21.01.2016 | 10:44

Was sich mit dem Anker-Verbot ändert

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An alle, die ihren Putter an Brust, Kinn oder wo auch immer verankern, um beim Putten eine bessere Kontrolle zu haben: Ihre Zeit ist nun abgelaufen. Seit dem 1. Januar 2016 ist es nicht mehr erlaubt, seinen Putter (und alle weiteren Schläger) beim Schlag irgendwo am Körper anzulehnen. Als die USGA und die R&A im Mai 2013 beschlossen, die Anchoring Technik zu verbieten, war das Datum 1.1.2016 noch weit weg. Doch auch der weiteste Weg ist irgendwann einmal zu Ende. Jetzt ist der Anchoring Ban amtlich und weltweit müssen sich nun viele Golfer an eine neue Putting-Technik gewöhnen. Long- und Belly-Putter sind weiterhin erlaubt Auf ihr bisheriges Grünwerkzeug müssen sie dabei nicht verzichten. Die Long- und Belly-Putter sind weiterhin erlaubt, wenn sie eben nicht am Körper angelehnt werden. „Wir versuchen nicht, das Golfspiel zu verletzen. Wir wollen Optionen aufzeigen“, erklärte USGA Executive Director Mike Davis im Mai 2013. So würden die Long-Putter nicht verboten, sondern müssten lediglich anders eingesetzt werden. Nach den neuen Statuten müssten alle Golfschläger „mit den Händen kontrolliert werden“. Somit bleiben die Long- und Belly-Putter erlaubt, solange sie nicht am Körper verankert werden. Keine Strafe bei T-Shirt-Berührung Die neue Regel verbietet das anlegen des Golfschlägers an den Körper. Darunter fällt nicht das zufällige Berühren der Kleidung während der Schlagausübung. Sollte bei der Schlagbewegung also versehentlich das T-Shirt berührt werden, ist dies keine Regelwidrigkeit und bleibt straffrei. Sie müssen sich also nicht ausschließlich in hautenge Funktionsshirts kleiden, um ohne Regelverstoß mit Ihrem Long-Putter zu spielen. Der Putter darf gegen den Unterarm gestützt werden Laut der neuen Regel, müssen die Arme und Hände frei schwingen können. Die USGA und die R&A sehen daher im Anlehnen des Schlägers an den Unterarm keine Verletzung dieser Vorgabe. Wichtig zu beachten ist allerdings, in welcher Höhe der Schaft am Unterarm angelegt wird. Erlaubt ist das Anlehnen an den UNTERarm. Schlagtechniken, bei denen der Golfschläger oberhalb der Ellenbogenbeuge angelegt wird, zählen als Verankerungs-Techniken und sind verboten. Ein prominentes Beispiel für eine – auch nach der neuen Regelauslegung – reguläre Puttausführung ist Matt Kuchar. Der U.S.-Amerikaner puttet seit langer Zeit mit dem am Unterarm angelegten Schläger. Die Oberarme dürfen an den Oberkörper angelegt werden Eine weitere Option für Amateure und Profis wie Bernhard Langer und Adam Scott, die sich ihre Anker-Technik nun abtrainieren müssen, ist folgende: Stützen Sie die Oberarme gegen Ihren Oberkörper. Dabei verbleiben die Unterarme frei schwingend vor dem Körper und der Putter wird mit den Händen, die parallel zueinander gehalten werden müssen, gegriffen. Der letzte Punkt ist ein entscheidender: Die Hände dürfen laut Regel nicht, wie beim Long- und Belly-Putting üblich, versetzt zueinander positioniert werden. Sie müssen nebeneinander liegen. Alternative: Counterbalanced Putter Sollten Sie mit den oben genannten Möglichkeiten nicht zurecht kommen, könnte ein Materialwechsel Abhilfe schaffen. Nahezu alle großen Putterhersteller bieten heute Counterbalanced Putter an. Diese Modelle verfügen über zusätzlich Gewicht an der Griffseite des Putters und soll so für mehr Kontrolle von Tempo, Stabilität und Konstanz sorgen. Dem Spieler wird ein Anker-änhliches Gefühl vermittelt, ohne dass der Schläger tatsächlich am Körper anliegt. Für welche der aufgezeigten Möglichkeiten Sie sich auch immer entscheiden, das Wichtigste ist und bleibt Ihr Gefühl für Ball und Schläger. Und das kann Ihnen die neue Regelauslegung der USGA und R&A nun wahrlich nicht nehmen. © GOLF TIME Verlag GmbH

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