16.07.2021 | 10:45

British Open: Bryson DeChambeau schimpft auf Driver, entschuldigt sich

Golftimer
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British Open: Bryson DeChambeau schimpft auf Driver, entschuldigt sich. Nach seiner 71 vom Donnerstag tickt Bryson DeChambeau verbal aus und schimpft auf seinen Driver. Na klar. Später entschuldigt er sich ausführlich.


Dass die Nerven nach einer schlechten Runde schon mal blank liegen können, ist ja kein Thema. Dass man mal keinen guten Tag hatte, soll im Golfsport ja auch gelegentlich vorkommen.

Bryson DeChambeau, U.S. Open Champion 2020 und bekannt für sein „mentales Grenzgängertum“, wenn es um seinen Schwung, sein Equipment – ja, im Grunde alle Aspekte seines Spiels geht – tat sich schwer am Donnerstag.

Er traf während der ersten Runde der 149. Open Championship im Royal St. George’s vom Abschlag nur vier von 14 möglichen Fairways. Was ihn in der Statistik der getroffenen Fairways mit 28,57 Prozent zum geteilten Vorletzten an diesem Tag machte. Das Tagesergebnis: Der geteilte 70. Platz.

Aber im Grunde ist das Thema „Fairway Hits“ nicht eines, für das DeChambeau unbedingt berühmt ist. So rangiert er in dieser Kategorie auf der PGA Tour aktuell auf Platz 189 (53,44%).

Und das ist auch nicht sein zwingender Ansatz. DeChambeau hat während der vergangenen zwei Jahre eine regelrechte körperliche Transformation durchlaufen, mit dem Ziel möglichst viel Muskelmasse aufzubauen, um so mehr Power hinter seine Drives legen zu können.

Das Ziel ist es, natürlich Fairways zu treffen, aber vor allem, den Ball möglichst weit zu schlagen. Und dann, falls nötig, den Ball zurück ins Spiel zu bringen, aber eben wesentlich näher zur Fahne.

+++ Bryson DeChambeau: „Mad Scientist“ und Muskeprotz +++

Bryson DeChambeu: Erst prügeln, dann suchen, dann zurück(hacken)

So sah es dann auch am Donnerstag der British Open aus: DeChambeau Prügelte den Ball vom Tee, meist musste er gesucht werden, dann spielte er sich irgendwie wieder zurück ins Spiel.

Aber, nach der Runde dann der Aussetzer: „Ich habe es schon gestern oder vor ein paar Tage gesagt. Wenn ich den Ball in die Mitte des Fairway schlage kann, ist das großartig. Aber mit dem jetzigen Driver – der Driver ist Mist (Original: „The Driver sucks“).“

Und es ging weiter: „Die Schlagfläche funktioniert nicht für mich, wir versuchen immer noch herauszufinden, wie wir sie bei Fehltreffern verbessern können. Wie ich schon oft gesagt habe, bewege ich mich stets nahe am Abgrund. Wenn der Ball das Fairway verpasste, sprang er wild davon und ich konnte meine Wedges nicht kontrollieren. Es liegt sprichtwörtlich an der Physik und der Art, wie sie heute Driverköpfe bauen. Es ist nicht das richtige Design, leider, und wir wir haben versucht, es zu richten. Aber ohne Ergebnisse bislang.“

Das ist neu. In der Vergangenheit hatte sich DeChambeau stets über Dinge beschwert, die im Grunde nur er nachvollziehen konnte, weil es um seinen Rythmus, seine Ebenen, seine Winkel, ging. Dass das Equipment für ihn versagen sollte, brachte in Folge dann auch Reaktionen hervor.

+++ Drei Fragen an … Bryson DeChambeau +++

Cobra reagiert und hält dagegen …

… allen voran Ben Schomin, Cobra Tour Operations Manager in einem Interview mit der amerikanischen Golfweek: „Jeder von uns verbiegt sich bis aufs Letzte. Wir haben mehrere Jungs im Research und Development Team, die alles Mögliche via Cad (Computer aided Design) untersuchen, um alles Mögliche noch schneller umzusetzen. Bryson weiß das. Es tut nur sehr, sehr weh, wenn er so etwas Dummes von sich gibt.“

Am Abend dann das vorläufige Ende des Kapitels via Instagram: DeChambeau entschuldigte sich.

 

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DeChambeu wird heute ab 14.26 Uhr Ortszeit in die zweite Runde starten.

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