07.11.2023 | 15:26

TGL (The Golf League): neues Format ab 2024

Neues Format ab Januar 2024: TGL (The Golf League)
Golftimer
Golftimer

Im Januar 2024 startet mit „TGL“ (The Golf League) eine weitere neue Tour. Und dieses Mal sind Tiger Woods und Rory McIlroy maßgeblich daran beteiligt! Das Format ist dabei komplett neu und vereint eine ganze Latte an Top-Namen der PGA Tour.


Tiger Woods, Serena und Venus Williams, Stephen Curry. Es liest sich wie das Who-is-who der größten Sportstars ihrer Generation.

Tatsächlich investieren die Genannten allesamt in eine neue, teambasierte Premium-Golfliga, die mit der PGA Tour zusammenarbeiten wird und eine Reihe von Premieren, darunter auch das SoFi Center Indoor-Golfstadion in Palm Beach Gardens, Florida, zu bieten hat.

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Es erstreckt sich auf einer Fläche von rund 85.000 m² mit einer Maximalhöhe von 25 Metern und bietet Platz für 1.600 Zuschauer.

Die technologie-orientierte Unternehmung „TGL“, was für „The Golf League“ steht, ist Teil von TMRW Sports.

Dieses wurde von Tiger Woods, Rory McIlroy und dem Sportmanager Mike McCarley gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von High-Tech „progressive Ansätze“ in den Bereichen Sport, Medien und Unterhaltung zu entwickeln.

Tiger Woods
Tiger Woods

TGL versteht sich dabei als erster Teil ihres Plans, ein jüngeres Publikum anzusprechen.

+++ Zum Thema: TGL-Start verschoben – SoFi Center kollabiert +++

Wie funktioniert TGL?

TGL wird als „einmaliges Golferlebnis seiner Art“ beschrieben. Sechs Teams, bestehend aus jeweils drei PGA-Tour-Spielern, werden über 18 Löcher auf einem „datenintensiven virtuellen Platz mit einem hochmodernen Kurzspielareal“ gegeneinander antreten.

Rory McIlroy (Foto: Picture Alliance)
Rory McIlroy (Foto: Picture Alliance)

Die Saison beginnt im Januar 2024 und jede Mannschaft wird während einer 15-wöchigen regulären Saison fünf Matches bestreiten, gefolgt von Halbfinals und Finals für die vier besten Teams.

„Für die Fans wird es sich ein wenig so anfühlen, als würden sie bei einem

NBA-Spiel am Spielfeldrand sitzen“, erklärt McCarley.

„Es ist eine ganz spezielle Art von Umfeld mit Musik und Spielervorstellungen. Als Fan ist man mittendrin im Geschehen. Du siehst, wie sich alles vor dir abspielt.

Zur Orientierung aus Golfsicht werden die Drives und Annäherungsschläge direkt auf dem Bildschirm angezeigt. Es handelt sich um einen Bildschirm in Handelsgröße. Nicht ganz so groß wie ein IMAX-Bildschirm, aber verdammt nah dran. Der Ball wird in den Kurzspielbereich gelegt und die Jungs spielen von dort aus.“

Welche Spieler werden dabei sein?

Tiger Woods und Rory McIlroy waren die Ersten, die sich verpflichtet hatten. Ihre Sogkraft hat in der Folge Patrick Cantlay, Xander Schauffele, Matt Fitzpatrick, Max Homa, Wyndham Clark, Tom Kim, Tyrrell Hatton, Tommy Fleetwood, Cam Young, Keegan Bradley, Collin Morikawa, Rickie Fowler, Justin Thomas, Sahith Theegala, Lucas Glover, Shane Lowry, Justin Rose, Adam Scott, Min Woo Lee, Billy Horschel, and Kevin Kisner überzeugt.

Zunächst war auch Jon Rahm mit von der Partie, zog dann aber Ende Oktober aus terminlichen Gründen wieder zurück.

Sieger des 87. Masters im Augusta National: Jon Rahm (Foto: picture-alliance)
Sieger des 87. Masters im Augusta National: Jon Rahm (Foto: picture-alliance)

Sie vereinen die geballte Power von 224 PGA-Tour-Siegen, 119 weiteren Titeln und 32 Majors. Insgesamt versammeln sich hier 886 Wochen, an denen die genannten Spieler die Nummer 1 der Weltrangliste waren.

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Collin Morikawa
Collin Morikawa

„Ich denke, das Konzept von TGL, Sportfans die besten Golfspieler der Welt in einem wöchentlichen Golfwettbewerb zur Hauptsendezeit in nur zwei Stunden zu präsentieren, wird ein breiteres Spektrum von Gelegenheitsgolfern ansprechen und unseren Sport jüngeren Fans näherbringen“, erklärte Collin Morikawa seine Zusage.

TGL: Wem gehören die Teams?

Reddit-Mitbegründer Alexis Ohanian und die Tennisstars Serena und Venus Williams waren die Ersten, die im Rahmen von TGL als Besitzer des Teams „Los Angeles Golf Club“ unterschrieben.

In der ersten Auflage wird ihnen das Team „Boston Common Golf“ unter Inhaberschaft der Fenway Sports Group, der Muttergesellschaft des FC Liverpool und der Boston Red Sox, gegenüberstehen.

Die anderen vier Teambesitzer stehen auch bereits fest: Arthur M. Blank, AMB Sports and Entertainment, sicherte sich das Team „Atlanta Drive GC“.

Steph Curry
Stephen Curry

„TGL New York“ wird von Steven A. Cohen, Cohen Private Ventures, Inhaber der New York Mets, angeführt.

„TGL San Francisco“ wiederum steht unter der Schirmherrschaft von Marc Lasry’s Avenue Sports Fund sowie Stephen Curry. Zudem sind als Co-Investoren Andre Iguodala und Klay Thompson daran beteiligt.

Last but not least steht hinter dem sechsten Team der 15-fache Major-Sieger Tiger Woods. Woods‘ TGR Ventures und David Blitzer von Harris Blitzer Sports & Entertainment sind die Eigentümer des „Jupiter Links Golf Club“.

TGL: Wird sich das Format wirklich durchsetzen?

Das wurde auch in Zusammenhang mit LIV Golf angezweifelt. Der Unterschied bei TGL besteht aber vor allem darin, dass man hier nicht versucht, gegen eine etablierte Tour anzutreten.

Es handelt sich um eine eigenständige Golfliga mit einem kürzeren Format und einer einzigartigen Prämisse, die auf der Popularität von E-Sports basiert.

Es wird nicht jedermanns Sache sein, aber hinter jeder der zweistündigen Übertragungen sollte mehr als genug Starpower stecken, um ein ganz neues Publikum zu begeistern.

„TGL wird die Attraktivität des Teamgolfs in einem aufregenden, fanfreundlichen Umfeld nutzen, vergleichbar mit dem Platz am Spielfeldrand bei einem NBA-Spiel“, sagt Rory McIlroy.

Rory McIlroy (Foto: Picture Alliance)
Rory McIlroy (Foto: Picture Alliance)

„Ich denke, es ist eine großartige Gelegenheit für PGA-Tour-Spieler, an einem Montagabend zur besten Hauptsendezeit eine andere Seite von sich zu zeigen. Ich denke, es eignet sich hervorragend dazu, ein anderes, neues Publikum anzusprechen.

Wir haben alle immer wieder gehört, wie alt doch das Golfpublikum sei und von dem Versuch, jüngere Zuschauer dafür zu begeistern. Ich denke, dass das ein wirklich cooles Konzept dafür ist.“

Interesse von Seiten der Fans bleibt abzuwarten

Ob dem auch die Fans zustimmen, wird sich zeigen. Jüngst veröffentlichte Umfrageergebnisse des U.S.-Golfmediums „The First Call“ über das Interesse seiner Leserschaft an TGL ergaben, dass 41 Prozent „überhaupt kein Interesse“ daran haben.

36 Prozent zeigten sich „ein wenig interessiert“, 18 Prozent wiederum meinten „es ist Golf, also schaue ich es mir an“. Nur sechs Prozent stimmten für „ich kann es kaum erwarten“.

Bleibt abzuwarten, wie sich TGL präsentiert und ob das neue Format die Erwartungen – und nicht nur die der Initiatoren – erfüllen wird.

Info: www.tglgolf.com

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