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"Schenke mehr, als mir erwidert wird" 28.08.2018

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Es scheint, als würde sich die Liebesbeziehung zwischen Martin Kaymer und seinem Sport in einer komplizierten Phase befinden.


John Huggan (Interview), Götz Schmiedhausen

Einst gab es sehr viel mehr Licht in Martin Kaymers Golfkarriere. Zwischen 2008 und 2011 eilte er scheinbar mühelos von Sieg zu Sieg und erklomm mit sagenhafter Unbekümmertheit den Thron der Weltrangliste. Heute wirkt es jedoch so, als trüge Kaymer anstelle von Leichtigkeit einen schweren Mühlstein um seinen Hals. Aber wie sieht Martin Kaymer selbst seinen aktuellen Beziehungsstatus mit dem Golfsport?

"Wir kommen eigentlich ganz gut miteinander aus. Nur finde ich, dass ich Golf mehr Liebe schenke, als mir erwidert wird. Ich trainiere und übe mit enorm hohem Aufwand. Doch dieses Spiel lässt dich erst einmal leiden, bevor es anfängt, dir etwas zurückzugeben. Trotzdem habe ich einige wirklich große Erfolge gefeiert. Für mich geht es deshalb in Ordnung, dass ich nun auch durch diese Phase gehen muss. Alles in allem würde ich meine Beziehung zum Golfsport als hochinteressant bezeichnen."

Im Fokus: Martin Kaymer beim Nordea Masters

Seit dem 15. Juni 2014 wartet Martin Kaymer, der im Verlauf seiner Karriere 23 Titel als Profi gewinnen konnte, auf seinen nächsten bedeutenden Sieg. Seit er 2016 aus den Top 50 der Welt gerutscht ist, verlor er sukzessive seine Startberechtigungen für die lukrativen World Golf Championship-Turniere. Seit Anfang Mai 2018 gehört Kaymer auch nicht mehr zu den besten 100 Spielern der Welt – ein Status, den er seit Oktober 2007 innehatte. Bis einschließlich 2019 besitzt Kaymer noch eine Spielberechtigung für die PGA Tour und alle Majorturniere. Spätestens in der kommenden Saison muss der Rheinländer also wieder abliefern, bevor sich weitere Tore für ihn schließen. Doch Kaymer will von Panikmache nichts wissen. Er arbeitet hart für seine Ziele, manchmal zu hart, wie im Frühjahr, als er sich aufgrund zu intensiven Trainings eine Handgelenksverletzung zuzog und pausieren musste. Doch welchen Ziele hat Martin Kaymer überhaupt noch im Profigolf?

"Wenn ich zwei weitere Majors, das Masters und die Open Championship, gewinne, bin ich fertig. Aber dann werden die Leute sagen, dass ich noch die olympische Goldmedaille und den FedExCup gewinnen muss. Doch lass uns mal rumspinnen. Wenn ich dieses Jahr die Open und 2019 das Masters gewinnen würde, würde ich noch ein weiteres Jahr spielen, aber bestimmt nicht mehr so hart trainieren. Ich würde nicht mehr so viel leiden. Denn es würde mir schwerfallen, mich erneut zu motivieren. Natürlich würde ich noch spielen, weil mich der Golfplatz glücklich macht. Aber würde ich noch härter arbeiten, um an einem weiteren Ryder Cup teilzunehmen oder um mich zu verbessern? Nein!"

Gibt es schon Pläne für die Zeit nach Golf?

"Ich habe meine Pläne. Aber ich will das Thema nicht weiter vertiefen. Ich würde sonst den Fokus auf das verlieren, was ich derzeit tue. Es geht mir auch gut ohne Golf. Aber lass uns hier wieder anknüpfen, wenn ich das Masters und die Open gewonnen habe."

Die komplette Geschichte lesen Sie in der Golf Time Ausgabe 5/2018


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