03.02.2022 | 09:30

Kopplung im Golfschwung – aus welcher Richtung kommt Ihr Schläger?

Dr. med. Norbert Dehoust
Dr. med. Norbert Dehoust

Kopplung im Golfschwung – „do the Twist“. Dr. med. Norbert Dehoust erklärt, wie die Kopplung aus Rück- und Durchschwung doch noch klappen könnte …


Die Golflehrer sagen uns Amateuren (Freizeitgolfspieler, ambitionierte Hobbygolfer) immer wieder, dass 90 Prozent der Amateure oder mehr von außen an den Ball kommen. Im Laufe unserer „glanzvollen“ Golfkarriere als Freizeit- oder ambitionierter Hobbygolfer haben wir allerlei Drills gelernt.

Wir haben unzählige Golfhefte nach dem entscheidenden Hinweis durchgearbeitet, waren Stunden vor dem Spiegel gestanden. Haben unseren Durchschwung in Zeitlupe beobachtet und waren immer aufs Neue überzeugt, jetzt den „heiligen Gral“ für die erfolgreiche Kopplung aus Rück- und Durchschwung gefunden zu haben.

Bis zu dem Moment, an dem wir tatsächlich den Ball wieder auf dem Golfplatz geschlagen haben.

Einfach nur nach unten „droppen“?

Auch unzählige Körbe mit Hunderten von Bällen haben das Ergebnis auf der Driving Range nicht verbessern können, sodass wir wieder leise weinend zum allmächtigen Golfpro gepilgert sind, der uns dann eröffnet hat, dass man einfach nur den Schläger am Ende des Rückschwungs nach unten „droppen“ lassen soll, dann kommt man schon richtigerweise von innen an den Ball!

Aber wie soll man da am Ende des Rückschwungs einfach nur noch den Schläger fallen lassen, wenn doch Mann oder Frau alle Energie für diesen „Downswing“ versammelt hat? Einer Spiralfeder gleich aufgespannt, die jetzt nur noch danach giert, den armen Ball möglichst weit durch die Botanik zu dreschen!

„Let’s twist again“ Lassen Sie den Oberkörper in der Rückschwungposition, so lange es geht!
„Let’s twist again“ Lassen Sie den Oberkörper in der Rückschwungposition, so lange es geht!

Bessere Kopplung zwischen Rück- und Durchschwung

Soll ich es Ihnen verraten? Ich meine es zu wissen, ich meine es selbst gefühlt zu haben, diese unglaubliche Leichtigkeit des Seins. Ich meine den Ablauf, wie sich alles zusammenfügt, wenn der richtige Start gewählt wurde.

Wenn Mann oder Frau in der Lage ist, den richtigen Start zu wählen! Aber, wir mussten in den vorherigen Ausgaben der GOLF TIME an den Bewegungsvoraussetzungen arbeiten, die körperlichen Voraussetzungen schaffen, das Körpergefühl und die Wahrnehmung für den Bewegungsablauf erarbeiten!

+++ Passend zum Thema: Dr. Dehoust – Im Zeitlupentempo +++

Und jetzt? Jetzt kommt ein ganz alter Hinweis von Jack Nicklaus, den er mal nebenbei in seinem Buch „The Full Swing“ erwähnt hat. In der Diskussion, ob es hilfreich wäre, am Ende des Rückschwungs eine Pause zu machen, um eine bessere Kopplung zwischen Rück- und Durchschwung zu erreichen.

Jack Nicklaus sagte damals, dass nur wenige sehr gute Spieler eine Pause machen würden und dass er keine Pause machen würde. Aber er würde am Ende des Rückschwungs darauf „warten“, dass seine Beine den Durchschwung starten!

Kopplung im Golfschwung – let’s twist again

Probieren Sie das einmal aus: Beginnen Sie mit einer Knierotation in Zielrichtung, so wie bei „Let’s twist again, like we did last summer“! Lassen Sie den Oberkörper in der Rückschwungposition, so lange es geht.

Und was soll ich sagen, der Schläger „droppt“ von ganz alleine nach unten, kommt von ganz alleine von innen an den Ball und da ist sie, die Leichtigkeit des Seins, des richtigen Ablaufs!

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