23.07.2021 | 16:19

Golf-Marathon: Das Unmögliche geschafft

Frederike Reichert
Frederike Reichert

Golf-Marathon. Sie haben es geschafft. Sie haben tatsächlich das schier Unmögliche in die Tat umgesetzt. Alle Golfplätze Deutschlands zu spielen. Die Rede ist von den beiden Golf-Enthusiasten Dagmar Gäde und Erst Otto Reh.


In nüchternen Zahlen ausgedrückt liest sich das dann so:

  • in 735 Golfanlagen gespielt
  • 135.000 Kilometer mit dem Wohnmobil

quer durch Deutschland

  • 7.000 Kilometer in den Beinen
  • 12.000 Löcher pro Person; und rund 66.450 Schläge p. Person, also ca. 132.900 gemeinsam fabriziert.

Dokumentiert ist das alles in 17 Ordnern voll mit Scorekarten, Korrespondenz mit den jeweiligen Klubs, Zeitungsberichten hauptsächlich der Lokalpresse und Fotos.

Golf-Marathon: Wer ist da so verrückt?

Dagmar Gäde und Ernst Otto Reh, zu Hause in Burbach-Wahlbach und ansonsten im Dillenburger GC beheimatet. „Was machen wir jetzt?“, ist die ernüchternde Frage, die sich die beiden nun stellen, „was machen wir am nächsten Wochenende…?“ Keine ernst gemeinte Frage. „Wir relaxen jetzt einmal, das war alles schon eine mächtige Aufgabe“, zieht Dagmar Bilanz.

Schließlich wurde alles gegangen, kein Schritt gefahren, und Ernst Otto Reh, 72, rückblickend: „Die Knochen haben’s heil überstanden, unsere Trolleys nicht…“ Am 16. Juni 2021 war jedenfalls das große Finale im GC Eichenried, unmittelbar vor der BMW International Open 2021. Auf den pfeilschnellen Grüns und begleitet von dem Lärm der Bauarbeiter, die die Anlage für das große Event vorbereiteten.

Dennoch schaffte Dagmar (Hcp 10,4) mit einem Birdie und fünf Pars, den Rest in Bogeys, eine rundum absolut beachtliche Schlussrunde. Das Dokumentations-Foto zeigt zwei strahlende Rekordhalter vor dem Wohnmobil mit einer GOLF TIME-Magnum als kleine Anerkennung für eine zweifellos ungewöhnliche Leistung. So nebenbei spielte Ernst Otto auch zwei Hole-inones bei dem Rekord-Unterfangen.

Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde

Unter der Referenznummer im Guinnessworld 210115163317nrdp wird die Aktion, die sich zeitlich über fünf Jahre erstreckte, dokumentiert. Abgesehen von der sportlichen Leistung haben die beiden auf ihrer Tour de Golf unvergessliche Eindrücke gesammelt: Auffällig waren „Schafe als Greenkeeper“, „Kunst auf den Golfplätzen“, „Theodor-Storm-Sprüche“ oder „Bienen-Biotope“ auf diversen Golfanlagen.

„Oder der GC Gut Immenbeck, der sein eigenes Bier braut.“ Interessant: „Eindeutig gibt es ein Nord-Süd-Gefälle, was die Kommunikation betrifft“, stellt Ernst Otto fest. Die Rekord-Sucht ist kein Zufall. Bereits 2006 spielten Dagmar und Ernst Otto den nördlichsten Golfplatz der Welt bei der Eis-Golf-WM in Uummannaq bei minus 40 Grad und im selben Jahr den südlichsten Platz der Welt auf Neuseeland, den 9-Loch-Acker „Bluff“.

Neben unvergesslichen Erinnerungen, unzähligen neuen Bekanntschaften und einem einmaligen Rekord hat sich ein anschauliches Abfallprodukt ergeben – 500 Logobälle. Wie verrückt muss man eigentlich sein…

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