03.07.2022 | 14:45

Drivertest 2022 – die 14 längsten Modelle

Robogolfer
Robogolfer

Drivertest 2022 – die 14 längsten Modelle vom Tee. 14 aktuelle Driver der führenden Hersteller im Härtetest durch Mensch und Maschine. Getestet mit dem Miya Shot Robo V Schwungroboter bei einheitlich 90 km/h Schlägerkopfgeschwindigkeit.


Da flogen wieder die Funken, dass es eine echte Freude war: Rund 700 Bälle haben wir im Zuge unseres Drivertests 2022 von unserem Miya Shot Robo V-Schwungroboter schlagen lassen.

Hier geht es zu den Ergebnissen

Das alles, um Ihnen einen detaillierten Überblick über die Performance-Eigenschaften von zwölf neuen – und auch nach wie vor noch aktuellen – Drivermodellen 2022 zu liefern.

Im ersten Teil geht es um die Gesamtdistanz. Wir wollten wissen, welcher Driver am längsten ist.

Das in Kombination aus Carrylänge plus Roll und mit „square“ ausgerichtetem Schlagfläche im Treffmoment sowie einem Eintreffwinkel von rund 1,0°.

Wir haben die Bälle also mit den Drivern in einer leichten Aufwärtsbewegung geschlagen.

So testen wir …

Nach jeweils vorhergehender Justierung schlägt der Miya Shot Robo V-Schwungroboter mit seinen drei unabhängig voneinander arbeitenden Servomotoren insgesamt 50 Bälle mit jedem Driver.

Davon zehn im Sweetspot mit „square“ ausgerichtetem Schlägerblatt, zehn im Sweetspot mit geöffnetem Schlägerblatt (6°), um Slices zu simulieren, sowie weitere zehn im Sweetspot mit geschlossener Schlagfläche (6°), um wiederum Hooks zu simulieren.

Der Miya Shot Robo V Schwungroboter mit seinen drei unabhängig voneinander arbeitenden Servomotoren ist der perfekte Tester, um objektiv vergleichbare Resultate zu erzielen.
Der Miya Shot Robo V Schwungroboter mit seinen drei unabhängig voneinander arbeitenden Servomotoren ist der perfekte Tester, um objektiv vergleichbare Resultate zu erzielen.

Hinzu kommen zehn außerhalb des Sweetspots, nahe des Schafts (Heel) getroffene Schläge, sowie zehn nahe der Schlägerspitze (Toe). Damit wird die Fehlertoleranz der Driver bei unsauber getroffenen Bällen simuliert.

+++ Zum Thema: Die längsten Driver 2021 +++

Aus diesen zehn geschlagenen Bällen haben wir wiederum die zwei besten und schlechtesten Ergebnisse herausgenommen und aus den übrigen sechs den Durchschnitt errechnet. Das sind dann auch die Daten, die Sie in den Tabellen vorfinden.

Der Trackman Launch Monitor
Der Trackman Launch Monitor

Die Schwunggeschwindigkeit bzw. die Geschwindigkeit, mit der die Bälle im Treffmoment geschlagen werden, beträgt bei jedem Schlag 90 mph (~ 145 km/h). Alle Modelle sind zudem mit Graphitschäften in „Regular Flex“ versehen. Ausnahme: Komperdell Hephaistos (10,0° Loft).

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Bei verstellbaren Drivern wird ein neutrales Setup gewählt. Als Ball wird für den Test einheitlich der Callaway Chrome Soft verwendet.

Der einheitlich verwendete Ball: Der Callaway Chrome Soft Truvis
Der einheitlich verwendete Ball: Der Callaway Chrome Soft

Worauf sollte man achten?

Zunächst sollte ein Driver einen möglichst hohen Ball Speed im Treffmoment generieren, wodurch der Energietransfer auf den Ball verdeutlicht wird.

Beim Abflugwinkel und auch bei der maximalen Höhe der Flugbahn des Balls ist dies eine andere Sache: Beide Faktoren sind eher subjektiv, werden dabei maßgeblich von der Spin Rate des Balls – ein wiederum bedeutender Faktor – beeinflusst.

PLATZ 3: TaylorMade Stealth; Spin Rate: 2297 U/min (Platz 3), max. Flughöhe: 21,0m (Platz 7)
Beispiel-Chart: TaylorMade Stealth Driver; Spin Rate: 2297 U/min (Platz 3), max. Flughöhe: 21,0m (Platz 7)

In der Regel gilt: Je höher die Spin Rate, desto höher die Flugbahn, da sich der Ball höher in den Himmel „schraubt“.

Dies geht jedoch zulasten der Carry-Länge – jener Distanz, die der Ball in der Luft zurücklegt, bis er zum ersten Mal auf den Boden trifft – sowie des Rolls und damit der Gesamtdistanz (Carry plus Roll).

Zu wenig Spin wiederum bzw. eine zu flache Flugbahn resultiert meist in einem kurzen Carry, jedoch in der Regel verbunden mit einem längeren Roll.

Der Ball „stürzt“ hier regelrecht ab. Das perfekte Zusammenspiel ist das A und O – nicht zuletzt natürlich der Ball bzw. dessen Spin-Eigenschaften.

+++ Zum Thema: 12 Driver 2021 im Slice-Check +++

Bei den Fehlertoleranz-Kategorien (Heel-und Toe-Treffer) ist es dagegen ganz einfach: Je geringer der Längenverlust und die Abweichung von der Ideallinie null, desto besser (ein Minus bedeutet links oder kürzer, kein Minus oder ein Plus bedeutet rechts davon bzw. weiter).

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Folgende Driver 2022 haben wir getestet:

  • Callaway Rogue ST Max D
  • Callaway Rogue ST Max LS
  • Cobra KING LTDx
  • Cobra KING LTDx Max
  • Komperdell Hephaistos
  • Mizuno ST-Z 220
  • Ping G425 LST
  • TaylorMade Stealth
  • TaylorMade Stealth HD
  • TaylorMade Stealth Plus
  • Titleist Tsi1
  • Titleist Tsi2
  • Titleist Tsi3
  • Wilson Staff D9

Drivertest 2022 – unsere Fazits:

Callaway Rogue ST Max D Driver

 

PLATZ 6: Callaway Rogue ST Max D; Schaft: Project X Cypher Fifty
Callaway Rogue ST Max D

Wer einen hohen Ballflug bevorzugt, ist beim Rogue ST Max D genau richtig. Das Modell generiert im Zusammenspiel mit dem zweithöchsten Abflugwinkel und der zweithöchsten Spin Rate die höchste Flug bahn des Tests.

Das resultiert überraschend im zweitlängsten Carry, gefolgt jedoch vom kürzesten Roll. Dennoch: Anständige Länge und punktgenaues Spiel nach der Landung lautet das Motto beim ST Max D.

  • Schaft: Project X Cypher Fifty
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 569,–
  • Info: www.callawaygolf.com

Callaway Rogue ST Max LS Driver

PLATZ 14: Callaway Rogue ST Max LS; Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei AV Blue 55
Callaway Rogue ST Max LS

Der Rogue ST Max LS erweist sich als die erste Wahl für Slice-geplagte Golfer. Hier Platz 1 in der seitlichen Abweichung und Platz 2 in der Längenvarianz.

Der ST Max LS schickt den Ball auf eine etwas flachere Flugbahn als der ST Max D, dabei im Gesamtvergleich bei mittlerer Höhe.

Das Carry, ebenfalls im direkten Vergleich in der Mitte angesiedelt, wird gefolgt von einem etwas längeren Roll als das des ST Max D.

  • Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei AV Blue 55
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 569,–
  • Info: www.callawaygolf.com

Cobra KING LTDx Driver

PLATZ T9: Cobra KING LTDx; Schaft: HZRDUS Smoke iM10 60
Cobra KING LTDx

Ein flacher Abflugwinkel und die niedrige Spin Rate lassen den Cobra KING LTDx den Ball auf eine vergleichsweise flache Flugbahn schicken. Genauer gesagt, die viertniedrigste des Tests.

Die Carry-Distanz fällt daher im direkten Vergleich nicht ganz so lang aus, wird aber erwartungsgemäß von einem der längsten Rolls gefolgt.

In Summe bringt es der KING LTDx so zu einer durchaus beachtlichen Gesamtdistanz.

  • Schaft: HZRDUS Smoke iM10 60
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,50“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 499,–
  • Info: www.cobragolf.de

Cobra KING LTDx Max Driver

 

PLATZ T12: Cobra KING LTDx Max; Schaft: HZRDUS Smoke iM10 60
Cobra KING LTDx Max

Der Cobra KING LTDx Max ist der Testsieger in der Kategorie Hook -Verzeihung und sticht hier klar hervor. Auch was die Distanzvarianz in dieser Kategorie angeht, erweist sich das Modell als einer der Spitzenreiter.

In puncto Slice-Verzeihung ist der LTDx Max einer der Besten, hier Platz 4 im direkten Vergleich und bei der generellen seitlichen Abweichung Platz 2 – sehr, sehr fein in Sachen Fehlertoleranz.

  • Schaft: HZRDUS Smoke iM10 60
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,50“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 499,–
  • Info: www.cobragolf.de

Komperdell Hephaistos Driver

PLATZ T7: Komperdell Hephaistos; Schaft: K6 Carbon
Komperdell Hephaistos
  • Schaft: K6 Carbon
  • Loft: 10,0°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,50“
  • Linkshänder: nein
  • Preis (€): 399,95
  • Info: www.komperdellgolf.com

Mizuno ST-Z 220 Driver

PLATZ T7: Mizuno ST-Z 220; Schaft: Aldila Ascent 50
Mizuno ST-Z 220

Hoher Energietransfer im Treffmoment bei vergleichsweise flacher Flugbahn, gefolgt von einem langen Roll.

Der Mizuno ST-Z 220 bringt es auf beachtliche Distanzen, ist dabei in Hinblick auf die „Spurtreue“, sprich seitliche Abweichung bei square aus gerichtetem Schlägerblatt, ungeschlagener Testsieger.

Auch bei der Slice-Verzeihung punktet das Modell, einzig Golfer mit Hook-Problemen haben eher das Nachsehen.

  • Schaft: Aldila Ascent 50
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,0“
  • Linkshänder: nein
  • Preis (€): 499,-
  • Info: www.mizunogolf.com

Ping G425 LST Driver

PLATZ T12: Ping G425 LST; Schaft: Alta CB 55 Slate
Ping G425 LST

Der Ping G425 LST glänzt durch explosiven Energietransfer im Treffmoment und schickt den Ball mit der höchsten Spin Rate des Tests auf eine mittelhohe Flugbahn.

Das resultiert in einem Carry im oberen Mittelfeld bei vergleichsweise moderatem Roll. Auch hier steht die Kontrolle des Balles nach der Landung im Fokus.

Ungeschlagen ist der LST bei unsauber getroffenen Bällen im Toe-Bereich und ebenfalls stark bei Heel-Treffern.

  • Schaft: Alta CB 55 Slate
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 525,-
  • Info: www.ping.com

TaylorMade Stealth Driver

PLATZ 3: TaylorMade Stealth; Schaft: Ventus Red 5 54
TaylorMade Stealth

Der TaylorMade Stealth brilliert – trotz niedrigster Ball Speed im Treffmoment – als einer der Längsten des Tests.

Gleichzeitig auch als einer der Fehlerverzeihendsten in Hinblick auf die Slice- und Hook-Toleranz: Platz 3 in der Gesamtdistanz sowie jeweils der 2. Rang bei der seitlichen Slice- und Hook-Abweichung.

Wer in der Lage ist, ordentlich Zug auf den Ball zu bringen, kann hier noch mehr an Länge herausholen. Top!

  • Schaft: Ventus Red 5 54
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 629,-
  • Info: www.taylormadegolf.eu

TaylorMade Stealth HD Driver

PLATZ T9: TaylorMade Stealth HD; Schaft: Fujikura Air Speeder 45
TaylorMade Stealth HD
  • Schaft: Fujikura Air Speeder 45
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 629,-
  • Info: www.taylormadegolf.eu

TaylorMade Stealth Plus Driver

PLATZ 4: TaylorMade Stealth Plus; Schaft: HZRDUS Smoke RDX Red 60
TaylorMade Stealth Plus

Der TaylorMade Stealth Plus steht dem Stealth in so gut wie nichts nach. Auch er glänzt durch eine der längsten Gesamtdistanzen, erzeugt dabei aber eine wesentlich flachere Flugbahn als der Stealth und folglich auch einen längeren Roll.

Bei der seitlichen Sliceabweichung ist das Modell im oberen Mittelfeld angesiedelt, Platz 3 wiederum, was hier die Distanzvarianz angeht. Platz 1 zudem bei der Hook-Distanzvarianz.

  • Schaft: HZRDUS Smoke RDX Red 60
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 649,-
  • Info: www.taylormadegolf.eu

Titleist Tsi1 Driver

PLATZ 1: Titleist Tsi1; Schaft: Aldila Ascent UL 40
Titleist Tsi1

Der Weitenjäger schlechthin kommt aus dem Hause Titleist. Das geschickt ausgeklügelte Zusammenspiel aus (höchster) Ball Speed, Abflugwinkel, Spin Rate und Roll lassen den TSi1 das längste Carry und in Folge auch die mit Abstand längste Gesamtdistanz erzielen.

Einziger Makel ist hier die Fehlertoleranz: Bei geslicten und auch unsauber getroffenen Bällen im Toe- wie Heel-Bereich reagiert der TSi1 sehr empfindlich.

  • Schaft: Aldila Ascent UL 40
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 599,-
  • Info: www.titleist.de

Titleist Tsi2 Driver

PLATZ 2: Titleist Tsi2; Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei AV Blue 55
Titleist Tsi2

Auch der Titleist TSi2 erweist sich als echter Längengenerator, mit etwas anderen Ballflugeigenschaften als der TSi1.

Er schickt den Ball auf eine höhere Flugbahn und generiert in Folge ein etwas kürzeres Carry und auch Roll. Alles in allem hier der hervorragende Platz 2 in der Gesamtdistanz.

Der TSi2 ist dabei wesentlich fehlerverzeihender als der Tsi1, vor allem, was die Slice- und Hook-Toleranz angeht. We like!

  • Schaft: Mitsubishi Chemical Tensei AV Blue 55
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 599,-
  • Info: www.titleist.de

Titleist Tsi3 Driver

PLATZ 5: Titleist Tsi3; Schaft: HZRDUS Smoke RDX Black 60
Titleist Tsi3
  • Schaft: HZRDUS Smoke RDX Black 60
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,75“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 599,-
  • Info: www.titleist.de

Wilson Staff D9 Driver

PLATZ 11: Wilson Staff D9; Schaft: UST Mamiya Helium 46
Wilson Staff D9

Der Wilson Staff D9 ist die erste Wahl für Golferinnen und Golfer, die eine flache Flugbahn mit langem Roll bevorzugen.

Demnach generiert der D9 die flacheste Flugbahn des Tests bei gleichzeitig längstem Roll.

Stark ist die Konstanz bei der Distanzvarianz sowohl bei geslicten wie auch gehookten Bällen.

Ähnlich positiv verhält sich das Modell bei unsauber getroffenen Bällen im Heel-Bereich.

  • Schaft: UST Mamiya Helium 46
  • Loft: 10,5°
  • Schaft-Flex: Regular
  • Schaftlänge: 45,625“
  • Linkshänder: ja
  • Preis (€): 375,-
  • Info: www.wilsongolf.com

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