22.11.2021 | 12:50

McIlroy: Wutanfall nach Flaggstock-Pech

Thomas Fischbacher
Thomas Fischbacher

Rory McIlroy begeht ein heftiges Textilfoul, Collin Morikawa wird Saisonbester und Martin Kaymer erlebt einen frustrierenden Sonntag.


Der Sieger des Race to Dubai heißt in diesem Jahr Collin Morikawa. Der Amerikaner streicht in Dubai die satte Siegprämie von gut 2,64 Millionen Euro ein. Er darf sich Saisonbester auf der European Tour nennen. Open-Gewinner Morikawa war in dieser Woche der beständigste Spieler bei der DP World Tour Championship, der Sieg war daher hochverdient. Was ein wenig kurios erscheint, ist die Tatsache, dass er vor dem Saisonfinale in Dubai bei gerade einmal zwei Turnieren der Tour am Start war. Außer der Majors und WGC-Turnieren.

Es war am Ende ein deutlicher Sieg für Morikawa. Er kam drei Schläge vor Matt Fitzpatrick und Alexander Björk über die Ziellinie. Kein Amerikaner hatte zuvor die Jahreswertung der European Tour für sich entscheiden können.

Er war lange vorne dabei. Am Ende sprang für Rory McIlroy aber nur ein geteilter sechster Platz  heraus. Maximal bitter: Schlaggleich mit Morikawa traf der Nordire auf der 15. Bahn mit einer kurzen Annäherung den Flaggstock. Der Ball prallte in den Bunker ab. Die Folge: ein Bogey und der Anfang vom Ende des Traums vom zweiten Titel in Folge nach dem CJ Cup in Las Vegas. Nach der Runde zerriss sich McIlroy vor lauter Wut das eigene T-Shirt.

Kaymers Sonntags-Frust

Nur einen Schlag mehr als der spätere Sieger hatte vor dem Geschehen am Sonntag Martin Kaymer auf dem Konto. Einmal mehr war der Deutsche eine tiefe Runde entfernt von Chancen auf den ersten Sieg seit 2014. Doch erneut sollte es nicht in seine Richtung laufen. Im Gegenteil: Während Morikawa eine 66 auf die Karte zauberte, stolperte Kaymer zu einer 76 mit zwei Doppel-Bogeys. Am Ende sprang nur ein 32. Rang heraus.

+++ Martin Kaymer über sein Spiel +++

Die mit Abstand tiefste Runde am Sonntag verbuchte übrigens der Spieler, der am Sonntag als erster den Earth Course betrat. Nach katastrophalen Auftaktrunden von 76, 76 und 75 Schlägen glänzte Bernd Wiesberger mit einer fulminanten 63. Golf kann manchmal schon ein merkwürdiger Sport sein. Der Lohn: der Sprung von Platz 50 auf 49 im Feld.

Ko siegt und freut sich auf Kartoffel-Chips und Netflix

Auf der LPGA Tour krönte sich Jin-Young Ko zur Spielerin des Jahres und Gewinnerin der LPGA Tour Championship. Die Südkoreanerin kam in der Sonntagsrunde wie Wiesberger in Dubai auf 63 Schläge und setzte sich einen Zähler vor Nasa Hataoka durch. Dabei traf Ko unwirkliche 63 Grüns in Folge in Vorgabe.

Kos Saisonbilanz kann sich mehr als sehen lassen. Ein Rundenschnitt von 68,77 Schlägen, fünf Siege und der Titel „Rolex Player of the Year“ stehen zu Buche. Für die spielfreie Zeit hat die 26-Jährige nur eines im Sinn: „Ich möchte die Golfschläger zur Seite legen, nicht an Golf denken und viel schlafen. Ich möchte mir einfach nur viele Kartoffelchips vernichten und Netflix schauen.“

 

Die drei deutschen Proetten konnten beim Saisonfinale nicht glänzen. Esther Henseleit kam zum Abschluss einer fulminanten ersten vollen Spielzeit auf der LPGA Tour als 40. über die Ziellinie. Caroline Masson und Sophia Popov kamen auf Rang 55 beziehungsweise 58 der 60 Starterinnen ins Ziel.

Stephan Jäger muss sich steigern, um auch auf der PGA Tour eine Rolle spielen zu können. Nach seinem fulminanten Aufstieg von der Korn Ferry Tour verpasste Jäger bei der RSM Classic den vierten Cut beim siebten Start. Sein bislang bestes Ergebnis war ein geteilter 20. Rang bei der Bermuda Championship. Den Sieg beim Turnier in Georgia holte sich der U.S.Amerikaner Talor Gooch.

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