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CustomMate 22.07.2013

Clubfitting-Profi Johannes Herbig: Präzise Flexmessung mit dem „Shaft Frequency Meter“
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Worauf Sie beim Kauf eines Drivers unbedingt achten sollten. Teil 2. Nachdem wir uns in der vergangenen Ausgabe mit den ersten beiden Mythen des Club-Fittings beschäftigt haben (länger = weiter; Sweet Spot wird immer größer), hier die Aufarbeitung zweier weiterer interessanter Thesen und was wirklich dahinter steckt. High Launch – Low Spin Dieses Mantra beschäftigt die Marketingabteilungen inzwischen auch schon eine lange Zeit. Fakt ist, dass es für jede Ballgeschwindigkeit eine perfekte Kombination aus Ballstartwinkel und Spin Rate gibt. Dabei ist eine niedrige Spin Rate nicht immer von Vorteil. Grundsätzlich kann man sagen, dass niedrige Ballgeschwindigkeiten höhere Spin Rates benötigen, um eine optimale Distanz zu generieren, während hohe Ballgeschwindigkeiten niedrigere Spin Rates erfordern, um optimale Resultate zu erzielen. Im Internet gibt es eine kostenlose Software zum Download, mit der man herausfinden kann, wie die perfekten Parameter für einen selbst aussehen sollten. Das Programm heißt „Trajectoware“ und berechnet anhand der relevanten Eckdaten die physikalisch maximal mögliche Ballflugdistanz. Hierbei lässt sich sehr schön ausprobieren, welche Spin Rates für welche Ball-, bzw. Schlägerkopfgeschwindigkeiten optimal sind. Und niedrig ist auch hier nicht immer besser. Weniger Loft = Längere Drives Diesem Mythos begegnen wir bei unseren Fittings auch immer wieder. Beim Loft verhält es sich ähnlich wie bei der Spin Rate. Wobei nicht der statische, sondern der dynamische Loft beim Driver ausschlaggebend ist und mit ihm der Launch-Angle (Startwinkel) des Balls. Ganz grob kann man sagen, dass niedrige Schlägerkopfgeschwindigkeiten von einem höheren Ballstart deutlich profitieren, während hohe Schlägerkopfgeschwindigkeiten sich den Luxus eines flacheren Startwinkels erlauben können. Erfahrungsgemäß schlägt ein sehr großer Anteil der Hobbyspieler ihren Drive allerdings deutlich zu flach. Von der Firma Trackman (Anbieter hochwertiger Launchmonitore) gibt es hierzu eine sehr eindrucksvolle Statistik: Bei einem Tourspieler fliegen die Bälle alle in etwa gleich hoch – und zwar vom Pitching Wedge bis zum Driver. Die maximale Flughöhe beträgt etwa 30 Meter. Wie häufig sieht man aber einen Amateurgolfer, der seinen Driver genauso hoch schlägt wie sein Eisen 7? Fazit. Zusammengefasst lässt sich also Folgendes feststellen: Modernes Material ist sicherlich eine große Hilfe, wenn es um erfolgreiche Drives geht. Es sollte aber auf jeden Fall optimal gefittet und dann auch entsprechend gebaut werden, um das Maximale herausholen zu können. Wenn sie zum Fitting gehen, lassen sie Ihr Ego zu Hause und verlassen Sie sich auf die Daten und Ihre subjektiven Eindrücke. Ein Schläger, der zwar perfekte Daten liefert, sich für Sie aber schlecht anfühlt oder grausam aussieht, wird sehr wahrscheinlich auch nicht alt werden. Der perfekte Driver ist immer eine Kombination aus Performance, Optik und Gefühl. Finden Sie die richtige Balance, und einer erfolgreichen und dauerhaften Beziehung steht nichts mehr im Weg. Info: www.clubmategolf.com © GOLF TIME Verlag GmbH Artikel zu diesem Thema:


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