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Coverstory: Caroline Masson POWER GIRL
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Golfboom in Deutschland 06.08.2013

Heinz Wolters, Eigentümer des Drei-Thermen-Golfresorts mit 2.200 Mitgliedern
Golf in Deutschland: Stagnierende Zuwachsraten
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Leserbrief. Das Statement von Herrn Wolters habe ich sehr aufmerksam gelesen. Er hat mit seiner Kritik sicher nicht unrecht, jedoch vermisse ich ein paar, für mich wesentliche, Umstände für die Misere des DGV. Herr Wolters hat nämlich nicht berücksichtigt, dass, auch in der Golfschule seines Resorts, ständig Platzreifeprüfungen abgenommen werden. Hat er vielleicht einmal versucht zu hinterfragen, ob die Prüfungsabsolventen einem Club beitreten möchten (sofern sie nicht bereits Mitglied sind, und wenn nicht, warum nicht? Er geht, wie selbstverständlich, davon aus, dass jede Person, die das Golfspielen erlernt, auch Mitglied in einem Golfclub wird. Dem ist leider nicht so, wie wir alle eigentlich wissen (müssten). Und daher gibt es auch wesentlich mehr Golfspieler, als er in seinem Artikel suggerieren möchte. Woran liegt es nun, dass dem Verband die Mitglieder „weglaufen“ (Ich weiß, ich übertreibe aber bewusst)? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben. Eine, die mir ein Golfspieler erzählte, liegt darin begründet, dass beim Spiel regelrecht gemogelt wird. Er sagte, in seinem Club habe er mehrmals mit Leuten, auch in Turnieren, gespielt, die, um ihr Handicap zu behalten, verschlagene Bälle beim Suchen an – günstig gelegenen – Stellen gefunden hätten, wo kurz zuvor noch gar kein Ball gelegen habe. Deshalb habe er den Club verlassen. Derartige Situationen geschehen leider öfter, als viele wahrhaben möchten, und verleidet dem einzelnen Spieler die Freude an diesem schönen Sport. Ein anderer Grund, und den hat Herr Wolters auch angesprochen, ist der Faktor Geld. Golf kostet Geld, das ist nun einmal so. Die Ausrüstung ist nicht gerade billig, und der Unterhalt der Plätze verursacht eine Menge an Kosten. Das ist richtig. Dafür bezahlen Mitglieder auch Beiträge und Gastspieler Greenfee. So weit, so gut. Aber was soll ein Golfinteressierter machen, der die Platzreifeprüfung zwar macht, aber den entsprechenden Ausweis des DGV nicht bekommt, weil er nicht Mitglied in einem Golfclub ist, sei es, er will nicht, sei es, er kann nicht? Er kann nicht, bedeutet nichts Anderes als: Ich kann mir eine Mitgliedschaft in einem Club finanziell nicht erlauben. Das heißt nichts weiter als: Auch in der einkommensschwachen Bevölkerung gibt es genügend Golfinteressenten, die gerne spielen möchten, aber nicht können, weil sie auf keinem anderen Platz spielen dürfen als dem, wo sie ihre PE gemacht haben, vielleicht noch auf dem einen oder andern Nachbarplatz (d. i. die sog. interne Platzreife). Ich selbst gehöre zu dieser einkommensschwachen Bevölkerungsgruppe, und für mich ist die Mitgliedschaft in einem GC undenkbar. Oder herrscht irgendwo noch die Meinung vor, Sozialhilfeempfänger dürfen kein Golf spielen? Hier klicken für ausführlichen Bericht


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