21.11.2025 | 11:33

Andrew „Beef“ Johnston im Fun Talk

Andrew
Markus Scheck
Markus Scheck

Andrew „Beef“ Johnston gilt als Kultfigur auf der DP World Tour. Nach einigem Verletzungspech plant der Engländer wieder so richtig durchzustarten. Wir trafen „Beef“ in Sotogrande auf Einladung seines Ausrüsters COBRA Golf zum Fun Talk.


Seit seiner Jugend liebevoll „Beef“ genannt, hat der Engländer Andrew Johnston diesen Spitznamen in seine berufliche Laufbahn übernommen und ist sowohl bei Kollegen auf der DP World Tour als auch bei den Fans ein überaus beliebter Charakter.

Der 36-jährige gebürtige Londoner, der als bisheriges Karriere-Highlight den Sieg bei der Real Club Valderrama Open de España 2016 zu Buche stehen hat, will es aber noch einmal wissen. Nach hartnäckigen Verletzungen ist „Beef“ nun wieder vollends fit, wie er uns im Rahmen der COBRA Golf Media Days im La Reserva Club Sotogrande versicherte.

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Grund genug, den Mann mit der besonderen Vorliebe für Burger gleich mal zum Fun Talk zu bitten.

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Andrew „Beef“ Johnston im Fun Talk

Beef, Ihr Leben steht auf dem Spiel, es gilt, einen Downhill-Putt mit starkem Break aus drei Metern zu lochen. Sie dürfen den Putt nicht ausführen – wen wählen Sie für diese Aufgabe?

(lacht) Meine Güte, es ist schwer, da an Tiger vorbeizukommen, nicht wahr? Hmm, wenn es aber wirklich um mein Leben geht, dann wähle ich Brad Faxon.

BEEF: Andrew Johnston (ENG) trägt diesen ungewöhnlichen Beinamen bereits seit der Jugend. Der 31-Jährige hat daraus ein Markenzeichen gemacht. Auch weil er dem schnellen Beef-Genuss nicht abgeneigt ist
BEEF: Andrew Johnston (ENG) trägt diesen ungewöhnlichen Beinamen bereits seit der Jugend. Der 31-Jährige hat daraus ein Markenzeichen gemacht. Auch weil er dem schnellen Beef-Genuss zwischendurch nicht abgeneigt ist

Ihre Top-3-Golfer (tot oder lebendig)?

Tiger Woods, Jack Nicklaus und Seve Ballesteros.

Ihr Lieblingsschläger im Bag?

Wahrscheinlich der Driver. Ich liebe es, mit ihm so richtig schön draufzuhauen!

Ihr emotionalster Moment auf dem Golfplatz?

Letztes Jahr beim Omega European Masters in der Schweiz, als ich nach all der schwierigen Zeit wieder vier gute Runden gespielt hatte und am Ende Dritter wurde.

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Welcher Sieg bedeutet Ihnen am meisten?

Das kann nur der bei der Real Club Valderrama Open de España 2016 sein.

Gibt es einen Schlag in Ihrer Karriere, auf den Sie besonders stolz sind?

Der Chip am Finaltag in Valderrama an Loch 17. Während der Trainingsrunden hatte ich einige Bälle vom oberen Teil des Grüns geputtet und kam mit dem Tempo überhaupt nicht zurecht. Als mein Ball dann in der Finalrunde hinter dem Grün lag – was ich die Woche eigentlich unbedingt vermeiden wollte – dachte ich mir: „Ich kann von hier aus nicht putten, ich muss chippen.“ Es folgte der für mich nervenaufreibendste Chip überhaupt und ich bin immer noch stolz darauf, dass er gelang.

Andrew 'Beef' Johnston schlägt mal wieder zu. Guten Appetit!
Andrew ‚Beef‘ Johnston schlägt mal wieder zu. Guten Appetit!

Gibt es einen Schlag in Ihrer Karriere, den Sie gerne noch einmal spielen würden?

Oh, mein Gott, da gibt es einige (lacht). Wie lange haben Sie Zeit? Einer, der mich aber wirklich ärgerte, unterlief mir vor ein paar Jahren bei der Scottish Open. Mir unterlief mit dem Wedge auf dem Vorgrün der 18 ein fett getroffener Chip und ich verpasste danach auch das „Up and Down“. Dieser eine Schlag kostete mich die Teilnahme an der The Open in dem Jahr und geht mir ehrlich gesagt noch heute tierisch auf den Sack – darf ich das sagen (lacht)?

Was wären Sie wahrscheinlich geworden, wenn nicht Golfpro?

Auf jeden Fall irgendetwas mit Sport. Ich liebe so ziemlich alle Sportarten.

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Ihr „Best Buddy“ auf der Tour?

Matthew Southgate.

Was ist Ihre größte Stärke auf dem Platz?

In Bezug auf das Ball striking würde ich sagen: Konstanz. Ich schlage die Bälle eigentlich nie so richtig weit aus der Bahn.

Bedeutender Sieg: Andrew Johnston bei der Real Club Valderrama Open de España 2016 (Foto: Getty Images)
Bedeutender Sieg: Andrew Johnston bei der Real Club Valderrama Open de España 2016 (Foto: Getty Images)

Gibt es Schwächen? Woran arbeiten Sie?

Ich feile immer ein wenig an meiner Technik. Im Moment arbeite ich beispielsweise daran, den Schläger im Rückschwung etwas steiler zu führen, da ich tendenziell eher flach schwinge. Was mir jedoch ermöglicht, diesen leichten Fade von links nach rechts zu bewerkstelligen.

Fisch, Fleisch oder vegetarisch?

Ich mag eigentlich alles ganz gerne, aber wenn ich eines wählen müsste, käme für mich wohl nur Fleisch infrage.

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Hund oder Katze?

Ich bin mit einer Katze aufgewachsen, daher würde ich sagen: Katze. Abgesehen davon aber bedeuten Hunde auch viel zu viel Arbeit. Fast so, als würde man ein Kind aufziehen (lacht).

Das ideale Frühstück oder die ideale Mahlzeit vor einer Runde Golf?

Jede Menge Eier. Das funktioniert für mich eigentlich immer ganz gut.

Wir nehmen Sie mit auf eine Faschingsparty. Welches Kostüm wählen Sie?

Es gibt da dieses 2-Personen-Pferde-Kostüm, in dem einer vorne und der andere hinten steht bzw. geht. Das wäre doch etwas, also ich ganz alleine in dem Kostüm …

Bestens gelaunt: Andrew „Beef“ Johnston (l.) und Markus Scheck (GOLF TIME) in Sotogrande
Bestens gelaunt: Andrew „Beef“ Johnston (l.) und Markus Scheck (GOLF TIME) in Sotogrande

Welche übernatürliche Kraft hätten Sie gerne?

Da wir wegen unseres Jobs so viel reisen müssen, hätte ich gerne die Fähigkeit, mich teleportieren zu können.

Was ist Ihre nervigste Angewohnheit?

Da müssen Sie meine Frau fragen (lacht). Aber, ich denke, meine Ungeduld.

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Welches Tier wären Sie gerne und warum?

Ein Bär. Denn ich würde wirklich gerne Winterschlaf halten können …

Wenn Sie durch die Zeit reisen könnten, würden Sie vorwärts oder rückwärts reisen?

Vorwärts. Ich möchte sehen, was uns in der Zukunft erwartet.

Was ist Ihre liebste „andere“ Sportart?

Fußball!

Was war Ihre schlimmste Erfahrung mit Amateuren bei einem Pro-Am?

Puh, da fällt mir kein konkretes Erlebnis ein. Am schlimmsten sind jedoch diejenigen, die keinen Score mehr erzielen können, aber trotzdem noch zur Zehn putten möchten. Das macht uns auf der Tour alle verrückt.

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Abschließende Frage: Was ist für Sie das Schönste am Leben als Tourpro?

Oh, wir sind gesegnet mit dem, was wir tun. Wir bereisen die Welt und verbringen unsere Zeit überwiegend draußen in der Natur. Und, dass wir es tatsächlich geschafft haben, unseren Lebensunterhalt durch Sport zu verdienen.

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