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Range-Training deluxe 06.02.2018

Technische Bereicherung
Technische Hilfe kann das Range-Training positiv beeinflussen
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Technische Unterstützung kann den Spaßfaktor und die Qualität des Besuchs auf der Driving Range auf ein neues Niveau heben.

Von Thomas Fischbacher

Den Ball in einen Korridor schlagen, den Platz durchspielen, immer ein neues Ziel suchen, Schlagvorbereitung wie auf dem Platz – Tipps, die sich mit effizientem Training auf der Driving Range beschäftigen, gibt es wie Wasser im Atlantik. 

In der Realität sieht der klassische Besuch des Amateurgolfers auf dem Übungsareal aber oft anders aus: Ein paar Wedges, zwei bis fünf Eisen sieben und dann wird mit dem Driver gefeuert. Macht einfach mehr Spaß. 

"Nur die wenigsten trainieren so, wie Golf auf dem Platz tatsächlich gespielt wird und bauen damit den alles entscheidenden Faktor in ihr Training ein: Variabilität", schreiben beispielsweise unsere Experten Freddy und Patrick Braun von Below Par.

Technische Hilfe kann helfen

Es kostet Disziplin, wie die Profis zu trainieren. Technische Hilfe kann jedoch dabei helfen, den Grad der Überwindung zu reduzieren. Ein sogenannter Launch Monitor bildet exakt den Ballflug ab. Angebote auf dem Markt gibt es in unterschiedlichen Preisklassen (Einsteigermodelle ab 200, High-End-Lösungen bis etwa 20.000 Euro).

Unser Testgerät, der GC2 von Foresight Sports, liegt etwa in der Mitte dieser Preisspanne. Er misst mithilfe von hochauflösenden Kameras Spin-Werte, Abflugwinkel, Schwungpfad, Carry-Distanz und Ballgeschwindigkeit. Die Bedienung gestaltet sich simpel. Das etwa 1,8 Kilogramm schwere Gerät aufklappen, parallel zur Spielrichtung platzieren, fertig. Der GC2 erkennt den Ball automatisch. 

Selten hat mir ein Besuch auf der Driving Range mehr Spaß gemacht. Und selten war es leichter, das Training effektiver zu gestalten. Der Launch Monitor funktioniert natürlich auch, wenn man zu Hause gegen ein Netz schwingt. Die Werte offenbaren Richtung und Qualität des Ballflugs.

Wie weit fliegt ein Dreiviertel-Pitching-Wedge?

Schnell stellt sich heraus, wie weit ein Dreiviertel-Schwung mit dem Pitching Wedge fliegt oder welcher Schwungradius mit dem Sand Wedge nötig ist, um 50 Meter weit zu schlagen. Der Launch Monitor gibt Feedback, welche Schwunganpassung sich wie auf die Ballgeschwindigkeit oder die Spin-Werte mit den Hölzern auswirkt.

Wie unterschiedlich die Daten bei einem Fairwayholz vom Boden geschlagen im Vergleich zum aufgeteeten Ball sind, ist wirklich erstaunlich. Feedback, das man ohne diese technische Hilfe niemals in dieser Qualität erhalten würde.

Kein Runden-Ersatz

Eins-zu-eins kann man das Spiel natürlich auch mit dem Monitor nicht auf den Platz übertragen. Ein neuer Premium-Ball hat andere Eigenschaften, als die Murmel auf der Driving Range, Nicht zu verachtende Unterschiede, die den Ballflug beeinträchtigen. Auch das Rollverhalten nach dem Bodenkontakt wird nicht berücksichtigt. 

Dennoch katapultiert ein Launch Monitor die Qualität und den Spaßfaktor während des Trainings ohne jeden Zweifel auf ein neues Niveau.



Ein Blick auf die Balldaten eines Drives:

Ballgeschwindigkeit: 229 Stundenkilometer
Abflugwinkel: 14,4 Grad
Schwungpfad: 6,7 Grad von innen nach außen (Push)
Seitlicher Spin: 260 Umdrehungen pro Minute nach links (Draw-Spin)
Rückwärtsdrall: 1806 Umdrehungen pro Minute
Distanz im Flug: 225,9 Meter


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