09.09.2026 | 09:12

Team USA gewinnt PING Junior Solheim Cup 2026

Team USA gewinnt den PING Junior Solheim Cup 2026 (Foto: LET)
Golftimer
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Team USA gewinnt den PING Junior Solheim Cup 2026 in Bernardus Golf mit 13:11 gegen Europa. Nach einem nahezu perfekten ersten Tag der Amerikanerinnen startet das Team von Kapitänin Anne van Dam in den Einzeln eine spektakuläre Aufholjagd – jedoch zu spät …


Die 14. Austragung des PING Junior Solheim Cup fand am 7. und 8. September in Bernardus Golf in Cromvoirt in den Niederlanden statt. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs spielten die Juniorinnen auf demselben Course, auf dem wenige Tage später auch der Solheim Cup ausgetragen wird.

Der Wettbewerb richtet sich an die besten Amateurspielerinnen Europas und der USA im Alter von 12 bis 18 Jahren. Gespielt wurde über zwei Tage: Am Montag standen sechs Foursomes und sechs Fourballs auf dem Programm, am Dienstag folgten zwölf Einzel. Insgesamt wurden damit 24 Punkte vergeben.

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Europa wurde von der Niederländerin Anne van Dam angeführt. Die fünffache LET-Siegerin kennt den Wettbewerb aus eigener Erfahrung: 2013 spielte sie selbst im PING Junior Solheim Cup, sechs Jahre später gehörte sie beim Solheim Cup in Gleneagles zum siegreichen europäischen Team.

Unterstützt wurde van Dam von der Engländerin Bronte Law, die ebenfalls 2013 im Juniorenteam stand und 2019 gemeinsam mit van Dam den Solheim Cup gewann.

Auf amerikanischer Seite übernahm Morgan Pressel das Kapitänsamt. Auch die Major-Siegerin hatte den klassischen Weg vom Junior Solheim Cup zum Solheim Cup genommen. Pressel spielte 2002 und 2005 im Nachwuchswettbewerb und blieb dabei mit einer Bilanz von 4-0-2 ungeschlagen. Später folgten sechs Solheim-Cup-Teilnahmen zwischen 2007 und 2019.

+++Zum Thema: Bernardus Golf: Bühne des Solheim Cup 2026+++

PING Junior Solheim Cup 2026: Zwei Deutsche im Team Europe

Aus deutscher Sicht war bereits die Nominierung bemerkenswert. Mit Lena Geier vom Golf Resort Bad Griesbach und Sofia Maier-Borst vom Golf Club St. Leon-Rot schafften gleich zwei deutsche Spielerinnen den Sprung in die europäische Auswahl. Beide benötigten dafür keinen Captain’s Pick, sondern qualifizierten sich direkt über das europäische Ranking.

Neben Geier und Maier-Borst qualifizierten sich Anna Ludvová aus Tschechien, Adriana García Terol aus Spanien, Lauren Crump aus England und Lana Guyot aus der Schweiz automatisch.

Van Dams sechs Captain’s Picks gingen an die Französinnen Axelle Guillemard und Alice Kong, die Spanierinnen Carlota López Minguela, Marta Muñoz und Carolina Pérez-Tasso sowie die Engländerin Annabel Peaford. Damit waren sechs Nationen im europäischen Team vertreten.

Team Europe:

  • Anna Ludvová (Tschechien)
  • Adriana García Terol (Spanien)
  • Lena Geier (Deutschland)
  • Sofia Maier-Borst (Deutschland)
  • Lauren Crump (England)
  • Lana Guyot (Schweiz)
  • Axelle Guillemard (Frankreich)
  • Alice Kong (Frankreich)
  • Carlota López Minguela (Spanien)
  • Marta Muñoz (Spanien)
  • Annabel Peaford (England)
  • Carolina Pérez-Tasso (Spanien)

+++Zum Thema: Solheim Cup 2026: Team USA+++

Talley führt starkes US-Team an

Bei den Amerikanerinnen qualifizierten sich Asterisk Talley, Amelie Zalsman, Eliana Saga, Lily Peng, Anna Fang, Honorine Ferry, Kelly Zhang und Grace Carter über die Rolex AJGA Rankings. Morgan Pressel ergänzte ihr Team mit den vier Captain’s Picks Madeleine Conser, Iris Lee, Amber Lee und Aubrey Hilgers.

Besondere Aufmerksamkeit galt Asterisk Talley. Die Kalifornierin kam als U.S. Women’s Amateur Champion nach Bernardus und verfügte zudem bereits über Erfahrung aus früheren PING Junior Solheim Cups.

Team USA:

  • Asterisk Talley
  • Amelie Zalsman
  • Eliana Saga
  • Lily Peng
  • Anna Fang
  • Honorine Ferry
  • Kelly Zhang
  • Grace Carter
  • Madeleine Conser
  • Iris Lee
  • Amber Lee
  • Aubrey Hilgers

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Foursomes: USA gewinnen fünf von sechs Matches

Schon die erste Session brachte Europa in erhebliche Schwierigkeiten. Die USA gewannen die Foursomes mit 5:1. Dabei fiel die Entscheidung mehrfach erst auf den letzten Löchern – genau dort präsentierten sich die Amerikanerinnen besonders abgeklärt.

Talley und Zalsman setzten mit einem deutlichen 6&4 gegen Alice Kong und Axelle Guillemard das erste Ausrufezeichen. Eliana Saga und Kelly Zhang bezwangen Lauren Crump und Annabel Peaford 1auf, Grace Carter und Iris Lee setzten sich 2auf gegen Adriana García Terol und Carolina Pérez-Tasso durch. Aubrey Hilgers und Madeleine Conser gewannen 4&3 gegen Carlota López Minguela und Marta Muñoz.

Europas einziger Punkt kam von Anna Ludvová und Lana Guyot. Das tschechisch-schweizerische Duo bezwang Anna Fang und Lily Peng mit 2&1.

Geier und Maier-Borst verlieren erst an der 18

Die beiden Deutschen bildeten bereits am Vormittag ein Duo. Im Foursome trafen Geier und Maier-Borst auf Honorine Ferry und Amber Lee – und lieferten eines der engsten Matches der Session.

Europa ging auf Loch 3 mit Birdie in Führung, ehe drei amerikanische Birdies in Folge das Match drehten. Mit zwei Löchern Rückstand ging es für die Deutschen auf die Back Nine. Dort kämpften sie sich zurück, glichen aus und übernahmen zwischenzeitlich sogar wieder die Führung. Nach 16 Löchern stand das Match erneut All Square.

Die Entscheidung fiel tatsächlich erst auf der 18. Dort verfehlte das deutsche Duo erstmals im gesamten Match ein Grün in Regulation. Maier-Borsts Annäherung landete anschließend zwar noch rund zweieinhalb Meter neben der Fahne, der Par-Putt fiel jedoch nicht. Ferry und Lee reichte das Par zum 1auf-Sieg.

Für Geier und Maier-Borst war es eine Niederlage, die angesichts des Spielverlaufs besonders schmerzte. Gleichzeitig hatten beide gezeigt, dass sie mit der amerikanischen Spitze mithalten konnten.

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Auch die Fourballs gehen klar an die USA

Am Nachmittag änderte sich das Bild kaum. Die USA gewannen auch die Fourballs deutlich mit 4,5:1,5.

Lauren Crump und Annabel Peaford holten gegen Anna Fang und Asterisk Talley immerhin ein Unentschieden. Den einzigen vollen europäischen Punkt gewannen Adriana García Terol und Carolina Pérez-Tasso mit 4&3 gegen Lily Peng und Amelie Zalsman.

Die übrigen Matches gingen an die USA. Iris Lee und Kelly Zhang bezwangen Alice Kong und Axelle Guillemard 3&2, Eliana Saga und Grace Carter siegten 2&1 gegen Carlota López Minguela und Marta Muñoz, Honorine Ferry und Amber Lee setzten sich ebenfalls 2&1 gegen Anna Ludvová und Lana Guyot durch.

Deutsches Duo unterliegt deutlich

Geier und Maier-Borst traten auch im Fourball gemeinsam an, diesmal gegen Aubrey Hilgers und Madeleine Conser. Anders als am Vormittag konnten die beiden Deutschen das Match nicht bis auf die Schlusslöcher offenhalten.

Nach elf Bahnen lagen Geier und Maier-Borst bereits fünf Löcher zurück. Zwar verkürzten sie noch einmal, auf dem 15. Grün stand der 5&3-Erfolg der Amerikanerinnen jedoch fest. Vor allem bei der Verwertung der Birdie-Chancen war das US-Duo an diesem Nachmittag effizienter.

Damit endete der erste Tag mit einem ernüchternden Zwischenstand: USA 9,5 – Europa 2,5. Die Amerikanerinnen hatten die Foursomes mit 5:1 und die Fourballs mit 4,5:1,5 gewonnen.

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PING Junior Solheim Cup 2026: Europa braucht ein Golfwunder

Die Ausgangslage vor den Einzeln war damit eindeutig. Europa benötigte zehn der zwölf möglichen Punkte, um den PING Junior Solheim Cup noch zu gewinnen. Angesichts der Qualität des amerikanischen Teams erschien diese Aufgabe nahezu unmöglich.

Doch am Dienstagmorgen entwickelte sich eine Dynamik, die den gesamten Wettbewerb noch einmal veränderte.

Über weite Strecken färbte sich das Leaderboard blau. Europa ging in zahlreichen Matches früh in Führung, die Zuschauer auf Bernardus wurden zunehmend lauter – und aus einer vermeintlich entschiedenen Begegnung wurde plötzlich wieder ein echter Wettkampf.

Lena Geier dreht auf

Lena Geier bekam es im Einzel erneut mit Aubrey Hilgers zu tun. Diesmal erwischte die Deutsche den deutlich besseren Start und ging mit zwei frühen Birdies in Führung. Hilgers verkürzte auf der fünften Bahn.

Auf der Back Nine wurde das Duell noch einmal eng. Geier gewann die 11 mit Birdie, doch Hilgers konterte auf den beiden folgenden Löchern und stellte das Match wieder auf All Square.

Die entscheidende Phase gehörte anschließend der Deutschen. Auf Loch 15 profitierte sie von einem Bogey ihrer Gegnerin. Einen Schlag später folgte der Höhepunkt ihres Matches: Eagle an der 16, 2auf für Geier. Hilgers verkürzte auf der 17 noch einmal, sodass die Deutsche mit einem Loch Vorsprung auf die 18 ging. Dort blieb sie stabil, gewann das Schlussloch und damit das Match 2auf.

Nach zwei Niederlagen gemeinsam mit Maier-Borst am ersten Tag war der erste deutsche Punkt perfekt.

Sofia Maier-Borst bezwingt Amelie Zalsman

Wenig später legte Sofia Maier-Borst nach. Ihre Gegnerin Amelie Zalsman ging mit einem Birdie auf der ersten Bahn sofort in Führung, doch Maier-Borst reagierte unmittelbar und drehte das Match.

Zalsman glich auf Loch 7 noch einmal aus. Auch danach blieb die Begegnung eng. Die Amerikanerin gewann die 10, Maier-Borst antwortete auf der 11. An der 12 teilten beide das Loch mit Birdie, und auch das anspruchsvolle 15. Loch brachte noch keine Vorentscheidung.

Dann setzte die Deutsche den entscheidenden Treffer. Mit einem Birdie an der 16 erhöhte sie auf 2auf. Ein geteiltes 17. Loch bedeutete anschließend den 2&1-Sieg und damit den zweiten deutschen Einzelpunkt des Tages.

Gerade aus deutscher Sicht bekam der Junior Solheim Cup damit noch ein versöhnliches Ende: Geier und Maier-Borst hatten ihre ersten beiden gemeinsamen Matches verloren, beantworteten diese Enttäuschung jedoch mit zwei Siegen in den Einzeln.

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PING Junior Solheim Cup 2026: Europa gewinnt acht Einzel

Und die beiden Deutschen waren Teil einer außergewöhnlichen europäischen Serie. Annabel Peaford setzte sich 1auf gegen Asterisk Talley durch.

Lauren Crump schlug Amber Lee 3&2, Anna Ludvová gewann 2&1 gegen Grace Carter, Axelle Guillemard besiegte Honorine Ferry 3&2 und Carlota López Minguela setzte sich ebenfalls 3&2 gegen Iris Lee durch. Alice Kong gewann ihr Match gegen Lily Peng 1auf. Marta Muñoz teilte ihr Einzel mit Anna Fang.

Zusammen mit den Siegen von Geier und Maier-Borst bedeutete das 8,5 Punkte aus zwölf Einzeln für Europa.

Die USA holten ihre vollen Punkte durch Eliana Saga, die Adriana García Terol 4&3 bezwang, Madeleine Conser mit einem 5&4 gegen Lana Guyot sowie Kelly Zhang. Zhang setzte sich 2auf gegen Carolina Pérez-Tasso durch – und ihr Punkt stellte schließlich sicher, dass der Cup in amerikanischem Besitz blieb.

Das Wunder bleibt aus

Europa hatte aus einem 2,5:9,5 beinahe noch einen historischen Comeback-Sieg gemacht. Zehn der zwölf Einzel erreichten mindestens das 16. Loch, fünf Matches gingen bis auf die 18. Doch trotz des 8,5:3,5 in der abschließenden Session reichte es nicht mehr.

PING Junior Solheim Cup 2026 – Endstand: USA 13 – Europa 11.

Die Grundlage für den amerikanischen Erfolg war damit eindeutig der erste Tag. In den beiden Team-Sessions holten die USA neun der zwölf Matches ganz oder teilweise und bauten einen Vorsprung auf, der selbst Europas beeindruckende Reaktion in den Einzeln überstand.

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