05.06.2024 | 06:30

Alexandra „Lexi“ Försterling: Von Beginn an ganz oben!

Supergirl: Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)
Reinhold Schnupp
Reinhold Schnupp

Alexandra „Lexi“ Försterling hat innerhalb von acht Monaten vier Turniere gewonnen, dabei ist sie erst seit kurzem Profi. Wie hat die Berlinerin so schnell den Aufstieg zur besten deutschen Golferin geschafft? Wir haben die 24-Jährige in ihrer Heimatstadt getroffen, um Antworten zu finden. Von Reinhold Schnupp, Fotos: Stefan von Stengel


Beim ersten Mal begann sich der Puls unangenehm bemerkbar zu machen. Das Herz fing an zu rasen, und dann wurden auch noch die Hände feucht.

Beim zweiten Mal war die Aufregung auch noch da, aber sie war schon bald nicht mehr spürbar.

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Und beim dritten Mal? Da war alles anders. Alexandra „Lexi“ Försterling hatte es in der letzten Runde des ARAMCO Team Series – Tampa (Florida) mit Branchengrößen zu tun wie der Spanierin Carlota Ciganda aus Spanien und der Engländerin Charley Hull.

Beide sind erfahrene Spielerinnen, die bereits auf diverse Erfolge zurückblicken können, vor allem auch auf der LPGA Tour.

Einer ihrer Lieblingsorte in Berlin: Alexandra Försterling entspannt gerne im Park von Schloss Charlottenburg (Foto: Stefan von Stengel)
Einer ihrer Lieblingsorte in Berlin. Alexandra Försterling entspannt gerne im Park von Schloss Charlottenburg (Foto: Stefan von Stengel)

„Ich habe versucht, mich nicht beeindrucken zu lassen“, sagt Alexandra Försterling. Das Vorhaben klappte. Die Berlinerin gewann auch dieses Turnier, und das souverän mit drei Schlägen Vorsprung.

Irgendwann, erinnert sie sich, habe sich so etwas wie der Autopilot eingeschaltet. „Es war sehr windig, aber ich habe sehr gut gespielt.“ Die 24-Jährige ist nur gut ein Jahr nach ihrem Karrierestart als Profi zweifellos die derzeit beste deutsche Golferin.

Alexandra „Lexi“ Försterling: Vier Turniersiege innerhalb von acht Monaten

Zwischen September 2023 und März 2024 gewann sie gleich drei Turniere: in der Schweiz, auf Mallorca und eben in Tampa, Florida.

Mitte Mai legte sie dann noch einen drauf und gewann sensationell das Amundi German Masters. Andere Spielerinnen benötigen dafür Zeitspannen von zehn oder 20 Jahren, wenn sie es denn überhaupt schaffen, zu siegen.

Alexandra Försterling gewinnt beim Amundi German Masters 2024 ihr viertes Turnier auf der Ladies European Tour (Foto: Tristan Jones/LET)
Alexandra Försterling gewinnt beim Amundi German Masters 2024 ihr viertes Turnier auf der Ladies European Tour (Foto: Tristan Jones/LET)

Die Berlinerin ist so etwas wie ein „Shooting-Star“ der Berufsspielerinnen. Ein „German wunderkind“, das offenbar mit goldenen Händen gesegnet ist.

Was sie anfasst, gelingt ihr – wenn auch nicht immer gleich auf Anhieb. Schon ihre Amateurkarriere verlief beeindruckend erfolgreich. Aber was dann folgte, war atemberaubend, beginnend mit dem geteilten Sieg der LET-Q-School mit Polly Mack im Dezember 2022.

GOLF TIME traf die junge Berlinerin in ihrer Heimatstadt, die sie liebt, die sie aber 2018, direkt nach dem Abitur an einem Sportgymnasium in Charlottenburg, verließ.

Ziel war die Arizona State University, um dort Film- und Medienproduktion zu studieren – und ihr Golfspiel zu verbessern.

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Gut gelaunt, charmant

Wir sitzen in einem Café am Stuttgarter Platz in Charlottenburg im Westen der Berliner Innenstadt auf der Terrasse. Mit einem großen Müsli im Glas beginnt die 24-Jährige den Tag.

Alexandra Försterling mit GOLF-TIME-Redakteur Reinhold Schnupp im Café am Stuttgarter Platz: Den Tag mit einem Müsli beginnen (Foto: Stefan von Stengel)
Alexandra Försterling mit GOLF-TIME-Redakteur Reinhold Schnupp im Café am Stuttgarter Platz. Den Tag mit einem Müsli beginnen (Foto: Stefan von Stengel)

Dass sie derzeit Deutschlands beste Golferin ist, ahnt vermutlich keiner der anderen Gäste. Sie wirkt auf den ersten Blick eher zierlich. Doch wie sie wirklich ist, wie athletisch, dynamisch und beweglich, wird sie später noch zeigen, wenn sie ein paar Löcher in ihrem Heimatclub in Wannsee mit dem Journalisten spielt, der sie heute den Tag über begleitet.

Zuerst fällt auf, mit welch guter Laune sie den Tag beginnt. In Berlin wird im Allgemeinen eher selten gelächelt – junge Menschen tragen Kopfhörer, um nur ja nicht zu viel von der Umgebung mitzubekommen.

Abschottung ist modern geworden, und dazu wird in der Hauptstadt auch gerne schlechtgelaunt gemeckert. Oft aus gutem Grund, weil viel schiefläuft in der Stadt, aber fast noch lieber aus Prinzip.

In sich ruhend: Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)
In sich ruhend: Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)

Alexandra Försterling fällt aus diesem Raster heraus, auch wenn sie selbst gerne Musik hört: Techno, nichts für den allgemeinen Geschmack.

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Dem Erfolgsgeheimnis auf der Spur …

Wir möchten der Frage gern auf den Grund gehen, warum dieser jungen Frau Erfolg offenbar fast in den Schoß fällt. Wo liegen die Ursachen für einen Karrierestart, den sie sich selbst so nicht einmal im Traum hätte vorstellen können?

Natürlich wollte sie möglichst schnell einen ersten Sieg auf der Ladies European Tour holen, aber das möchte ja nun jede junge Spielerin erreichen.

Wir wären gerne zu ihr nach Hause gefahren, um zu sehen, wie sich ihr unmittelbares Umfeld gestaltet. Wir verzichten schließlich darauf, weil sie im elterlichen Haus inzwischen nicht mehr als eine Gastrolle einnimmt: Sechs Tage in der Woche würde sie trainieren, erzählt sie, und daher verbringe sie weniger Zeit zu Hause als auf dem Golfplatz.

Alexandra Försterling mit GT-Redakteur Reinhold Schnupp in Berlin (Foto: Stefan von Stengel)
Alexandra Försterling mit GT-Redakteur Reinhold Schnupp in Berlin (Foto: Stefan von Stengel)

Jeden Tag, außer am Sonntag, zu chippen, zu putten oder auf der Driving Range zu stehen, das muss man schon mögen.

Alexandra „Lexi“ Försterling hat damit aber kein Problem, sie lächelt die Eintönigkeit des Trainingsalltags einfach locker weg.

Vielleicht fällt ihr das auch deshalb so leicht, weil sie ihr Leben, das sie an der Uni von Arizona geführt hat, beziehungsweise führen musste, einfach in Berlin so weiterlaufen lässt.

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Zeit der Veränderung

Der Wechsel an die „Arizona State“ war der erste harte Einschnitt in ihrem Leben, aber, wie sich sehr bald herausstellen sollte, noch der am einfachsten zu bewältigende.

Vier LET-Titel innerhalb von acht Monaten: Deutschlands „Shooting-Star“ Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)
Vier LET-Titel innerhalb von acht Monaten: Deutschlands „Shooting-Star“ Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)

Fortan verlief ihr Leben, ihr Alltag, nach den strengen Regeln der amerikanischen Hochschule. Trainiert wurde täglich, und zwar nicht nur auf dem Golfplatz, sondern oft auch im Fitnessraum.

Dazu fanden die Vorlesungen und Prüfungen statt. Und dann folgten natürlich auch Turniere, an die sie sich ebenfalls erst einmal gewöhnen musste.

Auch hier galt: Die Konkurrenz war groß und demnach auch der Leistungsdruck. Die Kommilitoninnen waren natürlich erstklassig trainiert und technisch hervorragend ausgebildet. So ist das immer an amerikanischen Universitäten.

Plötzlich war für sie nichts mehr wie noch in Berlin. „Mein Leben war durchgetaktet, es blieben mittags gerade einmal 30 Minuten zum Essen“, erinnert sie sich.

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Mit den Aufgaben wachsen

Doch daran gewöhnte sich Alexandra, und rückblickend hat sie die neu geforderte Selbstständigkeit unter neuen Lebensumständen gestärkt. Auch darin dürfte heute zu einem gewissen Maß das Geheimnis ihres Erfolgs liegen.

Zwar nehmen auch andere Spielerinnen diesen Weg in Kauf, aber nicht jede kommt mit den neuen Herausforderungen zurecht.

Während der ersten Wochen in den USA waren noch ihre Eltern an ihrer Seite, dann aber war sie auf sich alleine gestellt und musste für sich selbst kämpfen.

Alexandra Försterling gewinnt die Aramco Team Series Tampa 2024 (Foto: Ladies European Tour)
Alexandra Försterling gewinnt die Aramco Team Series Tampa 2024 (Foto: Ladies European Tour)

Sie musste Verantwortung übernehmen für ihre Ausbildung, ihren Sport, ihr gesamtes Leben eben.

„Heimweh“, sagt sie, „habe sie dennoch nicht empfunden“. „Es war ja alles so geplant, ich hatte nie das Gefühl, alles hinschmeißen zu müssen.“

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Alexandra „Lexi“ Försterling: Durchsetzungsvermögen

Die eigenen Erfahrungen als Schule des Lebens haben ihr geholfen, ihren Durchsetzungswillen zu stärken. Bei einem Fotoshooting am Brandenburger Tor wird das spürbar.

Eine bestimmte Kameraposition, die mit ihr im Vordergrund von unten nach oben in Richtung der Quadriga auf dem Wahrzeichen der Stadt gerichtet ist, lehnt sie ab. „Das will ich so nicht“, sagt sie.

Freundlich und charmant zu lächeln ist auf jeden Fall eine ihrer Seiten. Klare Positionen zu vertreten, gehört aber ganz klar ebenfalls dazu. Auch das fällt nicht jedem in den Schoß.

Zwischenstopp am Wahrzeichen Berlins: Alexandra Försterling vor dem Brandenburger Tor (Foto: Stefan von Stengel)
Zwischenstopp am Wahrzeichen Berlins: Alexandra Försterling vor dem Brandenburger Tor (Foto: Stefan von Stengel)

Fast vier Jahre hat sie in den USA verbracht, eine Zeit, in der sie „nur positive Erfahrungen gesammelt hat“. Und vielleicht hat sie auch damals schon einmal den „Autopiloten“ eingeschaltet, durch den sie ihren Aufenthalt in Arizona genießen, und allen Anforderungen standhalten konnte.

Auf eine ähnliche Weise eben wie bei ihrem Sieg im März dieses Jahres in Tampa – oder zuletzt im Golf & Country Club Seddiner See.

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Schicksalsschläge

Der Aufenthalt in den USA wurde aber durch andere, sehr persönliche, Umstände zu einer Herausforderung, die man niemandem wünschen möchte. Es wurde am Ende dann doch, zumindest für viele Monate, die größte ihres Lebens. Sie wird sie nie vergessen.

Denn, nur ein paar Monate, nachdem ihr Aufenthalt in den USA begonnen hatte, passierte etwas, mit dem niemand rechnen konnte. „Es war wie der Zusammenbruch der Welt“, so Alexandra.

Familienbande: Alexandra Försterling mit Mutter Simone (Foto: Stefan von Stengel)
Familienbande: Alexandra Försterling mit Mutter Simone (Foto: Stefan von Stengel)

Völlig unerwartet starb ihr Vater im Alter von 62 Jahren, direkt nach der Rückkehr von einer Urlaubsreise, in Berlin.

Als kurz darauf auch noch ihre Großeltern starben und wenig später die Isolation der Corona-Pandemie begann, in der nichts mehr ging, auch kein Training auf dem Platz, „war das schon sehr schwer für mich“, so Försterling.

Drei Menschen zu verlieren, die einem sehr nahe stehen, war mehr als sie und ihre Mutter verkraften konnten. Es folgten Monate, „durch die ich heute vieles anders bewerte als vor dieser Zeit“, sagt sie. Niemand habe ja an ihrer Uni gewusst, was passiert war. Niemand habe ihre Situation verstehen können.

„Ich konnte mit niemanden sprechen.“ Ihre Sorgen musste sie in Arizona für sich behalten.

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Die Eltern als frühe Förderer …

Ihrer Mutter Simone ist auch heute noch die Trauer und der tiefe Schmerz über den plötzlichen Verlust ihres Mannes anzumerken.

Ihr Mann und sie waren die großen Förderer der kleinen Alexandra, die mit zwei Jahren im gemeinsamen Urlaub mit den Eltern in Florida unbedingt ein paar Golfschläger haben wollte – und im Kleinformat bekam.

Alexandra Försterling gewinnt die Mallorca Ladies Golf Open 2023 (Foto: Ladies European Tour).
Alexandra Försterling gewinnt die Mallorca Ladies Golf Open 2023 (Foto: Ladies European Tour).

„Ich habe nach dem Tod meines Mannes wieder angefangen zu arbeiten, sonst hätte ich diese Zeit nicht überstanden“, sagt Alexandras Mutter Simone später auf der Terrasse des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee.

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Alexandra Försterling: Ungebrochen in die Zukunft

Auch die Erfahrungen aus dieser Zeit haben Alexandra Försterling geprägt. Und sehr wahrscheinlich auch gestärkt. Sie kann lächeln, wie es charmanter nicht geht, sie kann aus ihrer Vergangenheit erzählen, zu der harte Schicksalsschläge gehören.

Alexandra Försterling (Foto: LET/Tristan Jones)
Alexandra Försterling (Foto: LET/Tristan Jones)

Und dennoch wahrt sie auch immer ein wenig Distanz – behält dabei aber stets ihre Zuversicht, mit der sie ungebrochen in die Zukunft blickt.

Und dann sagt sie einen Satz, über den es sich lohnt, einige Momente nachzudenken: „Nie wieder werde ich traurig sein, wenn ich mal schlecht Golf spiele.“

Trauer hat heute eine andere Bedeutung im Hause Försterling. Eine, die sehr tief geht und Golf zur Nebensache machen kann.

Am Nachmittag, nach einem Besuch des Schlossgartens in Charlottenburg, wo sie sich manchmal Sonntags entspannt, erreichen wir ihren Heimatclub, einen weiteren ihrer Lieblingsplätze in Berlin.

Alexandra Försterling gewinnt bei der Swiss Ladies Open ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour.
Alexandra Försterling gewinnt bei der Swiss Ladies Open ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour.

Der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee ist tatsächlich ein besonderer Ort, einer, über den schon Bücher geschrieben wurden – darunter eine ausführliche Chronik.

Einige Male musste der Club sich einen anderen Ort suchen: gespielt wurde mal in Kladow, dann in Charlottenburg am Spandauer Damm, wo eine Kleingartenkolonie noch heute „Am Golfplatz“ heißt, obwohl weit und breit kein Grün und keine Spielbahn mehr zu sehen ist.

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Wiege Wannsee

Nach dem Zweiten Weltkrieg und bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1989 beanspruchte die amerikanische Schutzmacht Berlins auf dem heutigen Gelände in Wannsee 18 Löcher, den berliner Golfern blieben immerhin neun.

Davon zeugen heute nur noch einige Bilder im Clubhaus, aber dennoch: Der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee ist durch die Symbiose und das Zusammenleben über die Jahrzehnte ein Symbol deutsch-amerikanischer Partnerschaft – und auch Freundschaft.

Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)
Alexandra Försterling (Foto: Stefan von Stengel)

Als der Club sein 100-jähriges Jubiläum feierte, reiste sogar Jack Nicklaus an und spielte mit ein paar jungen Talenten des Clubs neun Löcher auf dem Platz in Wannsee.

Doch das ist Vergangenheit, gehört aber fest zur Geschichte des Golf- und Land-Club Berlin Wannsee, der heute auch für seine ausgezeichnete Jugendförderung bekannt ist.

Genau von dieser Förderung profitierte letztlich auch Alexandra „Lexi“ Försterling. Ihre Eltern meldeten sie zu einer Sichtung an, und die kleine Alexandra wurde tatsächlich aufgenommen.

Aus der Nachwuchsförderung schaffte sie es über die Clubmannschaft bis in die Nationalmannschaft und landete schließlich an der Uni in Arizona.

Alexandra Försterling (Foto: LET/Tristan Jones)
Alexandra Försterling (Foto: LET/Tristan Jones)

„Nach dem Abitur 2018 war ich noch nicht bereit für eine Profikarriere, ich war auch damals noch nicht gut genug“, sagt sie rückblickend über ihre Entwicklung.

Als sie nach ihrem erfolgreichen Abschluss an der Arizona State University – die übrigens einst auch Phil Mickelson besuchte – nach Hause zurückkehrte, verliefen einige Einladungen zu Profiturnieren so ermutigend für sie, dass sie sich dazu entschloss, das Amateurlager zu verlassen.

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In Top-Form

Wir stehen inzwischen am ersten Abschlag in ihrem Heimatclub Wannsee, in dem sie so gut wie jeder kennt, und sie nach allen Seiten die Blicke mit einem Gruß erwidert.

Ihr erster Abschlag mit einem kleinen Holz landet nach einer rechts-links-Kurve, besser gesagt, einem perfekten Draw, in der Mitte der Spielbahn.

Auf das Aufwärmen auf der Driving Range hatte sie verzichtet, dennoch ist eindrucksvoll erkennbar, wie gut trainiert und in Form sie sich befindet.

Und plötzlich wirkt sie auch längst nicht mehr wie eine zierliche junge Dame. Später, am 18. Abschlag, verzichtet sie kurzfristig einmal darauf, Rücksicht auf ihren Begleiter zu nehmen, nimmt ihren Driver in die Hand und schlägt den Ball gut 250 Meter das Fairway hinunter.

Alexandra Försterling mit GOLF-TIME-Redakteur Reinhold Schnupp im Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee (Foto: Stefan von Stengel)
Alexandra Försterling mit GOLF-TIME-Redakteur Reinhold Schnupp im Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee (Foto: Stefan von Stengel)

Professionellen Golfspielerinnen aus der Nähe zuzusehen bietet ganz besondere Einsichten. Denn: nicht unbedingt Kraft, sondern eher das perfekte Zusammenspiel aus Dynamik und Präzision führt zu den langen Abschlägen.

Während es Scottie Scheffler, zweimaliger Masters-Sieger und Nummer 1 der Welt, beim Drive fast aus den Schuhen hebt und er dabei beinahe die Bodenhaftung verliert, ist bei der Berlinerin von dieser „Brutalität“ nichts zu sehen.

Sie behält in jedem Moment die Kontrolle, verpasst an diesem Loch nur knapp das Birdie.

+++ Mehr zu Alexandra Försterling +++

Alexandra „Lexi“ Försterling: Auf der Überholspur …

In ihrer kurzen Zeit als professionelle Golferin hat Alexandra Försterling bereits rund 420.000 Euro verdient – viel Geld für eine junge Spielerin.

Dass sich Erfolg lohnt, zeigt auch ihr jüngster Vertrag als Markenbotschafterin von Mercedes-Benz. Nach Wannsee fährt sie nämlich an diesem Tag erstmals mit ihrem brandneuen Mercedes AMG GT 53 4MATIC+.

Neue Mercedes-Benz Markenbotschafterin: Alexandra Försterling mit ihrem Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+ vor der Siegessäule in Berlin (Foto: Stefan von Stengel)
Neue Mercedes-Benz Markenbotschafterin: Alexandra Försterling mit ihrem Mercedes-AMG GT 53 4MATIC+ vor der Siegessäule in Berlin (Foto: Stefan von Stengel)

Ausnahmsweise darf sie den Wagen sogar nahe des 18. Grüns parken, was ihr bei unserer kleinen Runde über den Platz gleich Sorgenfalten auf die Stirn treibt: „Triff jetzt bloß nicht das Auto“, sagt sie vor der Annäherung aufs Grün.

Das Auto bleibt verschont und kann beulenfrei mit ihr am Steuer das Gelände verlassen.

Wer sich nun fragt, was denn eine junge Dame wie Alexandra „Lexi“ Försterling mit so einem „Super-Boliden“ anfangen möge, dem sei die Anekdote der 24-Jährigen nicht vorenthalten, dass sie schon immer gerne mit Freundinnen zum Spaß Autos über die Online-Konfiguratoren auf den Homepages der Hersteller zusammenstellte, nur um zu sehen, was am Ende preislich herauskam.

Dahingehend hat sich mit dem neuen Mercedes-AMG GT 53 auch ein kleiner (Fahrzeug-)Traum für sie erfüllt.

„Ihre golferischen Fähigkeiten“, sagt ihre Mutter Simone dann noch zum Abschied, „hatte sie schon im Alter von 14 Jahren. Danach kam der Verstand dazu.“

Seit dem ersten Sieg ihrer Tochter weiß die Mutter aber: „Das läuft jetzt.“

Alles deutet darauf hin, dass diese Erkenntnis wohl zutrifft …

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