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"Nennt mich dumm, aber nicht einen Betrüger!" 13.12.2017

Mark Hensby
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Mark Hensby, der als vierter Golfer in der PGA-Tour-Geschichte jüngst für ein Jahr von der PGA Tour ausgeschlossen wurde, hat seine verpasste Dopingprobe erklärt.

Der 46-jährige Australier sprach mit einem amerikanischen Golfjournalisten über den Vorfall, der ihm die Ein-Jahr-Sperre einbrockte. Die besagte Situation spielte sich bei der Sanderson Farms Championship Ende Oktober ab. Hensby war nach seiner 6-über-Par-Runde am ersten Tag der Sanderson Farms Championship enttäuscht, frustriert und sauer auf sich. Als er dann zur Urinprobe gebeten wurde, konnte er nicht auf Anhieb Wasser lassen.

"Ich hatte erst auf Bahn 17 uriniert und wusste, dass es nun einige Stunden dauern würde, bis es wieder geht", schreibt Hensby in seinem Statement, das der Golfjournalist Brian Wacker auf Twitter veröffentlichte. Er teilte den Tour-Offiziellen mit, dass er die Urinprobe am nächsten Morgen abgeben wolle. Daraufhin erwiderte einer der Verantwortlichen, dass sie nicht das Recht hätten, ihn zum Bleiben zu zwingen. Hensby ging.

"Ich sagte ihm, dass ich die Probe am nächsten Morgen abgeben werde"

Anschließend rief ihn ein weiterer Tour-Mitarbeiter an, den Hensby gut kennt. "Er fragte mich, warum ich das Gelände verlassen hätte, ohne die Urinprobe abzugeben. Ich sagte ihm, dass ich frustriert bin, weil ich nicht gut gespielt habe, dass meine Karriere ziemlich am Ende ist und es sicherlich noch einige Stunden dauern würde, bis ich Urin abgeben kann. Auch ihm erklärte ich, dass ich die Probe am nächsten Morgen abgeben werde."

Einige Minuten später meldete sich ein weiterer PGA-Tour-Offizieller, erst per Anruf, dann per Nachricht. Er forderte Hensby auf, zurück zum Club zu kommen und die Probe abzugeben, andernfalls würde er die Anti-Doping-Richtlinien der Tour verletzen. "Ich traf eine schwache Entscheidung und antwortete nicht auf diese Nachricht", gesteht Hensby sein Fehlverhalten ein.

"Später am Abend rief mich ein weiterer Mitarbeiter der Tour an und informierte mich, dass ich vom Turnier disqualifiziert bin, weil ich die Anti-Doping-Regeln missachtet habe." Hensby nennt sein Verhalten "schrecklich", sagt aber "nennt mich dumm, aber nennt mich nicht einen Betrüger. Ich liebe dieses Spiel. Ich liebe die Integrität, die es repräsentiert. Und ich würde die Werte im Golfsport nie in Frage stellen."


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