20.09.2026 | 20:22

La Sella Open 2026: Charlotte Heath mit Premierensieg

Charlotte Heath gewinnt die La Sella Open 2026 (Foto: LET/Oli Brady)
Golftimer
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Charlotte Heath gewinnt die La Sella Open 2026 und feiert damit ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour. Die 24-jährige Engländerin behauptet sich in einem spannenden Finale in Denia mit zwei Schlägen Vorsprung. Helen Briem kämpft zwischenzeitlich um den Sieg und beendet das Turnier auf dem geteilten fünften Rang.


Charlotte Heath (Foto: LET/Oli Brady) hat bei der La Sella Open in Alicante ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour gewonnen. Die Engländerin ging mit vier Schlägen Vorsprung in die Finalrunde und rettete nach einem turbulenten Sonntag mit einer abschließenden 73 den Sieg. Bei insgesamt zehn unter Par setzt sie sich mit zwei Schlägen vor Alice Hewson und Alessandra Fanali durch.

Nach drei Tagen, an denen das Wetter den Turnierverlauf immer wieder beeinflusst hatte, präsentierte sich La Sella Golf zum Finale bei blauem Himmel und Sonnenschein. Dafür sorgten kräftige Windböen für zusätzliche Herausforderungen.

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Heath startete kontrolliert, musste auf ihren ersten neun Löchern aber an der Fünf ein Bogey hinnehmen und benötigte 37 Schläge. Gleichzeitig entwickelte sich hinter ihr ein enger Kampf um die Spitze.

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La Sella Open 2026: Helen Briem stark

Vor allem Helen Briem erhöhte den Druck. Die Deutsche arbeitete sich kontinuierlich an die Führende heran und lag nach 13 Löchern bei neun unter Par plötzlich gleichauf mit Heath.

Doch unmittelbar danach folgte der Rückschlag. Ein Bogey an der 14 kostete Briem die geteilte Führung und brachte Heath wieder allein an die Spitze. Auf den letzten Löchern konnte die Deutsche nicht mehr entscheidend nachlegen und beendete das Turnier schließlich gemeinsam mit der Slowenin Pia Babnik auf dem geteilten fünften Rang.

Babnik sorgte mit einer 67 für eine der besten Runden des Tages und teilte sich den niedrigsten Finalrunden-Score mit Liz Young.

Während Briem und die Singapurerin Shannon Tan auf der Schlussphase zurückfielen, setzte Alessandra Fanali im Clubhaus bei acht unter Par die Marke für die Konkurrenz. Die Italienerin spielte zum Abschluss eine starke 68 und erzielte damit ihr bestes Saisonergebnis.

Die größte Gefahr für Heath ging schließlich von ihrer Landsfrau Alice Hewson aus. Die Engländerin spielte sich auf den letzten Löchern noch einmal in den Titelkampf und hatte am Par 5 der 18 sogar die Möglichkeit, mit einem Eagle zu Heath aufzuschließen.

Der Putt verfehlte jedoch knapp sein Ziel. Hewson verwandelte zum Birdie und teilte sich bei acht unter Par Rang zwei mit Fanali.

Damit lag die Entscheidung wieder bei Heath.

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Charlotte Heath: Mit Birdie zum ersten Titel

Auf der 18 traf die Engländerin zunächst das Fairway, brachte sich mit ihrem zweiten Schlag rechts neben dem Grün jedoch in eine schwierige Lage. Heath ließ sich davon nicht beeindrucken, spielte ihren Pitch auf rund zweieinhalb Meter an die Fahne und verwandelte anschließend zum Birdie.

Mit zwei Birdies und zwei Bogeys auf den Back Nine brachte sie eine 73 ins Clubhaus und machte bei zehn unter Par ihren ersten LET-Titel perfekt.

„Es ist unglaublich“, sagte Heath. Zweimal zuvor sei sie in dieser Saison bereits aus der letzten Gruppe in eine Finalrunde gestartet. „Beim dritten Mal hat es nun funktioniert.“

Der Erfolg brachte der 24-jährigen Rookie-Spielerin neben ihrem ersten Titel ein Preisgeld von 150.000 Euro.

Entscheidend war für Heath vor allem der Umgang mit dem Druck. Unterstützung erhielt sie dabei von ihrem Caddie Alex Long, der sie nach eigener Aussage immer wieder daran erinnerte, wie gut sie während der gesamten Woche gespielt hatte.

Heath selbst verzichtete während eines Großteils der Finalrunde bewusst auf den Blick zum Leaderboard. Erst nach neun Löchern bemerkte sie, wie eng das Rennen geworden war.

„Ich hatte keine Ahnung, wo ich stand“, erklärte sie. Gerade ihr normalerweise starkes Eisenspiel habe am Sonntag nicht das gewohnte Niveau erreicht. Dafür habe sie sich mit ihrem kurzen Spiel mehrfach aus schwierigen Situationen gerettet.

Auch mental sei die Finalrunde eine Herausforderung gewesen. Unter Druck seien immer wieder negative Gedanken aufgekommen, doch ihr Caddie habe ihr geholfen, ruhig zu bleiben.

Alessandra Fanali zurück in Form

Hinter Heath teilten sich Hewson und Fanali bei acht unter Par Rang zwei. Für Fanali bedeutete die Platzierung das bislang beste Ergebnis ihrer Saison. Die Italienerin hatte nach zuletzt schwierigen Monaten bewusst versucht, weniger auf Resultate zu achten und wieder mehr Freude an ihrem Spiel zu finden.

Kajsa Arwefjall aus Schweden belegte allein Rang vier. Dahinter folgten Briem und Babnik auf T5.

Bei fünf unter Par teilten sich Tereza Kazar Melecka aus Tschechien, die Irin Lauren Walsh und Shannon Tan aus Singapur Rang sieben.

Die La Sella Open 2026 war zuvor über mehrere Tage von starken Regenfällen und Unterbrechungen geprägt worden. Trotz der schwierigen Bedingungen präsentierte sich der Platz zum Finale in gutem Zustand.

Für Charlotte Heath endete eine außergewöhnliche Turnierwoche schließlich mit dem bislang größten Erfolg ihrer jungen Profikarriere. Aus einem Vier-Schläge-Vorsprung war zwischenzeitlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geworden – doch als die Entscheidung fiel, behielt die Engländerin die Nerven.

Als nächstes steht für die Ladies European Tour die Buccellati Ladies Italian Open auf dem Programm. Gespielt wird vom 25. bis 27. September im Golf Club Milano, Italien.

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