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Mit richtiger Ernährung Arthrose beeinflussen 12.12.2018

ESSEN SIE SICH GESUND
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Vier Regeln, mit denen man dank gesundem Essen den Verlauf von Arthrose maßgeblich beeinflussen kann. 


von Dr. Norbert Dehoust Lehrstellenleiter der deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (MWE), der österr. Arbeitsgemeinschaft für Manuelle Medizin (ÖAMM) und Vertrauter von Bernhard Langer

Sind die Gelenke durch degenerative Veränderungen bereits vorgeschädigt, können die für Knorpelaufbau und Bindegewebsregeneration wichtigen Substanzen nicht mehr in ausreichender Menge durch die Nahrung zugeführt werden. Betroffene Gelenke benötigen vor allem Glucosamin und Chondroitin in Sulfatform. Beide regen den Aufbau und das Wachstum des Knorpels an und lindern durch ihre entzündungshemmende Wirkung zusätzlich Schmerzen. 

Glucosamin wird aus dem Chitin von Muscheln und Krabben gewonnen. Die stärkste Konzentration an Chondroitinsulfat findet man allerdings im Knorpel, der eine antibiotische und entzündungslindernde Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Kombination dieser beiden Substanzen mit den bioaktiven Schwefelspendern Methionin und Cystein. Sie werden auch für die Regeneration des Bindegewebes gebraucht. 

Schwefel hat ebenfalls eine entzündungs- und degenerationshemmende Wirkung, dabei aber – ähnlich wie Wasser – keinerlei Nebenwirkungen. Zusammensetzung und Qualität dieser Stoffe sind absolut ausschlaggebend für ihre Wirkung. Seien Sie folglich kritisch bei Ihrer Wahl, und lassen Sie sich nicht von vermeintlich billigen Produkten ködern – Qualität hat ihren Preis! Bevorzugen Sie Produkte, deren Glucosamin- und Chondroitinsulfate natürlichen Ursprungs sind. Wählen Sie Extrakte – sie enthalten ein Mehrfaches an Wirkstoff, im Gegensatz zu Konzentraten, die meist in Billigpräparaten verwendet werden. 

Die richtige Ernährung - Vier goldene Regeln:
Auch mit der richtigen Ernährung können Sie den Verlauf Ihrer Arthrose maßgeblich beeinflussen. Betroffene sollten sich möglichst an folgende vier Regeln halten: 

1.) Tierische Fette meiden
Fettreiche tierische Lebensmittel wie Leber, Eigelb oder Schweineschmalz haben einen hohen Gehalt an Arachidonsäure, die im Körper die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe begünstigt. Deshalb sollten Fleisch oder Eierspeisen höchstens zwei- bis dreimal pro Woche verzehrt werden und Schweinefleisch am besten ganz ersetzt werden durch Kalbfleisch oder Geflügel aus einer Bio-Tierhaltung. Allein durch Verzicht auf Schweinefleisch (Arachidonsäurelieferant) konnten wir die Tendenz zu entzündlichen Gelenkerkrankungen bei vielen Patienten deutlich reduzieren. 

2.) Fit mit Fisch
Fisch ist reich an Omega-3- Fettsäuren, die den Erhalt des Gelenkknorpels fördern. Gleichzeitig enthält er viel Vitamin E, das im Körper als Radikalenfänger wirkt und damit auch Entzündungen einbremst. 



Besonders empfehlenswert sind Lachs, Makrele, Hering und Sardine. 

3.) Gesund macht Gesund
Milchprodukte (es sei denn, Sie haben eine Lactoseintoleranz), frisches Obst und Getreide enthalten alles, was Ihr Körper braucht. Achten Sie auch bei der Auswahl des Getreides auf einen biologisch wertvollen, kontrollierten Anbau und geben Sie lieber ein bisschen mehr Geld aus für „gutes Schrot und Korn“. Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Gewicht und vertrauen Sie auch bei der Ernährung auf die Kraft der Natur. 



Mal ein Stückchen Kuchen, mit dem sich auch ein Bernhard Langer nach einer besonderen Runde „belohnt“, sollte, wie auch bei ihm, die Ausnahme und nicht die Regel sein, da der darin enthaltene Zucker ebenfalls „sauer“ verstoffwechselt wird und damit Gelenkentzündungen begünstigt. 

4.) Viel Vitamin D
Arthrose-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Da sind Sie mit einer Sportart im Freien auf der „gefederten“ Wiese bei hoffentlich schönen sonnigen Runden schon auf der richtigen Seite. Vitamin D stärkt dabei noch zusätzlich den Knochen und hilft Ihnen, gesund zu bleiben. Es steckt vor allem in Milchprodukten und Fisch, den Sie sich schon nach Ihrer Runde im Clubhaus bestellt haben. 


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