09.10.2018 | 09:13

Ryder Cup 2018: „Reed und Tiger wussten vorher Bescheid“

Jim Furyk
Golftimer
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Eine Woche nach der Niederlage der USA beim Ryder Cup 2018 in Paris stellt sich der U.S.-Kapitän Jim Furyk der Presse und gibt überraschende Einblicke. 


„Es war hart“, sagte Furyk. „Ich war der Kapitän dieses Teams, und es lief nicht so, wie wir es wollten. Es wird mich immer stören.“

Diese Aussagen, die Jim Furyk im Gespräch mit Golf Channel Insider Tim Rosaforte tätigte, belegen, dass Team USA die Niederlage noch immer nicht verarbeitet hat. Nicht nur das schwierige Kurs-Setup mit dem hohen Rough und den schmalen Landezonen des Le Golf National in Paris hatte den Longhittern aus den USA missfallen.

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Speziell Phil Mickelson hatte sich abfällig geäußert: „Ich bin jetzt 48 Jahre alt und werde keine Turniere mehr mit solchen Bedingungen spielen. Das verschwendet meine Zeit“.

Für Furyk besonders zermürbend dürfte vor allem die Tatsache sein, dass seine persönlichen „Captain´s Picks“ überhaupt nicht funktionierten. Sowohl Phil Mickelson, als auch Tiger Woods, die Furyk in seiner Funktion als Team Captain nominiert hatte, versagten und verloren ihre Partien gegen Europa mit 0-6.

Zu allem Überdruss kamen auch noch die Aussagen von „Captain America“ Patrick Reed, der seinem Team Captain einige falsche Entscheidungen sowie seinem Mitspieler Jordan Spieth vorwarf, nicht mit ihm zusammenspielen zu wollen. Im Team habe es ein „Buddy System“ gegeben.

Ryder Cup 2018: Das rückte Furyk in New York nun in ein anderes Licht

„Als ich anfing zu schauen, mit wem Tiger gut zusammenpassen würde, kam ich immer wieder auf Patrick Reed“, sagte Furyk.

„Es gab immer die Idee, dass wir Tiger und JT (Justin Thomas) und Patrick und Jordan zusammenspielen lassen könnten, aber letztendlich wussten sie schon Wochen vorher, dass sie den Ryder Cup mit Patrick und Tiger als Partnern starten würden.“

Ebenfalls interessant sind Furyks Aussagen zur vermeintlichen Rangelei zwischen Brooks Koepka und Dustin Johnson, die Koepka bestritten hatte.

Furyk hob einerseits die enge Beziehung zwischen den beiden Freunden hervor, andererseits erklärte er, dass wohl doch ein kleiner Streit vorhanden gewesen war.

„Was auch immer die Auseinandersetzung auslöste“

„Was auch immer die Auseinandersetzung auslöste, oder was auch immer geschah, es war sehr kurz. Bei keinem von ihnen ist wirklich etwas hängengeblieben. Sie sind wie Brüder. Brüder streiten mal, Brüder setzen sich damit auseinander. Aber sie sind so nah wie nie zuvor, und es hatte wirklich keinen Einfluss auf einen von ihnen.“

Obwohl Furyk zugab, dass die klägliche Niederlage seiner Mannschaft ihn mit einem „dumpfen Gefühl“ zurückgelassen habe, ergänzte er.

„Ich würde diese 12 Spieler jeden Tag, auf jedem Kurs wieder ins Rennen schicken. Letzte Woche hat es nicht so funktioniert, wie wir es wollten, aber ich liebe diese Jungs und ich liebe das, was wir zusammen im Teamraum hatten. Und ich würde es wieder tun.“

Ob er auch wieder auf Mickelson, der nicht mehr auf Plätzen mit hohem Rough spielen will und Patrick Reed, der ihm Unvermögen unterstellte und falsche Aussagen tätigte, zurückgreifen würde?

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