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Die Trägheit nutzen 20.09.2016

Selbstkontrolle: Es ist die Trägheit der Masse, ...
... die das Gefühl gibt, der Schläger ziehe nach hinten
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Wie Sie die physikalische Trägheit nutzen können, um weiter zu schlagen.


Golf-Pros betonen gerne, wie wichtig es ist, beim Durchschwung den Druck auf den Schläger zu halten. Sie bringen dieses Gefühl sowohl mit Kontrolle der Richtung als auch der Länge in Verbindung. In Wahrheit geht es dabei jedoch nicht um Druck, sondern um das physikalische Thema Trägheit. Die Trägheit ist eine physikalische Kraft, die im Falle eines Golfschwungs als Widerstand bezeichnet werden kann, den Arme und Golfschläger der Körperrotation entgegensetzen. 

Dabei ist es wichtig, Muskelkraft und Geschwindigkeit beim Schwingen zu steigern, um die Trägheit des Golfschlägers zu halten. Die Trägheit ist dafür verantwortlich, dass der Release des Schlägers verzögert und somit die Schlägerkopfgeschwindigkeit gesteigert wird. Gleichzeitig wird dabei die Schlägerblattrotation reduziert. Genau diese Kombination erzeugt längere Schläge.

Übung: Kleine Chipbewegung


Beginnen Sie zunächst mit einer kleinen Chipbewegung. Die Ausholbewegung besteht dabei lediglich aus einer Schulterdrehung, bei der die Arme, Hände und der Schläger ein Dreieck bilden und durch die Schulter­drehung vom Ball wegbewegt werden. Drehen Sie im Durchschwung Hüfte und Schultern in Richtung Ziel; Arme und Hände sind dabei passiv. 

Steigern Sie das Tempo, bis Sie die Kraft spüren, die Arme und Hände nach hinten zu ziehen scheint. Das ist das Gefühl, das die Trägheit erzeugt. Ohne diese Kraft würde der Schläger durch die Schwer­kraft ganz einfach nach unten gezogen werden, also muss die Kraft der Rotationsgeschwindigkeit des Körpers zumindest gleich groß oder größer als die Schwerkraft sein.

Versuchen Sie, sich so schnell wie möglich zu drehen. Verwenden Sie dabei einen Schläger mit großem Loft (Lob Wedge). Sie sollten das Gras sowohl vor als auch nach dem Ball streifen und dabei das Gefühl haben, dass der Körper im Treffmoment noch die Kontrolle über den Schläger hat. 

JONATHAN TAYLOR Der Engländer und GOLF TIME-Buch­autor hat zunächst „The Move“ und schließlich „Swing Simply“ entwickelt,  ist Fellow of the English PGA sowie G1 Class Professional der PGA of Germany


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