07.09.2026 | 09:50

Solheim Cup 2026: Europas Mission Heimsieg

Das Team USA triumphiert beim Solheim Cup 2024 (Foto: Picture Alliance)
Golftimer
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Der Solheim Cup kommt 2026 erstmals in die Niederlande. Vom 11. bis 13. September 2026 trifft Team Europe im Bernardus Golf auf Titelverteidiger USA. Anna Nordqvist und Angela Stanford führen zwei Teams an, in denen Erfahrung auf eine bemerkenswert starke neue Generation trifft.


Es ist die 20. Ausgabe eines Wettbewerbs, der längst zu den wichtigsten Terminen im internationalen Frauengolf zählt. Wenn Europa und die USA vom 11. bis 13. September 2026 beim Solheim Cup aufeinandertreffen, wird dabei gleich mehrfach Geschichte geschrieben.

Erstmals sind die Niederlande Gastgeber des prestigeträchtigen Teamduells, erstmals wird Bernardus Golf in Cromvoirt nahe ’s-Hertogenbosch zur großen Matchplay-Arena.

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Der Solheim Cup wurde 1990 erstmals ausgetragen und trägt den Namen von Karsten und Louise Solheim. Karsten Solheim, Gründer des Golfartikelherstellers PING, gehörte gemeinsam mit seiner Frau zu den treibenden Kräften hinter der Entstehung des Wettbewerbs.

Das Prinzip orientiert sich am Ryder Cup: Zwölf Spielerinnen aus Europa treten gegen zwölf US-Amerikanerinnen an. Gespielt werden insgesamt 28 Matches.

Am Freitag und Samstag stehen jeweils vier Foursomes und vier Fourballs auf dem Programm, ehe am Sonntag alle 24 Spielerinnen in zwölf Einzeln antreten. Ein Sieg bringt einen Punkt, ein geteiltes Match jeweils einen halben.

14,5 Punkte bedeuten den Sieg. Bei einem 14:14 behält der Titelverteidiger den Cup – 2026 wäre das Team USA.

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Solheim Cup 2026: Die USA kommen als Titelverteidiger

Der Blick zurück erklärt einen Teil der besonderen Ausgangslage. Die USA führen die Gesamtbilanz vor der 20. Austragung mit 11 Siegen, sieben Niederlagen und einem Unentschieden an.

Zuletzt war das Duell jedoch bemerkenswert ausgeglichen. Europa gewann 2019 in Gleneagles mit 14,5:13,5 und verteidigte den Cup 2021 mit einem 15:13 beim Auswärtsspiel im Inverness Club in Ohio. 2023 folgte in Finca Cortesín in Spanien das erste Unentschieden der Solheim-Cup-Geschichte. Das 14:14 genügte Europa zur Titelverteidigung.

2024 schlugen die Amerikanerinnen zurück. Im Robert Trent Jones Golf Club in Virginia setzte sich Team USA mit 15,5:12,5 durch und holte den Cup erstmals seit 2017 zurück. Den entscheidenden Moment lieferte Lilia Vu mit einem Birdie auf der 18.

Damit reist Amerika 2026 als Titelverteidiger nach Europa – hat dort allerdings seit dem dramatischen 14,5:13,5-Erfolg 2015 im Golf Club St. Leon-Rot nicht mehr gewonnen.

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Bernardus: jung, modern und strategisch

Der Austragungsort unterscheidet sich deutlich von vielen traditionsreichen Solheim-Cup-Bühnen der Vergangenheit. Bernardus Golf wurde erst 2018 eröffnet.

Der Championship Course stammt aus der Feder des amerikanischen Golfplatzarchitekten Kyle Phillips, der unter anderem auch Kingsbarns Golf Links in Schottland und Yas Links in Abu Dhabi entworfen hat.

Der Platz besitzt einen ausgeprägten Heathland-Charakter. Heideflächen, strategisch platzierte Bunker, Wasserhindernisse, feste Fairways und stark modellierte Grünumfelder sorgen dafür, dass nicht allein Länge gefragt ist.

Gerade im Matchplay dürften Winkel, Fahnenpositionen und die Bereitschaft zum Risiko entscheidende Rollen spielen.

Bernardus ist trotz seiner jungen Geschichte auf der internationalen Golfkarte längst etabliert. Von 2021 bis 2023 war die Anlage dreimal Austragungsort der Dutch beziehungsweise KLM Open auf der DP World Tour. Kristoffer Broberg gewann 2021, Victor Perez 2022 und Pablo Larrazábal 2023.

Auch aus deutscher Sicht gibt es eine Verbindung: Matti Schmid wurde bei der ersten Austragung 2021 Zweiter hinter Broberg.

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Ein Finish für Matchplay

Vor allem die Schlussphase könnte beim Solheim Cup spektakulär werden. Loch 15 ist ein 167 Meter langes Par 3 mit Wasser als ständigem Begleiter. Das Par 5 der 16 bietet dagegen eine echte Eagle-Chance. Bei unterstützendem Wind ist das Grün mit dem zweiten Schlag erreichbar, doch Wasser links des Grüns macht den Angriff riskant.

An der 17 wartet ein anspruchsvolles Par 4, ehe die 18 noch einmal alles verlangt. Das 395 Meter lange Par 4 galt bei früheren Turnieren als schwierigstes Loch des Platzes. Wasser links, Bunker rechts und ein kleines, gut verteidigtes Grün schaffen genau jene Situation, die für Matchplay gemacht scheint: Wer einen Punkt benötigt, kann sich kaum verstecken.

Bereits die erste Bahn dürfte dagegen Attacke erlauben. Das nur 343 Meter lange Par 4 kann bei entsprechenden Bedingungen für die Longhitterinnen sogar vom Tee erreichbar sein. Birdies und frühe Führungen könnten damit vom ersten Match an zum Programm gehören.

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