich mir seinen Schwung anschaue, sehe ich vor allem grundlegende Prinzipien, die auch für durchschnittliche Golfer absolut erreichbar sind.“
Hier erfahren Sie, welche das sind und wie Sie sie Schritt für Schritt in Ihren eigenen Schwung integrieren.
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Schwungtraining mit Tommy Fleetwood: Der Treffmoment
Wie alle herausragenden Ballstriker zeichnet sich Tommy Fleetwood im Treffmoment durch außergewöhnliche Stabilität, perfekte Balance, exzellentes Timing und eine beeindruckende Kraftübertragung aus.
Doch wie gelingt es ihm, eine derart kontrollierte und zugleich dynamische Impact-Position einzunehmen?
Betrachten wir Tommy im Treffmoment, fällt sofort ein Detail ins Auge: seine außergewöhnlich tiefe hintere Schulter.

Zwar weisen nahezu alle Spitzenspieler beim Durchschwung eine gewisse Schulterneigung auf – die vordere Schulter liegt höher, die hintere tiefer –, doch bei Fleetwood ist diese Neigung besonders ausgeprägt.
Genau dieses Bewegungsmuster trägt entscheidend dazu bei, dass er Kraft und Kontrolle auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.
Gelingt es auch Ihnen, im Treffmoment etwas mehr Schulterneigung zu erzeugen, verbessern Sie die Voraussetzungen für einen druckvolleren Ballkontakt und einen stabileren, effizienteren Schwung.
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Eine tiefe hinterer Schulter für mehr Power
Um zu verstehen, warum eine tiefere hintere Schulter im Treffmoment so wichtig ist, nehmen Sie zunächst mit einem mittleren Eisen Ihr gewohntes Set-up ein.
Greifen Sie den Schläger dabei ausschließlich mit der hinteren Hand. Legen Sie anschließend Ihre linke Hand auf die hintere Schulter.
Hintere Schulter tief …
Drehen Sie nun die hintere Schulter nach unten unter Ihr Kinn.
Die hintere Hand wird dadurch nach vorne geführt, wodurch automatisch mehr Schaftneigung entsteht und der Loft des Schlägers im Treffmoment reduziert wird.

Die hier gezeigte Position ist bewusst etwas übertrieben, dennoch verdeutlicht sie, warum eine tiefere hintere Schulter einen druckvollen Ballkontakt und einen kraftvolleren Treffmoment begünstigt.
Hintere Schulter hoch …
Zum Vergleich heben Sie nun die hintere Schulter bewusst an.
Dadurch wird die hintere Hand nach hinten gezogen, der Schaft kippt rückwärts und der Loft der Schlagfläche nimmt zu.

Die Folge ist ein steilerer, eher aufwärts gerichteter Eintreffwinkel und eine deutlich schwächere Impact-Position.
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Eine tiefere hintere Schulter für mehr Präzision
Wir haben besprochen, weshalb eine tiefere hintere Schulter, wie sie Toursieger Tommy Fleetwood perfektioniert hat, zu mehr Druck im Treffmoment und damit zu mehr Schlagkraft beiträgt.
Doch diese Bewegung bietet noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie erleichtert einen geraderen und konstanteren Ballflug.
Die folgende Übung ist hervorragend geeignet, um genau dieses Bewegungsmuster dauerhaft in den eigenen Golfschwung zu integrieren.
Parallele Linien …
Legen Sie einen Ausrichtungsstab oder einen Schaft an die Innenseite des Balls und richten Sie ihn auf Ihr Ziel aus.
Nehmen Sie anschließend Ihre Ansprechposition ein und legen Sie einen zweiten Schläger quer über Ihre Schultern.

Richten Sie Ihre Schultern möglichst parallel zum Ausrichtungsstab auf dem Boden aus, sodass beide Linien zueinander parallel verlaufen.
Konzentrieren Sie sich nun auf das Griffende des Schlägers, der auf Ihren Schultern liegt. Es zeigt zunächst hinter Ihren Körper.
Auf der Innenbahn …
Drehen Sie nun den Oberkörper wie im Durchschwung weiter, während der Schläger auf den Schultern liegen bleibt.
Achten Sie darauf, dass das Griffende des Schlägers innerhalb der Ziellinie verläuft – also auf der Innenseite des Ausrichtungsstabs auf den Boden zeigt.

Das erreichen Sie nur, wenn sich die hintere Schulter aktiv nach unten bewegt. Mit dieser Übung trainieren Sie einen Schwungpfad von innen an den Ball.
Gleichzeitig bleibt der Schläger auf der Schwungebene und wird kontrolliert entlang der Ziellinie durch den Treffmoment geführt – eines der Merkmale, die Tommy‘s Ballstriking so konstant und präzise machen.
Von außen …
Betrachten wir nun die gegenteilige, schlechte, Bewegung.
Drehen Sie den Oberkörper erneut in Richtung Ziel, lassen Sie aber die hintere Schulter bewusst oben.

klassische „Over-the-Top“-Bewegung
Das Griffende des Schlägers zeigt nun deutlich außerhalb des Ausrichtungsstabs.
Genau so entsteht die klassische „Over-the-Top“-Bewegung: Der Schläger kommt von außen an den Ball, verlässt den idealen Schwungpfad und führt häufig zu Pulls oder Slices.
Während eine tiefere hintere Schulter vor allem für mehr Druck und Schlagkraft sorgt, ist ihr Einfluss auf den Schwungpfad und damit auf die Präzision bei Hölzern und dem Driver mindestens ebenso wichtig.
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So entwickeln Sie eine tiefe hintere Schulter
Die Übung mit dem quer über den Schultern liegenden Schläger ist eine hervorragende Möglichkeit, die richtige Schulterbewegung zu trainieren.
Ziel ist es, die hintere Schulter stärker nach unten als nach außen rotieren zu lassen.
Wie ausgeprägt diese Schulterneigung im Treffmoment ist, hängt jedoch auch vom Zeitpunkt der Schlägerfreigabe (Release) ab.
Vereinfacht gesagt führt ein zu frühes Release häufig dazu, dass die hintere Schulter oben bleibt und der Treffmoment an Stabilität und Kraft verliert.
Erfolgt das Release dagegen später, wird die hintere Schulter förmlich nach unten gezogen und unterstützt die druckvolle, kompakte Impact- Position, die Tommy Fleetwood auszeichnet.
Die folgende Übung hilft Ihnen dabei, genau dieses Bewegungsmuster zu entwickeln.
Trainieren Sie einen späteren Release
Nehmen Sie zunächst ein mittleres Eisen und greifen Sie den Schläger nicht am Griff, sondern etwa mittig am Stahlschaft.

Gehen Sie anschließend in die sogenannte Delivery-Position: Der Schaft verläuft dabei parallel zur Ball-Ziel- Linie, während das Griffende ungefähr auf Ihr Ziel zeigt.
Aus dieser Position schwingen Sie kontrolliert durch und lassen den Schläger frei rotieren (Release).
Dabei berührt das Griffende des Schlägers schließlich Ihre vordere Körperseite.
Entscheidend ist dabei nicht ob, sondern wann dieser Kontakt entsteht – genau darauf sollten Sie bei der Übung besonders achten.
Früher Release: Erfolgt das Release zu früh, berührt das Griffende bereits sehr früh die vordere Körperseite.

Die Folge: Die hintere Schulter bleibt vergleichsweise hoch und die Impact-Position verliert an Stabilität und Kraft.
Achten Sie auch darauf, dass der Oberkörper in dieser Position noch hinter dem imaginären Ball ausgerichtet ist.
Später Release: Erfolgt das Release dagegen später – in diesem Beispiel befindet sich der Schläger bereits deutlich nach dem Treffmoment, bevor das Griffende die Körperseite berührt –, bewegt sich die hintere Schulter weiter nach unten.

Dadurch entsteht eine wesentlich kraftvollere Impact-Position.
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Fazit
Nachdem wir uns im dritten Tipp mit der Transition beschäftigt haben, konnten wir in diesem Teil des Schwungtrainings mit Tommy Fleetwood herausarbeiten, warum eine tiefere hintere Schulter im Treffmoment so wichtig ist.
Im nächsten und letzten Teil unserer Serie betrachten wir dann Tommy’s wirklich unverwechselbares Finish. Denn wenn es ein Markenzeichen in seinem Golfschwung gibt, dann ist es die charakteristische Endposition mit den weit ausgestreckten Armen.
