Nach der Saison 2026
LIV Golf: Ende der saudischen Finanzierung angekündigt
LIV Golf hat das Ende der saudischen Finanzierung nach der Saison 2026 bekanntgegeben. Yasir Al-Rumayyan tritt zudem als Vorsitzender von LIV Golf zurück …
Der saudische Staatsfonds PIF war bislang der wichtigste Geldgeber von LIV Golf – jetzt steht ein Ende der Unterstützung bevor. Die Tour hat seinen Mitarbeitern und Spielern offiziell mitteilen, dass die Finanzierung eingestellt wird.
„PIF hat beschlossen, LIV Golf nur noch für den Rest der Saison 2026 zu finanzieren. Die langfristig erforderlichen erheblichen Investitionen von LIV Golf sind nicht mehr mit der aktuellen Phase der PIF-Investitionsprioritäten vereinbar“, hieß es.
„Diese Entscheidung wurde im Hinblick auf die Investitionsprioritäten von POF und die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage getroffen“, schrieb LIV weiter.
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LIV-CEO Scott O’Neal kann sich somit nach neuen Sponsoren umsehen. „Der Vorstand hat einen unabhängigen Ausschuss eingesetzt, der strategische Alternativen für die Zukunft prüfen soll.“
Sich selbst beschreibt LIV Golf als Projekt, das „den Golfsport durch seinen transformativen und positiven Einfluss weltweit maßgeblich vorangebracht und nachhaltig zum Besseren verändert“ hat.
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Yasir Al-Rumayyan tritt zurück
LIV Golf war im Jahr 2022 gegründet worden. Damals wurde der Plan genannt, mit der PGA TOUR konkurrieren zu wollen. Laut Berichten hat die Liga seitdem über fünf Milliarden U.S. Dollar Verlust gemacht.
Auch ein nennenswertes TV-Publikum blieb aus, die Einschaltquoten blieben bei vielen Events niedrig. Bereits seit Wochen kursierten Gerüchte, dass sich der PIF zurückziehen werde.
Dennoch gab CEO O’Neal während des Turniers in Mexiko an: „Liv Golf ist in der besten Verfassung seiner Geschichte, Punkt.“ Nur die zukünftige Finanzierung sei ungewiss, sagte er weiter.
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Der bisherige Hauptunterstützer und PIF-Chef Yasir Al-Rumayyan (Foto: picture-alliance) hatte vor wenigen Wochen einen neuen Fünfjahresplan vorgestellt.
Dort wurde angegeben, dass die inländischen Ausgaben des Königreichs neu priorisiert werden sollen. Internationale Investitionen müssten im Zuge dessen reduziert werden.
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Ob und wie LIV Golf seine Golfstars halten kann, ist fraglich. Der fünffache Major-Champion Brooks Koepka war bereits vor der aktuellen Saison zur PGA TOUR zurückgekehrt, hatte aber finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.
In der Vergangenheit soll LIV Golf einigen Spielern wie Jon Rahm und Bryson DeChambeau mehrere hundert Millionen U.S. Dollar gezahlt haben, damit diese wechseln – das Ende der PIF-Finanzierung könnte aber auch ein Ende der Zusammenarbeit mit beiden Spielern bedeuten.

