23.05.2022 | 06:00

PGA Championship – Justin Thomas gewinnt im Stechen

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Justin Thomas gewinnt die 104. PGA Championship und damit sein zweites Major nach 2017. Im Stechen über drei Löcher triumphiert der Amerikaner über Landsmann Will Zalatoris.


Die PGA Championship scheint „sein“ Major zu sein. Nach 2017 gewinnt Justin Thomas (Foto: picture alliance) im Southern Hills Country Club seine zweite Wanamaker Trophy.

Der 29-Jährige macht einen Rückstand von sieben Schlägen gut und egalisiert damit den Rekord bei dem Turnier für den größten wettgemachten Rückstand während der Schlussrunde von John Mahaffey aus dem Jahr 1978.

Dabei sah es zu Beginn eben dieser der Schlussrunde alles andere danach aus. Thomas war mit sieben Schlägen Rückstand auf den Führenden Mito Pereira und zusammen mit Steward Cink in den Sonntag gestartet.

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Zwei Bogeys und zwei Birdies ließen ihn den Turn noch bei Even machen machen.

Dann legte der Amerikaner einen Gang zu und drei Birdies auf den Back Nine ließen ihn mit einer 67 (-3) und insgesamt 275 Schlägen (-5) den Tag beenden. Gleichauf mit Will Zalatoris (71, +1), der das Turnier nach der zweiten Runde angeführt hatte.

Dass es schließlich zum Stechen über drei Löcher zwischen Zalatoris und Thomas kommen sollte, daran hatte vor allem der Führende nach 54 Löchern, Mito Pereira, seinen Anteil beigetragen.

Der Chilene, der mit drei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde gestartet war, stolperte mit einer 75 (+5) ins Ziel. Musste sich am Ende, zusammen mit Cameron Young, mit dem geteilten dritten Platz zufrieden geben.

Sein Scheitern ist umso bitterer, als er noch vier Löcher vor Schluss mit zwei Schlägen vorne lag. Und noch mit einem Schlag, als er auf die 18 ging. Dort unterlief Pereira dann das wohl bitterste Doppel-Bogey seiner Karriere. Der Rest ist Geschichte.

PGA Championship – Entscheidung im Stechen

Im Stechen zwischen Thomas und Zalatoris ging es für das Duo zunächst auf die 13 (Par 5), die beide mit einem Birdie absolvierten.

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Auf dem zweiten Extraloch, der kurzen 17 (Par 4), gelang es Thomas, das Grün zu driven und mit zwei Putts das entscheidende Birdie zu spielen. Zalatoris gelang hier nur das Par.

Ebenso auf dem dritten und letzten Extraloch, der 18 (Par 4), auf dem beide ebenfalls Par spielten.

Der Sieg war Thomas‘ 15. insgesamt und nach 2017 sein zweites Major. In der Pressekonferenz im Anschluss an die Siegerehrung, meinte der 29-Jährige: „Das war heute ein bizarrer Tag. Ich habe an mich geglaubt und nicht auf das Leaderboard geschaut.

Bones (Caddie Jim Mackay, Anm. d. Red.), hat heute einen unglaublichen Job erledigt. Ich habe ihm die Schlägerwahl überlassen und er hat mich dazu gebracht, geduldig zu bleiben und mich immer nur auf den nächsten Schlag zu konzentrieren. Das war ein unglaublicher Sieg als Team für uns alle.“

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Mit seinem Sieg reiht sich Justin Thomas zu Jack Nicklaus, Tiger Woods, Johnny Miller, Tom Watson und auch Rory McIlroy. Jenem kleinen Kreis an Champions also, denen es seit dem zweiten Weltkrieg gelungen war, mindestens 15 Toursiege und zwei Majors vor ihrem 30. Geburtstag zu holen.

Für seinen Sieg erhielt Thomas einen Scheck in Höhe von 2,7 Millionen U.S.-Dollar, Will Zalatoris immerhin noch $1,62 Millionen und Mito Pereira bzw. Cameron Young jeweils 870.000 U.S.-Dollar.

PGA Championship – die weiteren Ergebnisse

Die Nachricht des Turniers, abgesehen natürlich vom Sieg von Justin Thomas, war das Aufgeben von Tiger Woods nach der dritten Runde.

+++ Zum Thema: PGA Championship – Tiger Woods gibt auf +++

Der 15-fache Majorsieger, der die PGA Championship 2007 in Southern Hills gewann, kam am „Moving Day“ mit einer 79 (+9) ins Clubhaus, dem höchsten Score in seiner PGA Championship-Historie.

Probleme mit dem Bein machten dem 46-Jährigen dann doch mehr zu schaffen, als er gehofft hatte, so dass er sich dazu entschloss, zurückzuziehen.

Tiger Woods (Foto: picture alliance)
Tiger Woods (Foto: picture alliance)

Einen großen Satz das Leaderboard hinauf hatte am Sonntag Tommy Flettwood gemacht. Der Engländer verbesserte sich mit seiner 67 (-3) um zwölf Plätze und beendete die Woche auf dem geteilten 5. Rang. Mit ihm Landsmann Matt Fitzpatrick (73, +3) und der Amerikaner Chris Kirk (68, -2).

Rory McIlroy, der das Feld nach der ersten Runde angeführt hatte, konnte am Sonntag mit seiner 68 (-2) einige Plätze gutmachen. Er beendete die Woche auf dem alleinigen 8. Rang.

Nachdem Alex Cejka und Martin Kaymer am Cut gescheitert waren, blieben aus deutschsprachiger Sicht nurmehr die beiden Österreicher Bernd Wiesberger und Sepp Straka am Wochenende dabei.

Bernd Wiesberger (Foto: picture alliance)
Bernd Wiesberger (Foto: picture alliance)

Wiesberger belegte nach seiner 70 (Even Par) und unter anderem mit Bubba Watson und Tony Finau den geteilten 30. Platz.

Sepp Straka kam mit einer 76 (+6) ins Clubhaus, gleichbedeutend mit dem 78. Rang.

Hier geht es zum finalen Leaderboard

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