17.05.2024 | 20:00

Amundi German Masters: Alexandra Försterling an der Spitze

Alexandra Försterling beim Amundi German Masters 2024 (Foto: Foehlinger/UCOM)
Robin Dittrich
Robin Dittrich

Alexandra Försterling hat am zweiten Tag des Amundi German Masters 2024 die Spitze übernommen. Dahinter folgt ein deutsches Trio …


Blauer Himmel, schwarz-rot-goldenes Leaderboard: Golf-Fans wurden am zweiten Tag des Amundi German Masters 2024 powered by VcG nicht nur mit traumhaftem Sommerwetter verwöhnt. Auch die deutschen Spielerinnen trugen ihren Teil zu einem erstklassigen Golf-Tag im Golf- und Country Club Seddiner See bei.

An der Spitze des Auftakt-Turniers zum Europe-Swing der LET tummeln sich vor den Finalrunden gleich mehrere heimische Sieganwärterinnen. Für das beste Halbzeitergebnis sorgte die dreimalige LET-Siegerin Alexandra Försterling (Foto: Foehlinger/UCOM). Bei ihrem Heimspiel konnte die gebürtige Berlinerin ihre starke 70 (-2) vom Vortag wiederholen und führt damit das illustre Feld bei -4 an.

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„Ich bin natürlich sehr zufrieden“, sagte eine lächelnde Försterling nach drei Birdies auf ihren letzten vier Löchern. „Es war wieder super windig, aber wir haben das gut gemacht und uns durchgekämpft.“ Mit „Wir“ meinte die 24-Jährige sich und ihren Caddie in dieser Woche, Philipp Mejow.

Der frühere Tour-Pro ist gleichzeitig ihr Trainer. Beide kommen aus dem Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee und scheinen sich auch auf dem Platz ideal zu ergänzen. „Er hilft mir extrem viel und versucht mich immer wieder zum Lachen zu bringen. Auch bei schwierigen Lagen kann er mir gut weiterhelfen.“

Drei Deutsche nur knapp hinter Alexandra Försterling an der Spitze

Hinter Alexandra Försterling an der Spitze, die ihrer Favoritenrolle bislang gerecht wurde, folgen gleich drei weitere Deutsche auf dem geteilten zweiten Rang (-3). Zu der Verfolgergruppe zählt unter anderem Sandra Gal. Bei ihrem ersten LET-Heimspiel seit 2016 spielt die 38-Jährige so, als wäre sie nie weg gewesen. Das Amundi German Masters powered by VcG ist erst ihr zweiter Start in diesem Jahr.

In einem der TV-Flights am Freitagvormittag unterwegs, konnte Gal die Aufmerksamkeit genießen. „Es ist echt schön“, schwärmte die ehemalige Solheim-Cup-Spielerin. „Ich habe die guten Schläge genossen. Mit den Zuschauern ist es wirklich etwas Besonderes, nach der langen Pause wieder hier zu sein.“ Gute Schläge gab es einige zu bestaunen. Trotz nervösem Start notierte sie auf den ersten zwölf Löchern vier Birdies und übernahm zwischenzeitlich die Führung. Am Ende wurde es die 69 (-3), eine der besten Runden des Tages.

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Eine weitere 69 brachte die bis dato größte Überraschung des Turniers ins Clubhaus: Helen Briem. Die 18-jährige Amateurin kam per Wild Card des Presenting Partners VcG ins Feld und spielt bei ihrem erst zweiten Start auf der LET überhaupt gleich ganz vorne mit. Dabei brachte sie auch ein frühes Doppel-Bogey auf der 11, ihrer zweiten Bahn, nicht aus der Ruhe.

Ab Loch 16 wanderten fünf Birdies auf ihre Karte – und das große Nachwuchstalent langsam nach oben auf dem ohnehin schon schwarz-rot-goldenen Leaderboard. Eine Position, die Briem als eine der besten Amateurin der Welt natürlich kennt. „Bei Amateurturnieren war ich schon häufig vorne dabei, deshalb bin ich die Situation, wie sie jetzt ist, schon ein bisschen gewohnt und ich bin noch nicht sehr nervös bislang.“

Auftakt-Führende kämpft mit den Nerven

Etwas mehr hatte Patricia Isabel Schmidt mit den Nerven zu kämpfen. Die 28-Jährige sprach nach ihrer Runde über eine nervöse Phase, die sie überstehen musste. Die beste Spielerin nach Runde eins führte ihre vier Bogeys von Loch 10 bis 15 auf fehlenden Fokus zurück. „Es war ein harter Tag“, bilanzierte die 28-Jährige vom Golfclub Kirchheim-Wendlingen.

„Ich wurde irgendwann auf meiner Runde nervös, habe mein Spiel nicht durchgezogen und mich auf andere Dinge fokussiert.“ Aber: „Auf den letzten Löchern habe ich wieder zu mir zurückgefunden und zwei Birdies gespielt. Das war ein schönes Finish.“ So kam eine solide 73 (+1) zustande, nach der Schmidt von ihrem zweiten LET-Titel träumen darf.

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Zu den drei Deutschen auf Platz zwei gesellte sich mit Bronte Law eine erfahrene Engländerin. Die 29-Jährige war bereits dreimal auf der Ladies European Tour erfolgreich und führt aktuell die Order of Merit an. Am Wochenende erwartet Law einen spannenden Titelkampf mit jeder Menge deutscher Beteiligung – sowohl auf als auch neben dem Platz: „Ich freue mich auf die Finalrunden und bin sicher, dass bei dem Leaderboard mit vielen deutschen Spielerinnen auf den vorderen Plätzen auch einige Zuschauer kommen werden. Das wäre fantastisch für uns Spielerinnen und toll für den Golfsport.“

Weitere Deutsche schaffen den Cut

Drei Schläge hinter der Spitze lauert mit Laura Fünfstück eine weitere deutsche Titelhoffnung. Die 29-Jährige blieb am Freitag even Par und war erneut zufrieden mit ihrem Ergebnis. „Es war wieder nicht einfach. Wir hatten einige knackige Fahnenpositionen, die vor allem bei dem Wind schwieriger anzuspielen waren. Insgesamt kann ich ganz zufrieden sein. Ich habe gut gekämpft.“ Kämpfen musste sie insbesondere nach ihrem Doppel-Bogey auf der anspruchsvollen 12, das Fünfstück ironischerweise etwas den „Wind aus den Flügeln“ nahm.

Als geteilte Elfte geht die gebürtige Langenerin aus einer vielversprechenden Ausgangsposition ins Pfingstwochenende. Entsprechend ambitioniert blickt sie auf die kommenden Tage: „Noch ist das Ding nicht durch. Ich habe noch eine Chance. Das Wetter wird sich auch noch verändern. Daher freue ich mich auf die zwei Tage zu Hause und hoffe, dass wir viel Unterstützung bekommen.“

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Insgesamt schafften es acht der elf deutschen Teilnehmerinnen ins Wochenende. Auch Leonie Harm (T30, +3), Sophie Witt und Carolin Kauffmann (beide T55, +5) dürfen zwei weitere Runden vor heimischem Publikum genießen.

Stimmen nach Runde zwei

Alexandra Försterling (-4, Spitze): „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Es war wieder super windig, aber wir haben das gut gemacht und uns durchgekämpft. Mein Caddie hilft mir extrem viel und versucht mich immer wieder zum Lachen zu bringen. Auch bei schwierigen Lagen kann er mir gut weiterhelfen. Ich versuche am Wochenende einfach mein Spiel zu spielen und Spaß zu haben.“

Patricia Isabel Schmidt (-3, T2): „Es war ein harter Tag. Ich wurde irgendwann auf meiner Runde nervös, habe mein Spiel nicht durchgezogen und mich auf andere Dinge fokussiert. Auf den letzten Löchern habe ich wieder zu mir zurückgefunden und zwei Birdies gespielt. Das war ein schönes Finish. Ich habe dieses Jahr noch nicht oben mitgespielt und ich mag den Druck, aber man wird immer noch nervös. Man sieht immer mehr Leute kommen und spürt, dass man gut spielt.“

Sandra Gal (-3, T2): „Ich bin zufrieden. Ich wusste vor dem Turnier nicht wirklich, was ich erwarten soll. Ich habe offensichtlich lange nicht auf der Tour gespielt. Es ist erst mein zweites Turnier dieses Jahr. Es ist schön, weitestgehend schmerzfrei über den Platz zu laufen und spielen zu können. Ich habe die guten Schläge genossen. Mit den Zuschauern ist es wirklich etwas Besonderes nach der langen Pause, wieder hier zu sein.“

Weitere Stimmen beim Amundi German Masters 2024

Helen Briem (-3, T2): „Heute war es erheblich einfacher auf dem Platz, vor allem zum Ende hin hat der Wind deutlich nachgelassen. Ich bin vom Typ her eher introvertiert und zeige nicht so viele Emotionen. Bei Amateurturnieren war ich schon häufig vorne dabei, deshalb bin ich die Situation wie sie jetzt ist schon ein bisschen gewohnt und ich bin noch nicht sehr nervös bislang.“

Bronte Law (-3, T2): „Ich habe heute wirklich gut gespielt. Auf den ersten Löchern hatte ich ein wenig Pech, aber das passiert – ich bin ruhig geblieben und konnte mich gut zurückkämpfen. Ich freue mich auf die Finalrunden und bin sicher, dass bei dem Leaderboard mit vielen deutschen Spielerinnen auf den vorderen Plätzen auch einige Zuschauer kommen werden. Das wäre fantastisch für uns Spielerinnen und toll für den Golfsport.“

Laura Fünfstück (-1, T11): „Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Es war wieder nicht einfach. Wir hatten einige knackige Fahnenpositionen, die vor allem bei dem Wind schwieriger waren anzuspielen. Ich habe gut gekämpft. Ein Loch hat mir etwas den Wind aus den Flügeln genommen. Ich freue mich auf das Wochenende.“

Amundi German Masters 2024: Live-Leaderboard

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