18.07.2021 | 12:25

Golf Eisen Test 2021 – Die 10 besten Performer gegen den Slice

Robogolfer
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Golf Eisen Test 2021 – Die 10 besten Performer gegen den Slice. Wir haben im ersten Teil unseres Eisen Tests 2021 zehn 6er-Eisen auf ihre Performance gegen den Slice untersucht. Wie immer, mit dem Miya Shot Robo V Schwungroboter.


Länge ist zwar ein wichtiger Faktor im Golf, aber für viele Golfer*innen stellt der Slice die eigentliche Herausforderung dar.

Eine Herausforderung, die im Grunde auch dafür verantwortlich ist, warum so mancher Ball nicht nur die ungewollte links-rechts-Kurve fliegt, sondern in der Regel auch viel Länge kostet.

Grund genug, im ersten Teil zehn aktuelle Modelle der führenden Hersteller in unserem Golf Eisen Test 2021 dahingehend auf Herz und Nieren zu prüfen.

Hier geht es zu den Ergebnissen

So haben wir die 6er-Eisen auf ihre Slice Toleranz getestet

Jedes 6er-Eisen (die Lofts auf den Bildern stellen nicht unbedingt die Lofts der getesteten Eisen dar), repräsentativ als mittleres Eisen im Set, haben wir mit dem Miya Shot Robo V Schwungroboter insgesamt zehn Bälle schlagen lassen.

Der Miya Shot Robo V Schwungroboter mit seinen drei unabhängig voneinander arbeitenden Servomotoren ist der perfekte Tester, um objektiv vergleichbare Resultate zu erzielen.
Der Miya Shot Robo V Schwungroboter mit seinen drei unabhängig voneinander arbeitenden Servomotoren ist der perfekte Tester, um objektiv vergleichbare Resultate zu erzielen.

Die zwei besten und zwei schlechtesten Ergebnisse haben wir aus der Wertung genommen und aus den übrigen sechs den Durchschnitt errechnet. Dies sind die dargestellten Werte.

Geschlagen wurden die Bälle mit einem geöffneten Schlägerblatt von 3°, um den Slice zu simulieren. Der Angle of Attack betrug dabei rund -4°, was bedeutet, dass die Bälle stets in einer Abwärtsbewegung getroffen wurden.

Die Schwunggeschwindigkeit betrug einheitlich 80mph (rund 129km/h).

Als Ball haben wir den Callaway Chrome Soft Truvis verwendet, als Launch Monitor einen Trackman.

Worauf gilt es zu achten?

Zwei Faktoren spielen bei der Slice Verzeihung eine Rolle: Zunächst die seitliche Abweichung. Also die Distanz, die der Ball rechts von der Ideallinie „Null“ zur Ruhe kommt. Hier sei erwähnt, dass ein Schläger, der den Ball weiter schlägt, als ein anderer, in der Regel auch eine eher höhere Abweichung erzielt.

Aber dennoch, bei der Bewertung der Slice Verzeihung der getesteten Eisen gilt: Je geringer die seitliche Abweichung in Metern, desto besser.

+++ Passend zum Thema: Die längsten Eisen 2021, Teil 1 +++

"Beispiel-Chart

Hinzu kommt der Faktor Distanzverlust. Damit ist der Längenverlust gemeint, den der Schläger in Folge des offenen Schlägerblatts generiert im Vergleich zu Schlägen mit square ausgerichteter Schlagfläche.

Square vs. geöffnete Schlagfläche

Ganz klar: Ein Schläger, der mit gerade ausgerichteter Schlagfläche auf den Ball trifft, generiert mehr Energietransfer auf den Ball, als einer mit geöffneter. Mal abgesehen von der rechts abweichenden Flugbahn (bei Rechtshändern).

Der Ball „rutscht“ hier mehr über das Schlägerblatt und kann nicht die maximale Energie aufnehmen. Das lässt sich auch schön durch die geringere Ball Speed im Treffmoment verdeutlichen.

Ebenso hat die geöffnete Schlagfläche beim Slice – im Vergleich zur gerade ausgerichteten – einen höheren Abflugwinkel und eine höhere Spin Rate zur Folge.

Diese Faktoren resultieren so gut wie immer in einer höheren Flugbahn des Balles und in Folge einem kürzeren Carry. Durch den meist steileren Eintreffwinkel des Balles auf den Boden, folgt auch ein kürzerer Roll und summa summarum eine kürzere Gesamtdistanz.

Ganz klar: Bei geöffneter Schlagfläche fliegen die Bälle nach rechts
Ganz klar: Bei geöffneter Schlagfläche fliegen die Bälle nach rechts (Rechtshänder)

Eine geringe seitliche Abweichung mag ja schon einmal ganz gut sein. Aber wenn der Ball dann massiv kürzer zur Ruhe kommt, ist dies eben auch ein Manko, auf das geachtet werden sollte.

+++ Auch interessant: 12 Driver 2021 im Slice-Check +++

Im Idealfall sollte also die seitliche Abweichung und auch der Distanzverlust sich in möglichst geringem Ausmaß bemerkbar machen. Denn erst das zeichnet einen wirklich guten Performer gegen den Slice aus.

Gewertet haben wir die zehn Modelle demnach kombiniert nach Platzierung in den bereits besprochenen Kategorien seitliche Abweichung und Distanzverlust.

Dabei haben die Modelle Punkte (1 bis 10) gemäß ihres Rankings in der jeweiligen Kategorie erhalten und diese wurden addiert. Die Platzierung spiegelt demnach diese Ergebnisse wider.

Folgende Eisen haben wir getestet (nach Alphabet)

  • Callaway Apex, Loft: 26,5°, Schaft: UST Mamiya Recoil Dart 75 Graphite, Preis: € 199,86/Eisen
  • Callaway Apex DCB, Loft: 26,5°, Schaft: UST Mamiya Recoil Dart 65 Graphite, Preis: € 199,86/Eisen
  • Cobra King Radspeed, Loft: 24,0°, Schaft: UST Recoil 460 ESX, Preis: € 119,16/Eisen
  • Ping G425, Loft: 26,5°, Schaft: Ping Alta CB Slate, Preis: € 124,88/Eisen
  • Srixon ZX5, Loft: 27,0°, Schaft: Mitsubishi Diamana ZX 60 R, Preis: € 191,50/Eisen
  • Srixon ZX7, Loft: 28,0°, Schaft: Mitsubishi Diamana ZX 60 R, Preis: 199,80/Eisen
  • TaylorMade P770, Loft: 29,0°, Schaft: UST Mamiya Recoil ES 760, Preis: € 199,85/Eisen
  • Taylor Made SIM2 Max, Loft: 25,0°, Schaft: UST Mamiya Recoil ES 760, Preis: €164,-/Eisen
  • TaylorMade SIM2 Max OS, Loft: 23,5°, Schaft: UST Mamiya Recoil ES 760, Preis: €164,-/Eisen
  • Wilson Staff D9, Loft: 24,0°, Schaft: Mitsubishi Tensei AV 60, Preis: € 114,16/Eisen

Golf Eisen Test 2021: Anmerkung in eigener Sache

Erwähnt sei – last but not least – dass wir in der Regel „Players“ oder „Performance“ Modelle, egal, ob Driver, Eisen, Fairwayhölzer, Hybride, Bälle etc. getrennt von den „Game Improvement Modellen“ testen. Dieses Jahr ist dies aber leider noch nicht reibungslos möglich.

Die Folgen der Corona-Pandemie haben nach wie vor ihre Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller (und auch Shops). Weswegen zahlreiche davon nicht in der Lage waren und nach wie vor sind, die von uns angeforderten Modelle zeitgerecht zu liefern.

Sobald wir die noch ausstehende Modelle erhalten haben, werden wir diese noch einmal „proper sortiert“ darstellen.

Auch sei im Zusammenhang mit den Eisen Tests hier noch einmal auf das Problem der variierenden Lofts hingewiesen.

Da die Schlägerindustrie bei den Eisen unverändert über keine Norm verfügt, weichen die Lofts der getesteten Eisen um bis zu 4,5° voneinander ab. Das macht natürlich einen Riesenunterschied, gerade bei Längenvergleichen. Denn ein niedrigerer Loft bringt einfach mehr Energie und Dynamik auf den Ball als ein (wesentlich) höherer.

Aber dennoch: Wenn Sie in den Pro Shop gehen und zehn Eisen nebeneinander stehen haben, können Sie den Unterschied nicht unbedingt erkennen.

Das führt dazu, dass Sie sich wahrscheinlich wundern werden, warum Sie mit Eisen A möglicherweise wesentlich weiter schlagen, als mit Eisen B. Dabei liegt es wohl nur an den unterschiedlichen Lofts.

Letztendlich mag das für Sie vielleicht keine Rolle spielen, es ist dennoch wichtig, zu wissen, was möglicherweise dahinter steckt.

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