Sinnvolle Rolle rückwärts 15.11.2017

European Tour
Die European Tour gibt Änderungen im Kampf um die Tour-Karten bekannt
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Ab der kommenden Saison wird der Kampf um die Tour-Karten der European Tour wieder etwas durchsichtiger und fairer. Die Access Points List wird abgeschafft.

Vor einigen Wochen hatte wir über den undurchsichtigen Abstiegskampf der European Tour berichtet und aufgezeigt, weshalb die Auswertung nicht nur schwer verständlich, sondern bisweilen auch unfair war.

Noch einmal kurz zusammengefasst: Die European Tour führte mit Beginn der Saison 2016/17 die so genannte Access List ein. Dort wurden die Race-to-Dubai-Punkte aufgeführt, die ein Spieler bei allen Events außer den hochdotierten Turniere (Rolex Series, Masters, PGA Championship, WGC) erspielt hat. Die Top 10 dieser Rangliste erhielten neben den Top 100 des Race to Dubai eine Spielberechtigung für die European Tour. Spieler, die durch ihre Kategorie nicht an den lukrativen Events teilnehmen konnten, sollte so eine weitere verbesserte Möglichkeit gegeben werden, die Liga zu halten. 

Faire Idee, unfaire Realität

Eine faire Idee, die sich allerdings nicht im Resultat widerspiegelte. Ein Beispiel: Bradley Dredge (105. im Race to Dubai) erspielte trotz schlechterer Kategorie zu Saisonbeginn fast 130.000 Euro mehr als Ashun Wu. Auch Florian Fritsch sammelte fast 90.000 Euro mehr als der Chinese. Am Ende erhielt Wu, der bei vier Starts bei Rolex-Series-Turnieren den Cut verpasst hatte, dank Access Points die Karte, Dredge und Fritsch gingen leer aus.

Der Großteil der zehn Qualifikanten via Access Points List war regelmäßig auch bei den lukrativen Events der Rolex Series im Einsatz, konnte dort nur weniger Preisgeld sammeln als mancher anderer Spieler, der dann ohne Tour-Karte dastand. Die Access-Points-Liste war im Resultat nicht mehr als eine unnötige und unfaire Verzerrung.

European Tour reagiert: "Haben nicht damit gerechnet"

Eine Tatsache, die auch der European Tour nicht verborgen geblieben ist. Das Turnierkomitee hat nun bekannt gegeben, die Access-Points-Liste in der kommenden Saison zu streichen. 

"Wir haben nicht damit gerechnet, dass so viele Spieler, die ihre Tour-Karten über die Challenge Tour oder die Q-School sichern konnten, regelmäßig bei den Events der Rolex Series zum Einsatz gekommen sind", hieß es in einer Pressemitteilung. 2018 werden also wieder die besten 110 Spieler in der Saisonwertung ihre Tour-Karten behalten.

Doppeltes Re-Ranking soll formstarke Spieler belohnen

Ebenfalls neu: Die Kategorie 17 (Qualifikanten der Q-School) wird nun zwei Mal im Jahr neu durchgemischt, um den formstärksten Spielern Zugang zu den großen Events zu verschaffen. Ein Re-Ranking der Kategorie (nach Preisgeld) findet sowohl vor der BMW PGA Championship als auch im Juni statt.

Zudem steht ab der BMW International Open bis zum Saisonfinale ein weiterer Platz im Feld der Turniere für den besten Spieler der Top 110 im Race to Dubai, der sonst nicht qualifiziert wäre, zur Verfügung.
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