01.07.2021 | 09:50

Olympische Spiele – Golf Team Germany von DOSB nominiert

Golftimer
Golftimer

Olympische Spiele – Golf Team Germany von DOSB nominiert. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat in seiner vierten Nominierungsrunde Sophia Popov, Caroline Masson und Maximilian Kieffer als Olympiateilnehmer nominiert. Damit ist der Sportdachverband dem Vorschlag des Deutschen Golf Verbandes (DGV) weitestgehend gefolgt.


Im Falle des ebenfalls durch den DGV vorgeschlagenen Christopher „Hurly“ Long prüft der DOSB noch bis Freitag, den 2. Juli 2021, die Nominierungsvoraussetzungen.

Die Spielerinnen und Spieler des Golf Team Germany haben die Qualifikationsnorm des Olympic Golf Ranking (OGR) erfüllt und einen Platz unter den 60 besten Damen beziehungsweise Herren erreicht.

Das olympische Herrenturnier wird vom 29. Juli bis zum 1. August 2021 im Kasumigaseki Country Club im Norden Tokios gespielt, die Damen treten dort vom 4. bis zum 7. August 2021 gegeneinander an.

Ulli Eckhardt, Maximilian Kieffer
Ulli Eckhardt, Maximilian Kieffer

Der Traum von einer Golf-Medaille

„Für Golf-Deutschland beginnt mit den Olympischen Spielen in Tokio erneut der Traum einer Golf-Medaille“, sagt DGV-Sportvorstand Marcus Neumann, der in Tokio erneut Delegationsleiter Golf sein wird.

„Jenseits allen professionellen Toursports ist und bleibt das Erringen von Olympischen Medaillen das höchste Ziel eines jeden Sportlerlebens. Und unser Golf Team Germany brennt auf die Spiele in Tokio, um der Welt ihr bestes Spiel zu zeigen und am Ende um Medaillen zu kämpfen. Unsere Spielerinnen sind in der absoluten Weltelite zu Hause. Sophia ist als bestplatzierte Europäerin in der Weltrangliste auf Platz 23 und Caroline auf Rang 68. Für unsere Athletinnen und Athleten werden diese Spiele – trotz der aktuell besonderen Umstände – ein unvergesslicher und prägender Höhepunkt ihrer Golfkarriere sein. Über eine Nominierung von Hurly Long wird erst in der fünften und letzten Nominierungsrunde entschieden.“

Hurly Long
Hurly Long

Nach den kurzfristigen und überraschenden Absagen von Martin Kaymer und Stephan Jäger, rückte Long im Ranking immer weiter nach vorne. Dies lag auch an seinen starken Ergebnissen auf der Challenge Tour.

Sicher ist, dass es für alle Athleten ein besonderes Erlebnis sein wird, bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Im deutschen Kader tritt mit Caroline Masson eine Athletin an, die bereits in Rio dabei war und 2016 im Endklassement den geteilten 21. Rang belegte.

„Ich freue mich sehr auf die Olympischen Spiele in Tokio und bin stolz, die deutschen Farben nach Rio 2016 nun zum zweiten Mal vertreten zu dürfen. Die Spiele in Tokio sind ein absolutes Highlight in meiner Karriere, auf das ich die letzten fünf Jahre hingearbeitet habe und mein großes Ziel ist es natürlich, eine Medaille für Deutschland zu gewinnen“, so Masson.

Ein Traum wird wahr

Der Traum von einer Medaille ist auch bei Sophia Popov tief verankert. „Die Olympiateilnahme bedeutet mir sehr viel. Seitdem Golf das erste Mal als Olympiasport bekannt gegeben wurde, war mein klares Ziel, irgendwann einmal dabei sein zu können. In meiner Familie haben die Olympischen Spiele immer schon einen sehr hohen Stellenwert und somit ist es für mich etwas ganz besonderes, in diesem Jahr in Tokio dabei zu sein. Meine Mutter qualifizierte sich 1980 als Schwimmerin für die Olympischen Spiele in Moskau, die kurz darauf von den USA boykottiert wurden. Somit war ihr Traum einer Olympia-Teilnahme zerstört. Da sie sich diesen Traum nie erfüllen konnte, ist es umso schöner, dass ich jetzt 31 Jahre später die Chance bekomme, für Deutschland an den Start zu gehen“, kann Popov den Beginn des Turniers kaum erwarten.

Sophia Popov
Sophia Popov

Dass die Damen bei den Wettkämpfen in Tokio eine Chance auf die Medaillenränge haben, ist sich Bundestrainer Stephan Morales sicher. „Sophia hat mit ihrem Sieg bei den Women´s Open bewiesen, dass sie große Turniere gewinnen kann. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass sie auch in Japan ganz vorne dabei sein kann. Das gilt auch für Caro Masson. Sie spielt seit Jahren konstant in der Weltspitze und hat bei großen Turnieren schon fantastische Ergebnisse erzielt.“

Bei den Herren haben sich bereits in der vergangenen Woche Maximilian Kieffer und Hurly Long qualifiziert.

Herren-Bundestrainer Ulrich Eckhardt ist zuversichtlich, dass beide vorne mitspielen können: „Max ist ein extrem motivierter Sportler, den ein eiserner Wille auszeichnet. Er spielt immer nach vorne und ist angstfrei auf dem Platz. Das ist eine tolle Kombination. Er hat mehrfach an einem Sieg geschnuppert dieses Jahr und es würde mich nicht wundern, wenn er um die Medaillen mitspielt“, beschreibt Eckhardt den 31-Jährigen.

„Hurly hat eine unglaubliche Leidenschaft für Sport und natürlich besonders für Golf. Da ist er bei Olympia natürlich sehr gut aufgehoben und wird diese Atmosphäre aufsaugen. Er spielt eine sehr solide Saison, schnuppert auch permanent am Sieg. Er kann jeden Golfplatz bezwingen und wird extrem motiviert antreten, um eine Medaille zu gewinnen. Ich blicke mit großer Zuversicht auf die Tage in Tokio.“

Golf bei den Olympischen Spielen

Für die Olympischen Spiele haben sich insgesamt 60 Golfer und Golferinnen über das OGR qualifiziert. Dabei handelt es sich um eine bereinigte Weltrangliste, bei der nur jeweils die beiden Bestplatzierten einer Nation aufgeführt werden.

Ausnahmen sind die Nationen, die mehr als zwei Athleten in der Top 15 der Weltrangliste haben. Diese dürfen mit maximal vier Teilnehmern starten. Bei den Herren sind das die USA, bei den Damen sind es die USA und Südkorea. Gespielt wird in Tokio über vier Tage im Einzel-Zählspiel ohne Cut. Alle Athleten spielen bis zum letzten Tag des Turniers um ihre Platzierungen.

Die Teilmannschaft Golf umfasst neben den vier Athleten und ihren Caddies, auch den Teilmannschaftsleiter Marcus Neumann (Vorstand Sport des DGV) sowie die Bundestrainer Stephan Morales (Damen) und Ulrich Eckhardt (Herren).

Info: www.olympics.com

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1 Kommentar

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  1. M Schwemmer sagt:

    Der DOSB täte gut daran nicht immer einfach so Empfehlungen zu folgen sondern die Realitäten zu betrachten. Und die Realität ist zunächst, dass Olympia jahrzehntelang den Amateursport zu erreichen versuchte. Erst als es darum ging wettberwebsfähig sein zu wollen in den Sportarten wurde das Prinzip aufgeweicht und die Profis erlangten den Zutritt zu Olympia udn begeisterten Massen, angefangen von den Basketballern bis hin zu Fußballprofis.
    Nun wurde mit der Professionaliesierung auch der Golfsport wieder eingegliedert, es gab ja echte Könner zu bewundern auf den Greens udn Fairways. Bei den letzten olympischen Spielen gewann eine langjährige Nummer eins in diesem Sport, nämlich Justin Rose. Für Deutschland war auch eine andere Nummer eins am Start, Martin Kaymer. Nun hat der DGV nach der Absage von Kaymer zwei andere Spieler vorgeschlagen, Kieffer und Long. Dabei haben wir in Deutschland den amtierenden Amateureuropameister, der noch dazu seinen Titel verteidigt hatte also zweimal in Folge diesen Titel errang, und den noiniert der DGV nicht. Dabei ist er Amateur udn Spitzenspieler zugleich! Matthias Scmid, so heißt er, wurde bei seinem Profistart in München Eichenried deutlich zweitbester Deutscher hinter Kaymer und war für PGA championship, US Open und andere berühmte Turniere qualifiziert. Warum um alles in der welt schickt der DGV da nicht einen echten Aamateur zu den Olympischen Spielen der noch dazu klar Europas bester Amateurgolfer ist? Wo ist denn da das Problem des DGV? Auch Tiger Woods hat nicht gleich den Schritt ins Profilager gemacht sondern erst einmal seine Aamateurtitel gewonnen und verteidigt. das macht Matthias Schmid ähnlich. Trotzdem ist wohl bereits jetzt der zweitbeste Spieler in Deutschland und dazu eben ein echter Amateur – und aus deisen zwei Gründen muss eigentlich er nach Tokio fliegen und Deutschland im Golf repräsentieren.
    Verzeihen sie meine Schreibfehler… die Eile, die Eile

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