28.09.2020 | 11:54

Go ask … Jim

Markus Scheck
Markus Scheck

Jim McLean über seine emotionalsten Momente, die Fähigkeit, sich stets bis zum Schluss reinzuhängen und warum er Schlaflosigkeit als seine größte Schwäche bezeichnet.


Der 70-jährige Star-Coach Jim McLean gilt heute als einer der renommiertesten Golftrainer der Welt. Nach einer erfolgreichen Amateurzeit, in der er u. a. für die University of Houston College Golf spielte, entdeckte er wenige Jahre nach seinem Wechsel ins Profilager die Liebe zum Unterrichten.

Seit 1991 residiert er in Südflorida und leitet mit der Jim McLean Golf School eine der anerkanntesten Golfschulen der Welt. 26 Jahre lang war er in Doral stationiert, doch seit der Übernahme des Resorts durch Donald Trump im Jahr 2012 ticken dort die Uhren anders, was auch Jim McLean zu spüren bekam.

Das angespannte Verhältnis zum Egozentriker Trump, der mittlerweile zum Präsidenten der USA aufstieg, war ein wesentlicher Grund, warum McLean sich um eine neue Basis für seine Golfschule umschaute.

Gefunden hat er sie nicht allzu weit entfernt im Nobelviertel Coral Gables, wo seit 1926 das Biltmore Miami thront.

Ihr Leben steht auf dem Spiel und es gilt, einen Downhill-Putt mit starkem Break aus drei Metern zu lochen. Sie dürfen den Putt nicht ausführen – wen wählen Sie für diese Aufgabe?

Jim McLean: Jack Nicklaus

Ihre Top-3-Golfer (tot oder lebendig)?

JML: Ben Hogan, Freddie Couples und Gary Woodland.

Ihr Lieblingsschläger im Bag?

JML: Der Driver.

Ihr emotionalster Moment auf dem Platz?

JML: Mein erster Abschlag beim Masters Turnier in Augusta.

Ihr emotionalster Moment abseits des Platzes?

JML: Die Geburt meiner beiden Söhne.

Welcher Sieg bedeutet Ihnen am meisten?

JML: Trotz meiner erfolgreichen Amateurkarriere war es wohl mein erster Sieg als Profi bei der Westchester PGA Championship 1987.

Gibt es einen Schlag in Ihrer Karriere, auf den Sie besonders stolz sind?

JML: Vor den Augen von 2.000 Zuschauern einen perfekten Drive von den Knien geschlagen zu haben.

Gibt es einen Schlag in Ihrer Karriere, den Sie gerne noch mal spielen würden?

JML: Ja, den Putt, der am 68. Loch der US Amateurs auslippte, als ich geteilt zur Führung lag.

Was wären Sie geworden, wenn nicht Golf-Pro?

JML: Ich würde etwas mit Immobilien machen.

Was ist Ihre Stärke auf dem Platz?

JML: Die Fähigkeit, sich reinzuhängen und weiterhin stark und positiv zu bleiben.

Gibt es Schwächen? Woran müssen Sie noch arbeiten?

JML: Ja, meine größte Schwäche ist die mangelnde Fähigkeit, während eines Turniers gut schlafen zu können.

Fisch, Fleisch oder vegetarisch?

JML: Fleisch.

Hund oder Katze?

JML: Hund.

Wir nehmen Sie mit auf eine Faschingsparty. Als was verkleiden Sie sich?

JML: Als Flaschengeist-Genie.

Welche übernatürlichen Kräfte hätten Sie gerne?

JML: Allumfassendes Wissen zu haben.

Ein Quick-Tipp für unsere Leser: Woran sollten sie am meisten arbeiten?

JML: Achten Sie auf einen Kontakt in der Mitte des Schlägerkopfs – das ist das grundlegende Fundament für ein gutes Golfspiel.

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