11.10.2021 | 11:45

„Wohl die schwierigste Zeit meiner Karriere“

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Caroline Masson spielt sich beim Founders Cup der LPGA Tour mit einer fulminanten Sonntagsrunde auf Platz zwei. Im Anschluss spricht die Deutsche über einen schwierigen Sommer.


Caroline Masson hat sich mit einem Top-Ergebnis auf der LPGA Tour zurückgemeldet. Die Deutsche belegte beim Founders Cup in New Jersey den zweiten Rang. Vier Schläge fehlten Masson nach einer furiosen 64 am Finaltag am Ende auf die Siegerin Jin Young Ko.

Die Spitzen-Platzierung hat eine Verbesserung auf Position 46 (zuvor Platz 70) der Saisonwertung zur Folge. Masson erhält für Platz zwei beim Turnier im Mountain Ridge Country Club ein Preisgeld von 273.806 U.S.-Dollars.

„Ich kann Ihnen gar nicht sagen, was mir das bedeutet“, so eine glückliche Caroline Masson im Interview nach der Runde. „Dieser Sommer war ein bisschen hart. Ehrlich gesagt war es mental eine sehr, sehr harte Zeit, wahrscheinlich die härteste in meiner Karriere.“

„Letzte Woche war gut und ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich nah dran bin. Ich weiß, dass ich diese Woche vom Ergebnis her ziemlich weit vom Sieg entfernt bin, aber es war spielerisch ziemlich nah dran. Ich muss einfach allen in meinem Team dafür danken, dass sie für mich da waren.“

Verkriechen oder öffnen

Masson hatte vor einigen Wochen die Scottish Open wegen mentaler Probleme frühzeitig aufgegeben. „Ich hatte dort eine wirklich harte Woche. Ich denke, man hat zwei Möglichkeiten: Entweder man sagt gar nichts und verkriecht sich in seinem kleinen Loch, oder man öffnet sich.“

„Ich habe mich für zweitere Variante entschieden und das hat mir viel gebracht. Viele Spieler und Leute haben sich gemeldet und gesagt: ‚Das war wirklich cool, dass du das gemacht hast, und ich bin stolz auf dich.‘ Wir haben das alle schon erlebt oder sind vielleicht gerade dabei. Ich denke, je mehr wir darüber reden können, desto mehr wird es helfen.“

„Es geht nur darum zu akzeptieren, dass es eine reale Sache ist und dass es jeden treffen kann. Auch wenn wir alle hier draußen mental sehr stark sind, kann es jeden treffen. Ich denke, es hilft definitiv, zu reden. Ich habe den Spielern gesagt: ‚Hey, wann immer ihr reden wollt, ich bin da. Jeder hat das schon einmal erlebt, aber ich denke, es ist ein allgemeines Thema in der Sportwelt im Moment.“

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