09.06.2020

Das A und O beim Putten

Below Par
Below Par
Das A und O beim Putten – Below Par. Kein Gedanke dieser Welt lenkt einen Ball ins Loch, der von Anfang an falsch ausgerichtet wurde. Erklären Freddy und Patrick Braun von Below Par.

Vor einiger Zeit spielten wir eine 9-Loch-Runde, an die wir uns beide noch sehr gut erinnern können. Es war Freitagabend, der Platz war dementsprechend leer und dementsprechend schnell kamen wir über die ersten 8 Löcher. Auf Loch 9 liefen wir auf die Gruppe vor uns auf.

Da die neunte Bahn zum Grün hin etwas abschüssig verläuft, konnten wir die vier Personen vor uns beim Putten beobachten. Zwei Dinge sind uns dabei besonders aufgefallen:

  1. Während der eine puttete, schauten die anderen 3 zu.
  2. Einer der Spieler stand rund 30 Sekunden über dem Ball bevor er seinen Putt schließlich weit am Loch vorbeischob.
Ein Ergebnis, das absehbar war. Wir können uns nämlich nicht daran erinnern, ihn beim Lesen der Puttlinie beobachtet zu haben. Wahrscheinlich dachte dieser Spieler in den 30 Sekunden, die er den Ball ansprach, an alle möglichen technischen Abläufe. Er wollte wahrscheinlich „bloß nichts falsch“ machen und beging dabei einen der größten Fehler, den man auf dem Grün machen kann: Die Puttlinie nicht zu lesen.

“Kein Gedanke dieser Welt lenkt einen Ball ins Loch, der von Anfang an falsch ausgerichtet wurde.”

Entscheidung treffen

Wer einen Putt nicht liest und sich mit der Strecke, die der Ball zurücklegen soll, nicht vertraut macht, kann noch so lange über dem Ball stehen. Kein Gedanke dieser Welt lenkt einen Ball ins Loch, der von Anfang an falsch ausgerichtet wurde. Wir zählten drei 3-Putts und einen 4-Putt an diesem Loch.

+++ Profi-Golf-Tipps für Basics und Strategie +++

Die Dame mit dem 4-Putt sehen wir ironischerweise regelmäßig auf der Driving Range — in Begleitung eines Trainers. Noch nie haben wir einen ihrer Drives weiter als das 100m Schild fliegen sehen. Und trotzdem scheint sie der Meinung zu sein, dass sich ihr spielerischer Fortschritt im langen Spiel versteckt.

Vielleicht wird sie durch ihre Trainerstunden besser, vielleicht auch nicht. Doch in jedem Fall ließe sich ihr 4-Putt, genauso wie die 3-Putts ihrer Mitspieler durch eine kurze Vorbereitung vermeiden.

Dieser Vorgang muss übrigens nicht immer lang sein. Wichtig ist nicht so sehr, wie lange Sie sich auf Ihren Putt vorbereiten. Wichtig ist, dass Sie vor dem Schlag eine Entscheidung treffen.

  • Wie bricht der Putt? Von links nach rechts oder von rechts nach links? 
  • Wie stark bricht der Putt?
  • Rollt der Ball bergauf oder bergab? 

Solange Sie diese Fragen beantworten, haben Sie die halbe Miete bereits in der Tasche.

Freddy und Patrick Braun sind Brüder, Plus- und Singlehandicapper (+1,4 & 3,6), Bundesliga-Spieler und die Köpfe hinter der Golftrainings-Website BelowPar.de. Freddy spielte vier Jahre lang College Golf in den USA, wo er mit der Wilmington University bei den nationalen Meisterschaften 2016 unter die Top 8 Teams des Landes kam. Während seiner Zeit in den USA lernte er unter anderem von PGA-Tour-Trainern und gewann mehrere Turniere mit dem Team.

Info: www.belowpar.de

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