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Immer wieder Timing 17.09.2015

Bild 1: Unabhängig von der Schlägerwahl: Das Timing Ihres Golfschwungs, insbesondere des Back- und Downswings, sollte möglichst geringe Varianzen aufweisen
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Jonathan Taylors Studien zeigen, dass gute Golfer vor allem auch über ein gutes Timing verfügen – egal, mit welchem Schläger.


Früher dachte man, das Handicap eines Golfers stehe in direkter Relation zu seinen technischen Fähigkeiten. Kein Wunder also, dass Spieler auf der ganzen Welt regelmäßig mit dem Ziel, besseres Golf zu spielen, zu ihren Pros gerannt sind, um an ihrem Schwung zu arbeiten. Meine Forschungen haben jedoch ergeben, dass dieser Ansatz wenig zielführend ist. 

Es gibt etliche erfolgreiche Spieler, sowohl in Ihren Golfclubs als auch auf den Touren dieser Welt, deren Schwünge alles andere als perfekt sind, die allerdings dennoch ziemlich ordentlich die Kugel treffen. Und dann gibt es Golfer, die ihren Schwung verändern, nur um festzustellen, dass ihr Spiel danach schlechter ist als vor den teuren Stunden. 

Timing, Timing, Timing


Der Grund ist schlicht und einfach: Timing. Selbst ein technisch schwacher Schwung kann so getimt werden, dass gute und verlässliche Schläge herauskommen. Und der beste Schwung hilft wenig, wenn das Timing nicht stimmt. Das mögliche Ergebnis: Pull Shots, Slice, getoppte Bälle . . . – das gesamte Repertoire an unerwünschten Schlägen.

Meine Studien zeigen ganz klar, dass das Handicap eines Golfers umso höher ist, je größer die Varianz des Timings von Schlag zu Schlag und von Schläger zu Schläger ist. Heißt: Je besser Ihr Timing, desto besser Ihr Spiel. Das Studieren von unzähligen Schwung-Dateien von Tour-Spielern hat gezeigt, dass sie alle eines gemeinsam haben: Varianzen im Timing ihres Back- und Downswings lassen sich lediglich im Millisekunden-Bereich feststellen – unabhängig davon, welchen Schläger sie verwenden.  

Unglaubliche Konstanz


Als ich Ian Poulters Trackman-Videos angesehen habe, war ich von der unglaublichen Konstanz begeistert. Weniger als 40 Millisekunden Unterschied in seinem gesamten Schwung mit dem Driver, Holz 3, Hybrid 2, Eisen 2, Eisen 3 und Eisen 5. Ohne das Eisen 5 wäre der Unterschied sogar lediglich 10 Millisekunden. 

Schlüssel zum Erfolg 


Ich bin überzeugt, dass es genau diese Konstanz im Timing ist, die für den Erfolg verantwortlich ist. Sie resultiert aus unzähligen Stunden Training auf der Driving Range. Meine Schüler aus dem Freizeitgolf zeigten bis zu 300 Millisekunden Varianz zwischen den einzelnen Schwüngen. Normalerweise wurden sie schneller, je länger der Schläger war. Indem ich mit meinen Schülern ausschließlich am Timing arbeite, ist es uns gelungen, die Varianz um 50 Prozent zu reduzieren, was zu konstanteren Schlägen auf der Driving Range – und auf der Runde – geführt hat.

Jonathan Taylor: Der Engländer und GOLF TIME-Buch­autor hat zunächst „The Move“ und schließlich „Swing Simply“ entwickelt, ist Fellow of the English PGA sowie G1 Class Professional der PGA of Germany


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