2. Tag: Afternoon Fourballs: Europa 8:8 USA
Solheim Cup 2026: USA schlagen bei den Fourballs zurück
Team USA meldet sich beim Solheim Cup 2026 bei den Fourballs eindrucksvoll zurück. Nachdem Europa die Morning Foursomes in Bernardus Golf mit 3:1 gewonnen und sich erstmals auf 7:5 abgesetzt hatte, drehen die Titelverteidigerinnen am Samstagnachmittag den Spieß um. Die USA entscheiden die Fourballs ebenfalls mit 3:1 für sich und gleichen zum 8:8 aus.
Am Samstagvormittag hatte es noch danach ausgesehen, als könne Europa erstmals entscheidend davonziehen. Drei der vier Foursomes gingen an das Team von Kapitänin Anna Nordqvist, aus dem 4:4 nach dem ersten Tag wurde eine 7:5-Führung.
Doch Angela Stanford reagierte. Die Kapitänin des Solheim Cup 2026 von Team USA veränderte ihre Paarungen für die Fourballs komplett und stellte vier neue Kombinationen zusammen. Besonders bemerkenswert: Nelly Korda erhielt eine Pause. Die Nummer eins der Welt hatte an den ersten drei Sessions teilgenommen und blieb am Samstagnachmittag draußen.
Nordqvist setzte dagegen teilweise auf Kontinuität. Vor allem an Charley Hull und Lottie Woad hielt die europäische Kapitänin fest. Das englische Duo hatte in den ersten drei Sessions allerdings nur einen halben Punkt geholt.
Die unterschiedlichen Ansätze sollten den Nachmittag prägen.
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Solheim Cup 2026: Fourballs – Stark und Grant bleiben perfekt
Das erste Match gehörte Maja Stark und Linn Grant. Die beiden Schwedinnen hatten ihre Foursomes am Freitag gewonnen und am Samstagmorgen mit ihrem Erfolg gegen Nelly Korda und Allisen Corpuz deren zuvor makellose gemeinsame Bilanz beendet.
Nordqvist schickte sie deshalb auch im Fourball gemeinsam auf den Platz. Gegenüber standen Megan Khang und Lauren Coughlin – zwei Spielerinnen, die bis dahin ebenfalls zu den stärksten Kräften der Amerikanerinnen gehört hatten.
Der Auftakt hätte für Europa kaum spektakulärer sein können. Bereits auf der 1 schlug Stark ihren zweiten Schlag auf dem Par 4 direkt ins Loch. Eagle – und sofort die europäische Führung.
Doch Khang und Coughlin reagierten. Die Amerikanerinnen gewannen die Löcher 3 und 4 und drehten das Match. Nach zehn Bahnen lag Team USA weiterhin 1 up.
Dann begann die entscheidende Phase der beiden Schwedinnen. Drei Löcher verändern das Match. Grant gewann die 11 und 12 jeweils mit Birdies. Stark legte auf der 13 nach. Innerhalb von drei Löchern war aus dem Rückstand eine 2-up-Führung für Europa geworden.
Die Amerikanerinnen blieben dennoch gefährlich. Auf dem Par 3 der 15 lagen beide US-Spielerinnen aussichtsreich zum Birdie. Stark stand dagegen vor einem langen, stark brechenden Putt von rund 30 Fuß. Die Schwedin lochte.
Das geteilte Loch war in dieser Situation beinahe so wertvoll wie ein gewonnenes. Europa blieb zwei Bahnen vorne und hatte nur noch drei Löcher zu spielen. Coughlin verkürzte mit einem Birdie auf dem Par 5 der 16 noch einmal. Doch Stark antwortete unmittelbar.
Auf der 17 verwandelte sie aus rund 15 Fuß den entscheidenden Putt. 2&1 für Stark und Grant.
Europa führte damit insgesamt 8:5.
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Solheim Cup 2026: Fourballs – Team USA – drei Matches, drei Siege
Für Stark und Grant bedeutete der Erfolg zugleich eine bemerkenswerte persönliche Bilanz. Drei gemeinsame Einsätze, drei Siege. Am Freitag hatten sie Jennifer Kupcho und Rose Zhang im Foursome geschlagen. Am Samstagmorgen folgte der Erfolg gegen Korda und Corpuz. Wenige Stunden später gewannen sie auch im Fourball.
Damit waren die beiden Schwedinnen nach drei gemeinsamen Matches noch ohne Punktverlust. Zugleich beendeten sie zwei bemerkenswerte amerikanische Serien: Für Coughlin war es die erste Niederlage ihrer Solheim-Cup-Karriere, Khang verlor erstmals nach neun ungeschlagenen Matches wieder eine Partie.
Europas Vorsprung war auf drei Punkte angewachsen. Doch es sollte der letzte europäische Punkt des Nachmittags bleiben.
Im zweiten Match vertraute Nordqvist erneut auf Charley Hull und Lottie Woad. Die Entscheidung war durchaus mutig. Das englische Duo hatte am Freitagmorgen gegen Korda und Corpuz verloren, am Nachmittag nach zwischenzeitlicher 3-up-Führung nur geteilt und am Samstagvormittag gegen Alison Lee und Coughlin deutlich mit 6&5 verloren.
Trotzdem erhielten Hull und Woad einen vierten gemeinsamen Einsatz. Auf amerikanischer Seite standen Yealimi Noh und Andrea Lee.
Vor allem Noh erwischte einen starken Start. Mit einem Eagle und vier Birdies auf den ersten neun Löchern trug sie entscheidend dazu bei, dass die Amerikanerinnen nach der ersten Hälfte zwei Bahnen vorne lagen. Hull und Woad liefen erneut einem Rückstand hinterher.
Nach dem Turn gelang Europa zunächst der Anschluss
Doch Andrea Lee gewann die 13 mit einem Birdie und brachte die USA wieder 2 up. Auf der 15 konterte Woad Lees Birdie und hielt Europa im Match.
Noch wichtiger wurde ihr Putt auf der 17. Woad musste lochen, um die Partie überhaupt auf die letzte Bahn zu bringen – und verwandelte. Damit ging es auf die anspruchsvolle 18.
Europa brauchte ein Birdie, um noch einen halben Punkt zu retten. Hulls Abschlag landete jedoch im Wasser. Woad blieb als letzte realistische Chance ein Birdie-Putt aus rund 20 Fuß. Er fiel nicht.
Noh sicherte mit Par den amerikanischen Punkt. Der Gesamtstand verkürzte sich auf 8:6.
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Historisch – aber anders als erhofft
Für Hull und Woad endeten die vier Team-Sessions damit mit einer ungewöhnlichen Statistik. Das englische Duo hatte alle vier Sessions gemeinsam bestritten, aber keinen einzigen vollen Punkt geholt. Die Bilanz: 0 Siege, 3 Niederlagen, 1 geteiltes Match.
Damit wurden Hull und Woad zur ersten Paarung in der Geschichte des Solheim Cups, die gemeinsam alle vier Team-Sessions spielte, ohne wenigstens einen vollen Punkt zu gewinnen. Gerade angesichts der individuellen Klasse beider Spielerinnen war das eine der überraschendsten Entwicklungen der ersten beiden Tage.
Für Nordqvist stellte sich zugleich die Frage, ob das lange Festhalten an der Paarung Europa einen möglichen größeren Vorsprung gekostet hatte. Auch im dritten Match änderte Nordqvist ihre Strategie.
Nastasia Nadaud hatte bis dahin gemeinsam mit Mimi Rhodes zwei Matches bestritten – und beide gewonnen. Die beiden Rookies hatten am Freitag im Fourball überzeugt und am Samstagmorgen auch ihr Foursome für sich entschieden. Trotz der makellosen Bilanz trennte Nordqvist die Paarung.
Rhodes erhielt eine Pause, Nadaud ging gemeinsam mit Leona Maguire auf den Platz. Die Amerikanerinnen stellten Rose Zhang und Auston Kim dagegen. Beide warteten zu diesem Zeitpunkt noch auf ihren ersten Punkt des Wettbewerbs.
Das änderte sich schnell
Zhang und Kim gewannen die Löcher 3, 4 und 5 und gingen früh 3 up. Europa musste reagieren. Maguire übernahm dabei zunehmend Verantwortung. Die Irin verkürzte den Rückstand und sorgte dafür, dass Europa zur Halbzeit nur noch eine Bahn hinten lag.
Auf der kurzen, drivebaren 8 gelang ihr einer der Schläge der Session. Maguire chippte zum Eagle ein und brachte das Match wieder in Reichweite. Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Nach der Wende legten die Amerikanerinnen erneut zu.
Zhang spielte auf dem Par 5 der 10 ein Eagle, gewann anschließend auch die 11 mit Birdie und auf der 12 wurde Kim ein weiterer Birdie zugestanden. Innerhalb von drei Löchern hatten Zhang und Kim die europäische Aufholjagd gestoppt. Auf der 15 verwandelte Zhang schließlich aus rund sieben Fuß zum Birdie und beendete die Partie.
Nur noch 8:7 für Europa.
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Alles hängt am letzten Match
Damit konzentrierte sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die letzte Partie. Carlota Ciganda und Céline Boutier gegen Jennifer Kupcho und Lindy Duncan.
Für Europa ging es darum, wenigstens mit einer Führung in die Singles zu gehen. Für die USA bestand plötzlich die Chance, den gesamten Rückstand aus den Morning Foursomes noch am selben Nachmittag zu neutralisieren.
Ciganda hatte bereits am Freitag gezeigt, wie sehr ihr diese Situationen liegen. Auf der 18 hatte sie gegen Nelly Korda und Lauren Coughlin einen wichtigen Par-Putt gelocht und damit einen halben Punkt für Europa gerettet.
Auch diesmal übernahm die Spanierin die Hauptrolle. Europa lag nach sieben Löchern 2 up. Doch Kupcho und Duncan arbeiteten sich zurück. Kupcho gewann die 8 mit Birdie, Duncan glich auf der 12 aus. All square.
Jetzt begann Ciganda ihre stärkste Phase. Die Spanierin lochte auf der 13 ihr fünftes Birdie des Tages und legte auf der 14 unmittelbar nach. Europa war wieder 2 up. Bernardus wurde laut. Ciganda reagierte emotional, ließ nach ihrem Birdie auf der 14 den Putter fallen und feierte mit den europäischen Fans.
Noch vier Löcher
Ein europäischer Punkt schien greifbar. Doch dann kam die 15. Das Par 3 mit Wasser vor und neben dem Grün hatte während der Woche bereits mehrfach entscheidend in Matches eingegriffen. Diesmal traf es Europa doppelt. Sowohl Ciganda als auch Boutier fanden das Wasser.
Die USA mussten das Loch praktisch nur noch verwalten und verkürzten auf 1 down. Auf dem Par 5 der 16 folgten Birdies auf beiden Seiten. Europa blieb eine Bahn vorne. Damit ging es auf die 17.
Und eigentlich sah die Situation hervorragend für Ciganda und Boutier aus. Beide Europäerinnen lagen innerhalb von zehn Fuß zur Fahne. Kupcho dagegen befand sich außerhalb des Grüns – rund 91 Fuß vom Loch entfernt.
Der wahrscheinlichste Ausgang schien ein europäischer Lochgewinn und damit das Ende des Matches zu sein. Dann schlug Kupcho einen der spektakulärsten Putts des gesamten Solheim Cup aus rund 30 Metern. Kupcho gab dem Ball einen kräftigen Push, er rollte über das Grün, nahm das Break an, näherte sich dem Loch – und fiel zum Birdie.
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Solheim Cup 2026: Fourballs – Team USA feiert
Das amerikanische Team explodierte förmlich. Spielerinnen, Caddies und Betreuer feierten hinter dem Grün, während Europa plötzlich unter maximalem Druck stand. Ciganda und Boutier hatten dennoch beide die Chance, das Match bereits dort zu gewinnen. Beide verfehlten jedoch ihre Birdie-Putts und das Loch wurde geteilt.
Und aus der europäischen 1-up-Führung wurde vor der 18 ein All Square. Die letzte Bahn von Bernardus hatte bereits am Freitag für Drama gesorgt. Nun wurde sie erneut zur Bühne.
LET-Siegerin Ciganda hatte einen Birdie-Putt aus rund 30 Fuß, konnte ihn aber nicht verwandeln. Damit hatten die Amerikanerinnen die Chance, aus einem Match, das wenige Minuten zuvor praktisch verloren schien, noch einen ganzen Punkt zu holen. Duncan verfehlte, doch Kupcho lochte aus rund acht Metern zum Birdie.
Ciganda/Boutier – Kupcho/Duncan: 1 down. Innerhalb von zwei Löchern hatte Kupcho das Match komplett gedreht.
Von 8:5 zu 8:8
Die Bedeutung dieses Putts ging weit über einen einzelnen Punkt hinaus. Nach dem Sieg von Stark und Grant hatte Europa zwischenzeitlich 8:5 geführt. Nur drei Matches später war der gesamte Vorsprung verschwunden. Noh und Andrea Lee hatten Hull und Woad geschlagen. Zhang und Kim hatten Maguire und Nadaud bezwungen. Kupcho und Duncan vollendeten den Konter von Team USA beim Solheim Cup 2026.
Drei Punkte in Folge für Team USA. Aus 8:5 wurde 8:8.
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Solheim Cup 2026 – Samstag Fourballs
- Maja Stark/Linn Grant (EUR) – Megan Khang/Lauren Coughlin (USA) 2&1
- Lottie Woad/Charley Hull (EUR) – Yealimi Noh/Andrea Lee (USA) 1 down
- Leona Maguire/Nastasia Nadaud (EUR) – Rose Zhang/Auston Kim (USA) 3&2
- Carlota Ciganda/Céline Boutier (EUR) – Jennifer Kupcho/Lindy Duncan (USA) 1 down
Fourballs: Europa 1:3 USA
Zwischenstand nach dem Samstag: Europa 8:8 USA
