11.05.2022 | 07:51

PGA Tour verbietet Spielern LIV Golf-Teilnahme

Golftimer
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Es wird ernst im Streit zwischen der PGA Tour und der von Greg Norman angeführten LIV Golf Invitational Series. Gestern hat die amerikanische Premier-Tour ihren Mitgliedern per Memo die Erlaubnis für die Teilnahme am LIV Golf-Auftakt-Turnier, Anfang Juni nahe London, offiziell untersagt.


Spieler, die sich dennoch für die Teilnahme an dem LIV Golf-Turnier, das vom 9. bis 11. Juni im Centurion Golf Club außerhalb Londons ausgetragen wird, entscheiden, würden damit gegen die Regeln der Tour verstoßen.

Die mögliche Folge: Sie müssen mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen, die eine Aussetzung oder gar den Entzug der Mitgliedschaft für die PGA Tour beinhalten können.

Diese Entscheidung der PGA Tour bringt diejenigen Mitglieder, die zuvor eine Freigabe bzw. Teilnahme-Erlaubnis für das LIV Golf-Event beantragt haben, darunter Phil Mickelson, Lee Westwood und Sergio Garcia, in die Bredouille, nun eine Entscheidung treffen zu müssen.

Verpufft die Revolution im Sand? Greg Norman und Phil Mickelson in Saudi-Arabien
Greg Norman und Phil Mickelson in Saudi-Arabien

Entweder sie nehmen an dem LIV Golf-Turnier teil und riskieren den Ausschluss von der PGA Tour. Oder aber sie beugen sich der Entscheidung und bleiben davon fern, behalten dafür weiterhin ihren Status als vollwertiges Mitglied der PGA Tour.

+++ Zum Thema: Saudi Golf League – Tour Wars +++

Bestraft wird nur, wer am 9. Juni teilnimmt

Die PGA Tour nannte in dem Memo von gestern Abend keine Namen von Spielern, die eine Freigabe beantragt hatten. Gleichzeitig stellte sie auch klar, dass die Spieler nicht dafür bestraft werden, dass sie einen Antrag gestellt haben. Sondern nur, wenn sie am 9. Juni tatsächlich im Centurion Golf Club abschlagen werden.

„Wir haben diejenige Spieler, die einen Antrag gestellt haben, darüber informiert, dass dieser in Übereinstimmung mit den PGA Tour Turnier-Regularien abgelehnt wurde. Daher sind Tour-Mitglieder nicht berechtigt, an der Londoner Veranstaltung der Saudi Golf League im Rahmen unserer Bestimmungen teilzunehmen“, so PGA Tour Senior Vice President Tyler Dennis. „Als Mitgliederorganisation glauben wir, dass diese Entscheidung im besten Interesse der PGA Tour und ihrer Spieler ist.“

PGA Tour-Boss Jay Monahan hatte zuvor stets ausdrücklich betont, dass die Tour jeden Spieler suspendieren kann und wird, der sich dafür entscheidet, auf der neu gegründeten LIV Golf Tour zu spielen.

Sergio Garcia
Sergio Garcia

Was zur Folge hatte, dass LIV Golf davon absah, Spieler dazu zu bringen, sich für mehrere Events anzumelden. Stattdessen wurde das Format dahingehend abgeändert, eine Individual Series mit acht einzelnen Einladungs-Events ins Leben zu rufen.

LIV Golf kündigt Liga-Format an

Jedes dieser Turniere sieht demnach ein 54-Loch-Format vor. Mit einem Feld von 48 Spielern pro Turnier und einem Preisgeld von jeweils 25 Millionen U.S.-Dollar.

Davon jeweils vier Millionen für den Sieger und beachtliche 120.000 U.S.-Dollar auch noch für den Letztplatzierten. Hinzu kommen noch Antrittsgelder in nicht bekannter Höhe.

Greg Norman, der CEO von LIV Golf Investments
Greg Norman, ehemalige Nummer 1 der Welt und CEO LIV Golf

Etwas prekär ist der Verlauf der Geschehnisse vor dem Hintergrund, dass die PGA Tour ihren Spielern noch im Februar erlaubte, beim Saudi International teilzunehmen.

Da gingen die Offiziellen aber noch davon aus, dass es sich um ein einzelnes Event im Rahmen der Asian Tour handelte. Nun sieht die PGA Tour den Sachverhalt aber anders. Nämlich LIV Golf als angehende Konkurrenz-Tour.

Interessant ist auch, dass das die Entscheidung der PGA Tour auf ein Statement von LIV Golf-CEO Greg Norman folgte. In diesem heißt es, dass es ab 2023 eine neue Turnierserie mit zehn Events geben soll. Zudem eine eigene Liga ab 2024 mit einem aufgestockten Budget in Höhe von astronomischen 2 Milliarden U.S.-Dollar.

Es wird also spannend, was die kommenden Wochen angeht …

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