11.03.2020

Chip aus dem Rough

Golftimer
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Chip aus dem Rough. Adrian Tischer beschreibt in diesem Tipp, mit welcher Technik er die besten Ergebnisse erwartet, wenn der Ball rund ums Grün tief im Gras liegt.


Typischerweise wächst das Gras rund um die Grüns immer etwas dichter und höher als auf dem Rest des Golfplatzes. Die Folge: Nach einer verzogenen Annäherung ist es meist schwierig, den Ball kontrolliert in Richtung Fahne zu spielen.

Adrian Tischer von der Spindoctors Golfschule in Iffeldorf beobachtet in solchen Situationen häufig, dass Amateure versuchen, das Problem mit einem offenen Schlägerblatt (rechts vom Ziel) und offenem Stand (links vom Ziel) zu lösen. “Das ist allerdings eine Technik, bei der sich die Probleme schnell multiplizieren und zu einem katastrophalen Ergebnis führen können.”

BEKANNT, ABER RISKANT

Der Schlag mit offenem Schlägerblatt und offenem Stand birgt einige Risiken. Golf ist ein Spiel von Wahrscheinlichkeiten. Wenn man sich ehrlich die Frage beantwortet, ob man in der Lage ist, einen Schlag in der jeweiligen Situation sicher auszuführen und zu dem Ergebnis kommt, dass dies wohl eher nicht der Fall ist, sollte man den Schlag auch nicht ausführen; außer es gibt keine andere Möglichkeit.

EINFACH UND EFFEKTIV

Mit geschlossenem Schlägerblatt und geschlossenem Stand befreit man den Ball selbst aus dem höchsten Gras. Meist ist aber der Weg des geringsten Widerstands die bessere Alternative. Auch wenn dieser in manchen Fällen nicht ganz so attraktiv und spektakulär ist, wie der volle Schlag mit offenem Schlägerblatt, bei dem der Ball hoch aus dem Rough heraus kommt und tot an der Fahne liegen bleibt. Oft sieht es allerdings so aus, dass der Ball bei der riskanten Variante dünn getroffen wird und quer übers Grün in Richtung nächster schwieriger Lage schießt.

Auch typisch: Man trifft zu früh den Boden oder säbelt ganz und dem Ball durch und bekommt ihn kaum vorne kommt. Nicht ganz so spektakulär, dafür aber deutlich wiederholbarer ist die entgegengesetzte Lösung mit geschlossenem Stand (rechts vom Ziel) und geschlossenem Schlägerblatt (links vom Ziel).

Der Problemlöser-Chip: Sicher aus dem tiefen Rough

Mit diesen Anpassungen gelingt der Chip aus dem tiefen Gras deutlich öfter und führt zu besseren Ergebnissen:
  • Der Stand zeigt deutlich rechts vom Ziel (offen, für den Rechtshänder)
  • Das Schlägerblatt kompensiert den Stand etwas und zeigt links vom Ziel (geschlossen, für Rechtshänder)
  • Der Schwung erfolgt entlang des Standes

Durch das geschlossene Schlägerblatt startet der Ball links vom Stand – und mit etwas Übung Richtung Ziel – und rollt zur Fahne aus.

 

Adrian Tischer, Fully Qualified G2-PGA Professional, B-Trainer Lizenz des DGV & DOSB, Golfschule Spindoctors in Iffeldorf.

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