Üben Sie Golf! 13.11.2017

Martina Eberl
Aber drei Bälle auf das Grün zu werfen und wild umherzuputten, vielleicht noch die gesteckten 18 Löcher abzuputten, dass das nicht sinnvoll ist, realisieren die wenigsten.
Martina Eberl
Don't practise practise, practise golf!
Martina Eberl
Auch beim Putten sollten Sie konzentriert üben
Martina Eberl
Martina Eberl war jahrelang auf der Ladies European Tour erfolgreich
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"Driving is funny, Putting is money" – dieser Spruch ruft bei manchem Zocker, der gerade wieder das Loch durch einen langen gelochten Putt des Gegners verloren hat, Zorn hervor. Verständlich.

Ganz so ist es natürlich auch wieder nicht. Wenn man von der Abschlagsbox nicht runterkommt, bringt einem das Weltklasse-Putten auch nichts. Aber wir wissen, auch der Zentimeter-Putt ist genauso viel wert wie ein langer Schlag. Den meisten ist das schon bewusst, aber Putten üben, das ist fad und öde. Lieber eimerweise Bällekloppen, ob mit sinnvoller Intension oder nicht, egal, Hauptsache draufhauen – das macht Spaß.

Es gibt aber auch diejenigen, die das Ganze schon durchschaut haben und sich doch ab und an auf das Puttinggrün stellen und "versuchen" zu üben. Versuchen deswegen, weil es viele nicht sinnvoll machen. Das Beispiel, den Eimer auf der Range auszuleeren, einen Ball nach dem anderen zu schlagen, ohne Ausrichtung, ohne Blick zum Ziel, ohne Schwunggedanken oder Rhythmus da versteht jeder, dass es nicht viel bringt und mit dem Spiel auf dem Platz wenig zu tun hat.

Wie viele üben das so?

Aber drei Bälle auf das Grün zu werfen und wild umherzuputten, vielleicht noch die gesteckten 18 Löcher abzuputten, dass das nicht sinnvoll ist, realisieren die wenigsten. Wie schaut das Putten auf dem Platz aus? Zuerst wird die Linie angeschaut, meistens zumindest. Dann wird ein Break festgestellt. Ein Ziel wird genommen. Ambitionierte Golfer legen sich – ob akkurat oder nicht sei dahingestellt – eine auf den Ball gemalte Linie zum Ziel bzw. auf die Ziellinie. Dann wird die Linie gecheckt (hoffentlich), ein Probe-Putt gemacht oder sogar mehrere. Dann ist es soweit: Der Putter wird an den Ball gesetzt, nochmal zum Ziel geschaut, und dann wird geputtet.

So und jetzt sagen Sie mir, wie viele das so üben? An sich wird simples Putten geübt, aber so wie es wirklich gemacht wird, das wird eigentlich nie geübt, von 80 % nicht, erlaube ich mir zu behaupten. 

Nur auf die Bälle draufschlagen, egal ob auf der Driving Range oder dem Putting-Grün, macht wenig Sinn. Don't practise practise, practise golf!

Gastkommentar von Martina Eberl

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