Das große Missverständnis 04.07.2017

Jon Taylor
Druckverlagerung 1: Beim Ausholen baut sich Druck unter dem rechten Spann auf
Jon Taylor
Druckverlagerung 2: Beim Durchschwung verlagert sich der Druck auf den linken Fuß
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Viele Fehler, die ich bei Golfern immer wieder feststelle, haben ihre Ursache in banalen Miss­verständnissen des Golfschwungs. Nicht anders verhält es sich bei der Gewichtsverlagerung.

Wenn man beim Golfschwung von Gewichtsverlagerung spricht, dann hat das nichts damit zu tun, den Schwerpunkt des Körpers zu verlagern. Was Sie verlagern, ist das „Center of Pressure“, also das Druckzentrum.

Center of Swing

Das Schwungzentrum ist ein Punkt zwischen Ihren Schultern. Dieser Punkt sollte sich während des Golfschwungs nicht bewegen und so die Basis der Schwungachse bilden. Die Annahme, beim Schwingen das Gewicht verlagern zu müssen, führt häufig dazu, dass Golfer diese Achse von einem Fuß zum anderen verschieben.

Druckverlagerung

Stellen Sie sich das Schwungzent­rum als einen Punkt vor, der in der Mitte eines Dreiecks liegt, dessen Spitze in die Mitte zwischen Ihren Füßen zeigt. Diesen Punkt müssen Sie beim Schwingen ruhig halten. Wenn Sie ausholen, drehen sich die Schultern um diesen Punkt und Ihr rechter Fuß, das rechte Knie und die rechte Hüfte bauen einen Widerstand gegen die Dreh­bewegung auf, wodurch Druck unter dem rechten Spann aufgebaut wird. Viele Golfer nennen das Gewichtsverlage­rung. 

In Wahrheit ist es eine Druckverlagerung. Der Druck, der beim Ansprechen auf beide Füße verteilt war, verlagert sich unter den rechten Fuß, der so einen Widerstand gegen die Drehung aufbaut. Ihr Schwerpunkt verlagert sich dabei nicht. Das Gleiche passiert beim Downswing: Wenn sich Hüfte und Schultern nach links drehen, baut das linke Bein einen Widerstand gegen die Schwungbewegung auf. Dabei verlagert sich der Druck auf den linken Fuß. Erst nachdem Sie den Ball geschlagen haben, verlagern Sie Ihr Gewicht tatsächlich nach links. Der Druck liegt schließlich in der Finish Position nahezu komplett auf dem linken Bein.
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