Schneider, Straka und Steinlechner in Schlagdistanz
Austrian Alpine Open 2026: Andrew Johnston führt zur Halbzeit
Andrew Johnston führt zur Halbzeit bei der Austrian Alpine Open 2026. Mit Marcel Schneider, Sepp Straka und Maximilian Steinlechner sind drei deutschsprachige Starter ganz dicht dahinter…
Andrew Johnston (Foto: picture-alliance) hat am zweiten Tag der Austrian Alpine Open 2026 die Führung übernommen – zur Halbzeit liegt er bei 11 unter Par einen Schlag vorne, sein bestes Ergebnis seit Jahren.
Der Engländer, der auf der Tour liebevoll „Beef“ genannt wird, spielte eine bravouröse zweite Runde und sicherte sich mit einer 62 das beste Ergebnis des Tages.
Johnstons zweite Runde war sein niedrigster Score seit der Scottish Open 2019. Ein bemerkenswertes Comeback für einen Spieler, der zuletzt schwer mit Verletzungen zu kämpfen hatte.
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Nach einem vollständigen Bänderriss sowie weiteren Sehnenteilrissen am Daumen, die über lange Zeit falsch diagnostiziert worden waren, absolviert er diese Woche bereits seinen fünften Start in Folge im Race to Dubai.
Den Schlüssel zu seinem Comeback sieht Johnston ausgerechnet in einem eher ungewöhnlichen Ort: einem Yogastudio in Perth, Australien, wo er seit 2024 lebt.
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„Mit der Verletzung habe ich nach Dingen gesucht, die ich persönlich verbessern konnte. Ich fing wieder an, ins Fitnessstudio zu gehen, aber ich fühlte mich sehr verspannt“, sagte Johnston.
„Neben meinem Lieblingscafé in Perth gab es ein Yogastudio. Ich dachte mir: Ich schaue einfach mal rein. Und ich fand diese Yogalehrerin – sie war einfach brillant.“
Drei Spieler in Schlagdistanz
Der Schotte Calum Hill, dessen Frau Miranda im vergangenen Monat den gemeinsamen Sohn Joshua zur Welt gebracht hatte, schoss zum zweiten Mal in Folge eine 65 und liegt damit gleichauf mit Kota Kaneko und Rafa Cabrera Bello bei 10 unter Par.
Auf den Front Nine zeigte Hill sein ganzes Können: Nach einem Birdie auf der zweiten Bahn folgten drei weitere in Serie ab der vierten – darunter ein Chip-in auf dem fünften Loch.
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Als er dann auf der Neun aus knapp zehn Metern zum Eagle einlochte, machten sich Zuschauer sogar die Hoffnung, er könne die erst zweite 59er-Runde in der Geschichte des DP World Tour spielen.
Doch die anspruchsvollen Back Nine bremsten den 31-Jährigen aus. Fehlabschläge auf der 16. und 17. Bahn kosteten ihn zwei Schläge. „Es fing wirklich gut an“, sagte Hill.
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„Ich habe das Gefühl, dass man auf diesem Platz auf den Front Nine gute Ergebnisse spielen muss. Die Back Nine stellen einen viel schwierigeren Test dar, besonders die Schlusslöcher. Die Abschläge sind nicht so einfach – man muss über Bäume, um Baumreihen herum. Das macht es schwer, den Fairway zu treffen“, sagte er.
„Und wenn man dann keine gute Position trifft, wird es wegen des dichten Roughs richtig schwierig.“ Dennoch zog Hill ein positives Fazit: „Ich habe wirklich schön gespielt, habe nur auf den letzten Löchern ein paar Schläge verloren. Aber fünf unter Par ist trotzdem ein guter Tag.“
Österreich-Duo begeistert Zuschauer
Das Heimspiel sorgt für Stimmung in der Tiroler Bergkulisse. Sepp Straka, Ryder-Cup-Star und viermaliger PGA-TOUR-Sieger, absolviert diese Woche seinen ersten Start in Österreich seit 2018 – und liefert.
Mit einer 66, die fünf Birdies beinhaltete, liegt er bei 7 unter Par, vier Schläge hinter Johnston. „Es war ziemlich gut“, bilanzierte Straka.
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„Ich habe das Gefühl, dass ich den Ball heute unglaublich gut getroffen habe – Abschläge, Wedges, alles. Ich kam den Fahnen nur nicht nah genug. Die Pins steckten heute sehr eng, und bei vielen Putts hatte man gar keine Chance, besonders am Nachmittag. Mit dem Putter bin ich nicht wirklich zufrieden – aber er hat mich am Ende doch noch gerettet.“
Ebenfalls bei 7 unter liegt Maximilian Steinlecher, der in Tirol aufgewachsen ist und im vergangenen Jahr auf der HotelPlanner Tour in seiner Heimat gewonnen hatte.
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Nach einer ersten Runde mit 65 Schlägen spielte der 26-Jährige am Freitag eine 68 und zeigte sich sichtlich bewegt von der Unterstützung der Heimfans. „Auf dem ersten Abschlag war es so laut, so viele Menschen – aber es war richtig cool. Ich habe dann auch gleich einen guten Abschlag gespielt. Einfach ein tolles Gefühl.“
Auf die Frage, wie es sich anfühlt, nach zwei Runden bester Österreicher zu sein: „Das ist schon ziemlich cool. Es ist erst die Hälfte – aber es ist definitiv ein solider Start.
Noch einen Schlag besser als das Österreich-Duo liegt der Deutsche Marcel Schneider. Die Chance, den zur Halbzeit führenden Andrew Johnston einzuholen, haben zudem auch noch Bernd Wiesberger (T30/-5) sowie Joel Girrbach (T42/-4).

